Standbein strecken, Spielbein nach hinten strecken, gehobenen Gegenarm so
halten, dass er mit Körper und ausgestrecktem Spielbein eine Linie bildet,
den anderen Arm leicht rückwärts halten und schon hat man es geschafft :
diese Figur nennt man Arabesque. Die Arabesque (franz.) ist eine
Grundhaltung im klassischem Tanz (Ballett). Die Figur war bereits im 18. Jh.
bekannt. Diese Grundhaltung gehört zu den ausdruckvollsten Posen der
Romantik und symbolisiert die Sehnsucht nach höheren Werten. Bei der
Position der Arme und des Rumpfes gibt es mehrere Variationen, die auch
unterschiedlich benannt werden (allongee, penchee). Richtig unter die Lupe
nahm Arabesque Carlo Blasis, italienischer Tänzer, Choreograf und
Tanztheoretiker. Er wurde in Neapel am 4.11.1795 geboren, starb in
Cernobbio am 15.1.1878.
Blasis studierte den Tanz in Mailand unter Führung von Vigano. Er wurde der
erste Solotänzer in la Scala und wurde 1837 zum Direktor der Kaiserlichen
Ballet Akademie gewählt. Als Choreograf arbeitete er unter anderen in
London, Warschau, Lissabon, Paris und Moskau. In Mailand gab er Unterricht
allen größten Tänzer der Epoche, die anschließend in den größten und
wichtigsten Theater der Zeit anzutreffen waren : London, Paris, Moskau,
Petersburg u.a. Seine Lernmethoden, die in seinen Werken Trattato sulla
danza 1820 und Il codice di Tersicore 1830 zusammengefasst worden sind,
gehören bis heute zu den Grundlagen des Balletttrainings.
Arabeske
Arabeske in Musik
ist auch eine musikalische Form, eine Miniatur für Klavier. Die Musik
ist leicht, zart und ausgefüllt mit Ornamenten, manchmal mit
orientalischen Klängen. Entsprach den Vorstellungen europäischer Musiker
über Kultur des Nahen Ostens.
Claude Debussy war ein französischer Komponist des Impressionismus.
Seine Musik ist das Bindeglied zwischen Romantik und Moderne. Claude
Debussy wurde als Sohn eines kleinen Geschäftsmannes, am 22. August 1862
in Saint-Germain-en-Laye geboren. Er studierte am Pariser
Konservatorium. 1884 erhielt er den Rom-Preis. Er schrieb auch
musiktheoretische Abhandlungen und zahlreiche Kritiken. Er starb am 25.
März 1918 in Paris an Krebs. Claude Debussy ist der Autor einer der
bekanntesten Arabesken : Arabeske I i II für Klavier L.66/1 i /2. Andere
Arabesken findet man bei Robert Schumann und Peter Tschaikowsky.
Arabeske in Kunst
Die Arabeske (aus dem Französischen : „Arabesque“) ist
in ihrem Ursprung ein orientalisches Ornament (eine Verzierung). Im
16. Jahrhundert kam sie mit der maurischen Kunst über Spanien nach
Europa. Dargestellt wird sie als eine Verflechtung von Pflanzen,
Blättern und Zweigen , die miteinander eine wellenförmige Linie bilden.
Verwendung fand Arabeske als Dekoration von Wänden, Böden, Teppichen,
Geschirr und Büchern. Oft ist sie mit arabischen Schriftzeichen
verbunden. Besonders eindrucksvolle Arabesken befinden sich in den Sälen
der Alhambra. Die Alhambra ist eine Stadtburg auf einem Hügel von
Granada, Spanien, die als eines der schönsten Beispiele des Maurischen
Stils der Islamischen Kunst gilt.
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Gewusst ?
Granada ist eine spanische Stadt, die an dem
nord-westlichem Abfall der Sierra Nevada liegt. Granada hat 262 000
Einwohner. Sie ist ein wichtiges Tourismuszentrum der Region. Oberhalb
der Stadt steht die Alhambra, eine Burg, die eine der bedeutensten
Profanbauten der islamischen Kultur darstellt. Sie wurde im 13. und 14
Jh. erbaut.
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Ausgelassenes, ungehemmtes Tanzen
ist nicht
nur ein sehr vergnüglicher Zeitvertreib,
es
lenkt auch von größeren Sorgen ab.
(Paul Wilson)
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Gewußt ?
- Eurovision Song Contest 2009 stellte
gleich mehrere neue Rekorde auf! "Die heiße Dita
ließ Europa kalt"
Breit berichtete die deutsche
Presse über das Musik - Event des Jahres. Hier die
Schlagzeile der Bild - Zeitung Bild am Sonntag, 17.
Mai 2009 Verglichen mit den Vorgänger überraschte
der Grand Prix 2009 in Moskau gleich mit mehreren
Überraschungen. - Keine andere Grand Prix - Show hat
so viel gekostet, wie die in Moskau 2009. Die
Organisatoren ließen 42 Millionen Euro locker, um
das Event auf die Beine zu stellen. Spezielle Sonder
- Effekte und eine gigantische Bühnenshow in der
Olympiahalle in Moskau sorgten für die
bombastischste Musik - Show aller Zeiten. - Der
Gewinner Alexander Rybek aus Norwegen stellte mit
seinem Sieg ebenfalls einen neuen Rekord auf. Mit
387 Punkten setzte er sich wie kein anderer in der
Geschichte dieses Wettbewerbs von der Konkurrenz ab.
- Bei dem Grand Prix 2009 herrschten nach
jahrelangen Kritik neue Regel. Die

Zuschauer konnten
nur zu 50% Einfluss auf die Ergebnisse nehmen. Über
die andere Hälfte entschied eine Fachjury. - Auch im
negativem Sinne sorgte der Grand Prix Moskau 2009
für Schlagzeilen. Wenige Stunden vor der Eröffnung
wurde in Moskau eine Demonstration von Homosexuellen
gewaltsam aufgelöst und mehrere Demonstranten wurden
festgenommen. - Als Ereignis besonderer Art mussten
die Moskauer für die Tickets auf dem schwarzen Markt
bis zu 1000 Euro hinblättern.
- Der Schauspieler und Tänzer John Travolta machte
sich einen Namen in den Filmen "Grease" und "Saturday
Night Fever" in den 70er Jahren. Weitere Filmen, in
denen John Travolta spielte waren u.a. "Carrie"
(1976, als Billy Nolan), "Urban Cowboy" (1980, als
Buford Van Davis), "Perfect" (1985, als Adam
Lawrence), "Kuck' mal wer da spricht!" (1989, als
James Ubriacco), "Pulp Fiction" (1994, als Vincent
Vega), "Schnappt Shorty" (1995, als Chili Palmer),
"Phenomenon" (1996, als George Malley), "Im Körper
des Feindes" (1997, als Sean Archer / Castor Troy),
"Mit aller Macht" (1998, als Jackie Stanton), "Der
Schmale Grat" (1998, als Brigadier General Quintard),
"Zivilprozess" (1999, als Jan Schlichtmann), "Die
Tochter des Generals" (2000, als Paul Brenner),
"Lucky Numbers" (2000, als Russ Richards),
"Tödliches Vertrauen" (2001, als Frank Morison) und
"Austin Powers in Goldständer" (2002, als John
Travolta).
- Zwar gehören "Grease", "Saturday Night Fever" und
"Dirty Dancing" zu den bekanntesten Tanzfilmen. Das Kino
hat uns aber auf dem Gebiet deutlich mehr anzubieten.
Hier die bekannteste Tanzfilme :
- "Broadway Melodie" (1929) von Harry Beaumont mit Anita
Page, Bessie Love
- "Scheidung auf amerikanisch" bekannt auch unter den
Namen "Tanz mit mir!" (1934) von Mark Sandrich mit Fred
Astaire und Ginger Rogers
- "Ich tanz mich in dein Herz hinein" (1935, orig.
"Top Hat") von Mark Sandrich mit Fred Astaire und Ginger
Rogers
- "Swing Time" (1936) von George Stevens mit Fred
Astaire und Ginger Rogers
- "Yolanda und der Dieb" (1945) von Vincente Minnelli
mit Lucille Bremer, Fred Astaire
- "Osterspaziergang" (1948) von Charles Walters mit Fred
Astaire und Judy Garland
- "Heut' gehen wir bummeln" (1949, orig. "On The
Town") von Gene Kelly und Stanley Donen mit Gene Kelly und
Frank Sinatra
- "Ein Amerikaner in Paris" (1951) von Vincente Minnelli
mit Gene Kelly und Leslie Caron
- "Königliche Hochzeit" (1951) von Stanley Donen mit
Jane Powell und Fred Astaire
- "Du sollst mein Glücksstern sein"
(1952, orig "Singin’ in the Rain") von Gene Kelly und
Stanley Donen mit Gene Kelly und Debbie Reynolds
- "Ein süßer Fratz" (1957) von Stanley Donen mit Audrey
Hepburn und Fred Astaire
- "Seidenstrümpfe" (1957) von Rouben Mamoulian mit Fred
Astaire
- "Farne - Der Weg zum Ruhm" (1979) von Alan Parker mit
Irene Cara und Lee Curreri
- "Flashdance" (1982) von Adrian Lyne
mit Jennifer Beals und Michael Nouri
- "Carmen" (1983) von Carlos Saura mit Antonio Gades
und Laura del Sol
- "Le Bal - Der Tanzpalast" (1983) von Ettore Scola mit
Christophe Allwright und Aziz Arbia
- "Footloose" (1983) von Herbert Ross mit Kevin Bacon
und Lori Singer
- "A Chorus Line" (1985) von Richard Attenborough mit
Michael Belvins und Yamil Borges
- "Tangos - El Exilio de Gardel" (1985) von Fernando E.
Solanas mit Marie Laforet und Philippe Leotard
- "Strictly Ballroom - Die gegen alle Regeln
tanzen" (1991) von Buz Luhrmannn mit Paul Mercurio und
Tara Morice
- "Save The Last Dance" (2000) von Thomas Carter mit
Julia Stiles
ARABESKA
"Arabeska" ist in Polen ein wohlbekannter Begriff. Darunter verbirgt
sich eine Tanzgruppe aus Slupsk, die mit 39jähriger Tradition zu den
Vorzeigegruppen der polnischen Tanzszene gehört. Mädchen aus dem ganzen
Land träumen nur davon : bei "Arabeska" mittanzen zu dürfen. Diese Tanz -
Balletgruppe, die zur Zeit ihren Sitz bei dem Kulturzentrum in
nordpolnischen Slupsk hat und sich durch ein breites Spektrum an
Interpretationen verschiedensten Tanzformen auszeichnet, wurde 1968
gegründet. Mehrere Mädchengenerationen präsentierten im Laufe der Jahre
Tanz der Moderne, Jazztanz, Ballet, Volkstänze, Revue-Tanz so zur Pop-
wie auch klassischer Musik. Mit weit über 3000 Auftritten war "Arabeska"
so gut wie auf jeder wichtigen polnischen Bühne präsent, Modenschaus,
karitativen Veranstaltungen, im Fernsehen und im Film. Kein polnisches
Musikfestival ist ohne "Arabeska" ausgekommen. Der aktuelle Bestand an
Auszeichnungen, Pokalen und Preisen aus diversen Tanzwettbewerben ist
enorm. Auch der deutsche Zuschauer trat bereits in Kontakt mit dieser polnischen
Vorzeigegruppe. "Arabeska" war u.a in dem Berliner Friedrichstadtpalast zur
Gast. 1977 kassiert "Arabeska" den ersten Preis für das beste Volkskostüm im
international ausgetragenem Wettbewerb in Brasilien. Zum 35jährigem Jubiläum
gab es in Slupsk, im dortigen "Teatr Impresaryjny" ein Jubiläumskonzert mit
u.a. in Polen bekanntem Kabarett Rak. Aus gut unterrichteten Quellen wissen
wir : polnische "Arabeska" tanzt weiter.
Warschau - Hauptstadt Polens
Arabesque.
In Deutschland und in Europa waren sie nie besonders populär.
Dafür aber haben sie Japan erobert. Die Sängerinnen Sandra Lauer, Jasmin
Elizabeth Vetter und Michaela Rose bildeten gemeinsam ein Trio, das 15 Alben
und 30 Singles veröffentlichte. Der größte Erfolg dieser deutschen
Musikgruppe war hier zu Lande der Einstieg in die Top 20 mit dem Single
Marigot Bay. In Japan feierte das Trio dagegen große Erfolge. Die Gruppe
wurde 1985 aufgelöst. Im Dezember 2006 gab es ein Comeback. Das Trio in
neuer Besetzung trat erfolgreich in Russland auf. Auf dem mittleren Bild mit
Mary Ann Nagel (links). Bilder mit freundlicher Genehmigung des Betreibers
der Seite Nebelwolf.de. Wer mehr erfahren möchte, kann dort weiter
rumstöbern.

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