Charles Darwin und die Evolutionstheorie

Charles Darwin - Das Abenteuer des LebensJürgen Neffe
Darwin - Das Abenteuer des lebens
ISBN 978-3-442-15582-8




Charles Darwin (1809 - 1882) stammte aus einer wohlhabenden Familie und führte vorerst ein gemütliches und ungezwungenes Leben auf Kosten seines Vaters. Lustlos absolvierte er seine Ausbildung, das darauffolgende Medizinstudium schmiss er einfach hin und musste anschließend, so lautete der Wunsch seines Vaters, Theologie studieren. Hätte ihn danach eine Einladung aus Cambridge zu einer Reise um die Welt nicht erreicht, hätte wohl kaum jemand eine Notiz von ihm genommen. Charles Darwin wäre wohl ein Kirchenmann geworden. Aber diese Einladung hat ihn erreicht und er stimmte zu. Zwei Jahre sollte ursprünglich die Reise auf dem Schiff Beagle dauern. Fünf Jahre sind es geworden. Im Auftrag der Regierung sollte man Südamerika erforschen und vermessen. Darwin verfügte zu diesem Zeitpunkt durchaus über grundlegende Kenntnisse in der Geologie und Pflanzenkunde, aber als einen Forscher konnte man ihn noch nicht bezeichnen. Jedoch etwas nahm er auf die Reise mit, etwas, was nicht selten vielen echten Forschern fehlt: Mut, Neugier, ausgeprägte Beobachtungsgabe und vor allem die Fähigkeit, globale Zusammenhänge zu erkennen. 22 Jahre alt war er, als die Reise am 27. Dezember 1831 unter dem Commander Robert FitzRoy auf der Beagle losging. Der Trip führte ihn über Rio de Janeiro und Uruguay nach Buenos Aires und Patagonien. Man besuchte das Feuerland, die Falklandinseln, stieß zum Pazifik vor und besuchte u.a. die Galapagos Inseln, wo Darwin seine entscheidende Beobachtungen machen konnte. Man sichtete Tahiti, Neuseeland, Sydney und Tasmanien um schließlich nach Umrundung Afrikas diesen Ausflug rund um die Welt in England im Jahr 1836 abzuschließen. Charles ist mit Herz und Seele dabei. Er beobachtet, entdeckt, misst, notiert, vergleicht und sammelt Tiere, Pflanzen, Mineralien, Fossilien. Noch kann keine Rede von einer neuen Theorie sein, das hierfür notwendiges Material wird aber immer umfangreicher. Schon damals fällt ihm auf, dass viele Tierarten im Ganzen sehr ähnlich sind und sich nur im Detail unterscheiden. Als ob sie von einer Urgroßmutter stammen würden und sich im Laufe der Jahre unterschiedlichen Lebensbedingungen anpassten. Es dauert anschließend mehrere Jahre nach dem Beagle - Abenteuer, bis es dem nach und nach anerkannten jungen Forscher geling, seine Funde zu ordnen und zu katalogisieren. Sein Hauptwerk, die Evolutionstheorie, die die Welt durchrütteln und ihn selbst weltberühmt machen sollte, erscheint erst viel später. Er veröffentlicht zunächst andere Bücher und es vergehen viele Jahre, bis er den Entschluss fasste, "Das Ding" an den Mann zu bringen. 1837 zieht er nach London, um seine Beobachtungen mit anderen Forscher zu diskutieren. 1839 veröffentlicht er sein Reisetagesbuch. Es folgen auch weitere Veröffentlichungen, bis er dann schließlich 1859, 23 Jahre nach der Reise, vor der königlichen Gesellschaft seine Hauptschrift vorträgt. Anschließend erscheint das Buch, "Die Entstehung der Arten durch natürliche Selektion", das wegen enormem öffentlichem Interesse auch gleich vergriffen wurde. Da die empörte Kirche keine Möglichkeit mehr hatte, die Veröffentlichung zu unterbinden, verbreitete sich Darwins Evolutionstheorie wie ein Lauffeuer.
Die bisherige Weltanschauung, nach der der Mensch durch Gottes Hand nach seinem Vorbild erschaffen wurde, um über die Erde und ihre Bewohner zu herrschen, wurde endgültig zu Fall gebracht. Mutation und Selektion sind die Vorgänge, die im gnadenlosen Kampf ums Überleben die Entstehung der Arten entscheidend beeinflusst und schließlich auch den Menschen hervorgebracht haben.

Der kleine DarwinErnst Peter Fischer
Der kleine Darwin
Alles, was man über Evolution wissen sollte.
ISBN - 978-3-570-55087-8



15.05.2012
Music And Dance / Duck Sauce

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