Das Geschenk

Das Geschenk

Die Geschichte des Trojanischen Pferdes, einer der bekanntesten Legenden aus der Zeit, in der die antiken Götter auf der Erde aktiv mitmischten, begann mit einem goldenen Apfel. Während eines Hochzeitsfestes erschien plötzlich ein ungebetener Gast. Die Göttin Eris, zuständig für Zwietracht und Streit, erschien, um sich zu rächen. Man schickte ihr keine Einladung. Sie brachte einen goldenen Apfel mit und warf ihn auf den Festtisch. Die Inschrift auf dem Apfel "Für die Schönste" sorgte sofort unter den Göttinnen für Aufregung. Jede wollte den Apfel haben. Der Aufstand war so groß, dass Zeus persönlich dazwischen gehen musste. Als sich die Gemüter allmählich beruhigten, entschied er, dass Paris, der Sohn des Königs von Troja entscheiden solle, welche Schönheit den Apfel bekäme. Die Göttin des Himmels, Hera, versprach Paris, ihn zu einem großen König zu erheben. Athene wollte ihn zu dem klügsten Menschen auf der Erde machen, wenn er ihr den Apfel überreiche. Doch sein Entschluss fiel auf Aphrodite, als sie ihm die Helena versprach, die schönste Frau der Welt. So wurde Helena zum Auslöser und Gegenstand des trojanischen Krieges erkoren. Helena lebte zu dieser Zeit in Sparta mit ihrem Mann dem König Menelaos. Nach einiger Zeit machte sich Paris nach Sparta, besuchte Menelaos und als der kurz verreisen musste, nutzte er die Gelegenheit, entführte ihm seine Frau und flog mit ihr zurück nach Troja. Ganz Griechenland zeigte sich empört über diese Ungeheuerlichkeit. Eine solche schamlose Ausnutzung der griechischen Gastfreundlichkeit konnte man nicht hinnehmen. Man trommelte die Armeen zusammen und zog gemeinsam gegen Troja.
Als die Zeit zum Angriff kam, kniete man vor einem Altar zum letzten Gebet. Plötzlich erschien eine Schlange und fraß acht kleine Spatzen samt ihrer Mutter, die in einem Nest auf dem Baum über dem Altar saßen. Die Botschaft dieses Vorfalls legte man schnell aus. Neun Jahre sollte der Krieg dauern und erst im zehnten würde Troia fallen.
Jahr für Jahr versuchten die Griechen Troja zu bezwingen, jedoch ergebnislos. Die gut gebaute trojanische Festung hielt jedem Angriff stand.
Dann kam das zehnte Jahr. Odysseus kam auf eine Idee, wie man die Trojaner mit einer List doch noch bezwingen könne. Man zog alle Armeen zurück und versteckte sich auf Schiffen hinter einer Insel. Auf dem ehemaligen Schlachtfeld hinterließ man ein riesiges Pferd aus Holz, ein Geschenk für die Stadt, die so tapfer jahrelang gekämpft hat. In dem Pferd hielten sich die zwölf besten griechischen Krieger versteckt. Als die Trojaner, keine Gefahr ahnend, das Pferd in die Stadt zogen, verließen diese nachts das Pferd und machten die Stadtpforten auf. Dem einmarschierenden griechischen Heer hatten die Trojaner nichts mehr entgegenzusetzen. Die Stadt fiel und der Trick mit dem trojanischen Pferd wurde bis in die heutige Zeit zum Symbol eines hinterlistigen Geschenkes, das Verderben und Ruin mit sich bringt.
Und wie endete eigentlich die Geschichte mit Helena? Schließlich kämpften die damaligen Armeen um sie.
Bei den Kämpfen, noch vor dem Fall der Stadt, kam auch Paris ums Leben. Er konnte zwar gut Bogenschießen, war er doch derjenige, der mit einem Pfeil den Achilles tötete, doch ansonsten war er ein schlechter Kämpfer. So verheiratete man Helena mit seinem Bruder Deiphobos. Bei der Eroberung Trojas wurde dieser wiederum von dem Gatten Helenas Menelaos getötet. Menelaos wollte auch Helena töten, doch als er ihre Schönheit wieder erblickte, verschwanden seine Rachegelüste. Nachdem Aphrodite, die Göttin der Liebe und Begierde, ein wenig nachgeholfen hatte, versöhnten sich die Ehepartner. Lange und glücklich lebten sie miteinander und seit dem trojanischen Krieges entpuppte sich Helena als eine brave und akkurate Ehefrau. Bis Menelaos starb. Dann verjagte man sie aus dem Schloss und sie musste sich bei ihrer Freundin Polikso verstecken. Diese hasste aber Helena, da ihr Mann bei Troja sein Leben verloren hatte und sorgte dafür, dass in Kürze Helena umgebracht wurde.

10.08.2012
Music And Dance / Kaiser Chiefs

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