Telefon - ein Kind des Zufalls

Zauberwürfel
© Marius Graf - Fotolia.com

Das Leben ohne das Telefon ist mittlerweile nicht mehr vorstellbar. Ob es sich dabei um ein altes analoges Gerät handelt, Handy, iPhone oder Internettelefonie, das Kommunizieren via Telefon ist heute praktisch allgegenwärtig und unverzichtbar. So war es aber nicht immer. Bis Mitte des XIX Jahrhunderts kam man ohne Telefon super aus. Erst danach fingen die Forscher nahezu parallel in mehreren Ländern an, an einem Gerät der Zukunft zu basteln. Schließlich gelang es dem schottischen Erfinder Alexander Graham Bell (1847 - 1922) ein markttaugliches "Verständigungsgerät" zu entwickeln. Das US-Patent für seine Entwicklung wurde ihm am 7. März 1876 mit der Nummer 174,465 erteilt. Der Titel lautete: "Improvement in Telegraphy". Es gab aber auch viele weitere Forscher, die sich mit dem Thema in der Zeit befassten und in ihrer Arbeit durchaus erfolgreich waren. Hierzu gehören u.a. Philip Reis, Elisha Gray, Thomas Alva Edison oder David Edward Hughes. Die entscheidende "Erleuchtung", wie ein solches Gerät zu "basteln" ist, kam dank eines Zufalls. Als Bell gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Thomas A. Watson an einem Mehrfachtelegraf experimentierte, klemmte bei einem Versuch eine Feder an einem Elektromagneten und indizierte in der Übertragungsstrecke Schwingungen, die man an der Empfangsstelle wahrnehmen konnte. Bell war sofort klar, dass man auf diesem Wege auch eine Sprachübertragung realisieren könnte. Kurze Zeit später waren das erste Telefon und Bells Patentschrift fertig. Der erste Satz, der via Telefon übertragen wurde, war "Mr. Watson, come here. I want to see you!" (Mr. Watson, kommen sie her. Ich brauche sie!". Wenige Stunden nach Bells Patenanmeldung wurde beim Patentamt in Washington ein weiterer Antrag gestellt. Es war Elisha Gray, der seine Telefon-Erfindung patentieren wollte. Es folgte eine Welle von Prozessen und Rechtsstreitigkeiten, die sich über Jahre hinzogen, doch das Telefon- Patent von Bell wurde jedes Mal eindeutig bestätigt.
Sicher ahnte man damals nicht, wie sich das Telefon weiterentwickelt, dass diese Entwicklung die Zukunft entscheidend prägen sollte und ihre größten Verehrer bei den Frauen findet. Diese letzte Tatsache wird vor allem dann deutlich sichtbar, wenn die Verehrerinnen des Telefons, eben die Vertreterinnen der attraktiveren Hälfte unserer Gesellschaft, die wohl bekannte und höchst unbeliebte Telefonrechnung nicht selbst bezahlen wollen.

Mata Hari 1876, als Alexander Graham Bell sein Telefon-Patent anmeldete, wurde die niederländische Tänzerin Mata Hari geboren.

Google-Suche auf Music & Dance :

Mad
12.08.2014

Themen


Startseite Musik Tanz Chronik Themen Terminkalender Tanzmusik Tanzregal
Tanzpersönlichkeiten