Zeus,
seine Seitensprünge
und die erste Tanzgruppe der Welt

Zeus
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Die Themen, die heute an der Tagesordnung stehen und keinesfalls für Aufregung sorgen, waren früher durchaus interessant und spannend. Wie z.B. der Seitensprung. Durch die große Auswahl an Verhütungsmitteln, kann sich eine Dame oder ein Herr von heute viel mehr erlauben. Früher sah die Lage völlig anders aus und man musste äußerst vorsichtig sein, gar auf Einiges verzichten. Diese Situation forderte natürlich von Männern, die auf der "Jagd" waren, viel mehr Einfallsreichtum um angesichts einer solchen prekären Lage, doch noch die Kurve zu kriegen. Dass es aber trotzdem ging, dafür gibt es genug Beispiele und ein davon liefert uns Griechenland. Dort, allerdings schon vor einiger Zeit, lebte auf einem Berg, der bis heute Olymp genannt wird, der Zeus, Gott aller Götter. Er war mit der Erdgöttin Hera verheiratet und hatte große Schwäche für die Schokoladeseite der Gesellschaft. Seine Hauptfrage lautete stets: Wie mache ich es diesmal? Und an Ideen fehlte es ihm nicht.
Bei Alkmene, Tochter des Elektryon wartete er ab, bis ihr Mann unterwegs war und hat sich einfach für ihn ausgegeben. Fertig, zwei Söhne. Bei der Europa warb er um sie in Gestalt eines schönen Stiers, der aus dem Wasser stieg um sie wegzutragen. Drei Söhne. Die Tochter des Flussgottes, Antiope erlebt den Zeus in Gestalt eines Satyrs, einer ziegenähnlicher Kreatur. Ergebnis: Zwillinge Amphion und Zethos. Viele Männer von heute haben sich einige Tricks von Zeus abgeguckt und verwenden sie auch gern. Noch heute im Einsatz: das liebe Geld. Der Danae, die in einem Turm aus Messing gehalten wurde, erschien Zeus in Gestalt eines Goldregens. Welche Dame sagt hier nein? Danae auch nicht. Ein Sohn, Perseus. Die Semele erlebte den Zeus in seiner ganzen Herrlichkeit, als strahlender Gott des Blitzes und Donners. Geburt von Dionysos. Der Gemahlin des Spartaner Königs Tyndareus, der Leda, erscheint Zeus als ein Schwan. U.a. Helena, Auslöser des Trojanischen Krieges wird geboren. Bei Hera, der eigenen Frau, suchte Zeus als Kuckuck bei heftigem Regenguss Zuflucht unter ihrer Kleidung. Warum er es dabei nicht belassen hat, sondern die Hera anschließend heiratete ist nicht bekannt. Auch an vielen anderen Orten war Zeus am Mitmischen. Er bekam einen Sohn, Arkas mit der Kallisto, Zwillinge mit der Leto, Tochter Athene mit Titanin Metis, die Grazien mit Eurynome, Persephone mit Demeter, Hermes mit Maia usw. usw. Er musste bestimmt einmal auf seinem Weg die Aphrodite – griechische Göttin der Liebe getroffen haben.
Unter allen diesen Eroberungen von Zeus, so auf dem Olymp als auch außerhalb finden wir auch Mnemosyne. Ihr schöner Name bedeutet "Erinnerung". Sie ist eine von den Kindern des Uranos (Himmel) und der Gaia (Erde). Sie alle nennt man gemeinsam Titanen und Titaninnen und sie herrschten noch vor den Göttern des Olympus. Zu ihnen gehörten Kronos, Thea, Coeus, Metis, Hyperion und Mnemosyne. Viele Jahre dauerte der Kampf zwischen den Titannen, die von Kronos und den Olympgöttern, die von Zeus angeführt worden waren. Schließlich gewann die Truppe des Zeus. Eine kleine Liebesaffäre gab es dabei auch, eben die zwischen Zeus und Mnemosyne. Beide haben es sich auf einem Berg gemütlich gemacht, weit weg von den Augen anderer Götter und natürlich denen von Hera. Hier hat er sich richtig ins Zeug gelegt. Neun Nächte lang vereinigten sich die beiden, aber das Ergebnis lässt sich sehen. Neun Kinder wurden geboren, alles Mädchen: Klio, Euterpe, Thalia, Melpomene, Terpsichore, Erato, Polyhymnia, Urania und Kalliope. Diese Mädels kennen wir heute als die Musen. Sie sind die griechische Verkörperung des Tanzes und Gesanges. Gleichzeitig waren sie auch eine Inspiration für Musik und Dichtung. Tanzen und Singen taten sie leidenschaftlich. Auf jedem Fest, das von Göttern oder großen Helden veranstaltet wurde, waren sie mit ihrem Tanz vertreten. Die Musen waren die, die in der damaligen Welt von Krieg, Intrige und Verrat, neben Grazien, die Schönheit und Harmonie einführten. Sie inspirierten alle Künstler und wussten sich dabei zu verteidigen. So beraubten sie z.B. die Sirenen ihrer Federn, als die wagten, besser zu singen als sie selbst. Jede von ihnen war für ein bestimmtes Gebiet zuständig.  Die Domäne der Terpsichore war der Tanz.
Damit ist Griechenland nicht nur das Ursprungsland der ersten Olympiade, aus Griechenland kommt auch die erste Tanzgruppe der Welt.

Maria Callas Die aus Griechenland stammende berühmte Sopranistin nannte man "Skandalprimadonna".

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Mad
15.05.2010

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