Alles Walzer !
Wiener Staatsoper und der Ball der Bälle
| Die Wiener Staatsoper wurde von zwei Architekten
Eduard van de Nüll und August von Sicardsburg im
Stil der Frührenaissance in den Jahren 1861 bis 1869
errichtet. Für Eduard van de Nüll endete dieses
Architekturabenteuer tragisch. Wegen des schlecht
gewählten Platzes auf der Wiener Ringstrasse,
gegenüber eines anderen großen Gebäudes, konnte das
neu errichtete Werk seine Größe nicht richtig
entfalten. Zusätzlich hob man die Strasse um einen
Meter hoch, so dass man in der Öffentlichkeit
enttäuscht über eine "Versunkene Kiste" sprach. Dies
war für den Architekten zu viel und er beendete sein
Leben mit einem Selbstmord durch Erhängen. Nach der
Fertigstellung erfolgte eine feierliche Eröffnung
während der die Gäste die Oper Don Giovanni von
Mozart genießen konnten. |
Mehr als die
Vergangenheit interessiert
mich die Zukunft,
denn in ihr gedenke ich zu leben.
Einstein |

© Desu Dekker - Fotolia.com
Wiener Staatsoper
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Der zweite Weltkrieg ist nicht spurlos an der
Oper vorbeigegangen und sie wurde stark beschädigt.
Die Renovierungsarbeiten dauerten bis 1955. Danach
gab es eine neue Eröffnung für die man diesmal die
Oper Fidelio von Ludwig van Beethoven gewählt hatte.
Unter den Direktoren findet man bekannte Namen wie
Gustav Mahler oder Herbert von Karajan. Einmal im
Jahr, am letzten Donnerstag des Karnevals wird diese
Oper auf den Kopf gestellt, umgebaut und für ein
Ereignis eines besonderen Rangen vorbereitet. Dem
legendären Wiener Opernball. Nicht ohne Bedeutung
für dieses Ereignis ist noch ein Name : Johann
Strauss. Johann Strauß (Sohn), wurde am 25. Oktober
1825 in St. Ulrich geboren, gestorben ist er am 3.
Juni 1899 in Wien. Dieser Wiener Kapellmeister und
Komponist ist der Autor des bekanntesten Walzers
überhaupt : "An der schönen blauen Donau", den er
1867 komponierte. Mit diesem Walzer begrüßt
Österreich traditionell, vor Millionen
Fernsehzuschauer rund um den
Erdball, das Neujahr.
Der Donauwalzer darf natürlich auch nicht bei dem
legendären Wiener Opernball, dem "Ball aller Bälle"
fehlen. An diesem Tag trifft sich hier die Crème de
la crème aus der ganzen Welt. Zu Gast waren hier
bereits Sofia Loren, Placido Domingo und Pavarotti.
Eintrittskarten für Loge haben schon längst die
15000 Euro Grenze überschritten. Die billigste Karte
liegt über 200 Euro. Und an eine Tischkarte sollte
man auch noch denken. Es kommen noch u.U. 1000 Euro
dazu. Und trotzdem , alle 4700 Plätze sind so gut
wie ein Jahr im voraus ausverkauft. Der Baumeister
Lugner mit Frau laden seit 1992 Damen des
internationalen Showbusiness in ihre Loge ein. 2006
Carmen Electra, 2005 Geri Halliwell, 2004 war Andie
McDowell Stargast, 2003 Pamela Anderson. Den Namen
"Wiener Opernball" hat man urheberrechtlich schützen
lassen und jetzt werden die Tochter-Bälle in New
York, Dubai, Zagreb und Belgrad vermarktet. Seit
1969 überträgt der ORF gemeinsam mit dem Bayerischen
Rundfunk den Opernball live. Der Opernball hat sich
im Laufe der Jahre für Wien zu einem wichtigen
Wirtschaftsfaktor entwickelt und beschert der Stadt
Einnahmen in Millionenhöhe. Ab 2005 darf auf dem
Ball nicht geraucht werden. Doch solche
Kleinigkeiten werden schnell vergessen, wenn nach
der Eröffnung mit 180 Paaren aus dem In- und Ausland
traditionell mit dem von Johann Strauß selbst
geprägten Kommando: "Alles Walzer", die Tanzfläche
für alle freigegeben wird. >>> |
John Lennon
Der Rebell
Am 8. Dezember 1980 wurde
John Lennon vor seinem Apartment in Manhattan
erschossen. Es war das erste Attentat der
Popgeschichte. Der Attäntäter, Chapman, wollte durch
die Schüsse "einfach nur berühmt" werden. Er wartete
vor dem Dakota Building auf die Rückkehr von Lennon.
Am Morgen holte er sich sogar noch ein Autogramm von
dem Musiker. Als Lennon mit Yoko aus dem
Aufnahmestudio zurückkehrten und das Dakota Building
betraten, feuerte Chapman mehrere Schüsse ab. Lennon
starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Der große
Siegeszug um die Welt von John Lennon & Co. (The
Beatles) begann 1962. Seine Band wurde eine der
berühmtesten Popgruppen aller Zeiten, John war der
kreativste der vier "Pilzköpfe". Lennons Mutter war
mit der Erziehung überfordert und gab John zu ihrer
Schwester. Lennon war ein Rebell den man nicht
bündigen konnte. Er klaute, prügelte sich und trank
kräftig. Eins wusste er ganz genau : er wollte
berühmt werden. 1957 lernt er nach einem Auftritt
Paul McCartney kennen. Damit hat's angefangen. Nach
den ersten Erfolgen in Hamburg kam der erste Hit :
"Love me do" und damit der Start zu einer
beispiellosen Kariere.
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Darf ich bitten -
oder tanzen wir zuerst ?
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>>> Warum ist das eigentlich in Wien alles
möglich? Die Wiener gelten nämlich als ein
ausgezeichnetes Publikum und besuchen sehr gern Oper
oder Ballett. Die Wiener Operfans gehen so oft in
eine Oper wie man woanders ins Kino geht. Gespielt
wird alles und an alle wird gedacht. Es gibt auch
Oper für Kinder ab 6-14 Jahren. Dank der Weltreisen
des Wiener Opernballs können die Organisatoren
einiges über die Tanzgewohnheiten anderer Völker
berichten. Man sagt, die Chinesen haben keinen so
richtigen Bezug zum Walzer. Mit Amerikaner kann man
schlecht feiern, sie werden schnell müde und gehen
bereits um 2 Uhr ins Bett. Dafür sind aber die
Russen unschlagbar. Es wird gefeiert und getanzt bis
zum Morgengrauen und wenn es sein muss, noch etwas
länger. Ob Polnonez, Polka, Walzer, Tango oder
Rumba, in Russland heißt es : egal, let's dance!.
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Das Tanzen ist die Kunst,
wo die Beine denken,
sie seien der Kopf.
Stanislaw Jerzy Lec
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MEXICO und die Azteken
In seiner "Historia eclesiastica indiana" (1570)
zeigt uns Geronimo de Mendieta wie in alten Mythen
der alten Mexikaner die göttliche Herkunft der Musik
und des Tanzes hervorgehoben wurde. Eine Anzahl von
Gottheiten stand bei den Mexikanern mit der Musik,
dem Gesang und dem Tanz in direkter Beziehung.
Besonders zu erwähnen wären hier : Xochipilli - der
"aztekische Apollo", und seine Begleiterin
Xochiquetzal - die "Blume der kostbaren Feder". Als
Schutzherr der Musiker und der Verliebten wurde der
"aztekische Jupiter" Tezcatlipoca, der "Rauchende
Spiegel", verehrt. Xochipilli fungierte außerdem in
der Verkleidung eines "alten Hundes" als Tanzgott.
Getanzt wurde im alten Mexiko überall und bei allen
Gelegenheiten: bei religiösen Feiern, bei
öffentlichen Belustigungen und bei privaten Festen.
Die Priester tanzten in den Tempeln, die Jugend in
den Erziehungsanstalten, selbst der König tanzte
öffentlich im Tempel oder bei seinen Festen im
Palast. Es wird nicht nur darüber berichtet, dass
man gerne tanzte und musizierte. Es gab richtige
Erziehungsanstalten (Haus des Gesanges), in denen
die Jugend ausschließlich in Poesie, Musik und Tanz
ausgebildet wurde.
Wollte man vornehme Gäste aus anderen Ländern
beeindrucken, ließ man die Schüler der Gesangshäuser
auftreten. Begeisterung war grenzenlos. Die Gäste
ließen nach der Rückkehr in ihre Länder ebenfalls
solche Musik- und Tanzschulen einrichten.
Regelmäßig veranstalteten die Azteken große
öffentliche Tanzspiele, große Volksfeste, an denen
sich jedermann erfreuen konnte. Bei diesen
Veranstaltungen wirkten Tänzer, Musikanten, Komiker,
Akrobaten, Rezitatoren u.a. mit. Hier konnte jeder
den Tanz richtig erleben und auch mitmachen. Es gibt
unzählige Chroniken über die Aztekentänze und deren
Ablauf. |
Beamtentanz
Warum können Beamte nicht tanzen?
Weil es keine Band gibt, die so langsam spielen
kann!
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Hello !

Mit knapp 1300 Patenten gehört der amerikanische
Wissenschaftler Thomas Alva Edison wohl zu den
bedeutendsten Erfinder der modernen Welt. Bekannt
ist er vor allem für die erste Glühbirne, die es
geschafft hat, 40 Stunden am Stück zu leuchten. Zu
seinen anderen Erfindungen zählen das Telefon, die
Sicherung und die Filmkamera. 1877 erfindet Edison
den Phonographen. Er hört als erster Mensch eine
Aufnahme seiner eigenen Stimme. Das erste
aufgenommene Wort war : HELLO ! Thomas Alva
Edison wurde am 11. Februar 1847 in Milan, Ohio,
geboren, verstarb mit 84 Jahren, am 18. Oktober
1931, in West Orange. 1899 bringt die Deutsche
Grammophon Gesellschaft auf der Basis einer
Weiterentwicklung von Th. A. Edison erfundener Walze
die erste Schallplatte heraus. |
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