Wörterbuch des Tanzsports
"Das nenne ich Tanzen beim Wort genommen!"
Rudolf Trautz, deutscher Rekordmeister.
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Gleich mehrere winken uns aus dem Regal und möchten zu Wort gelassen
werden. Die Tanzbücher. Eines haben wir für euch ausgesucht : Wörterbuch des
Tanzsports. Dem Insider dürfte der Titel bereits bekannt sein. Seit 1990 ist
das Buch zu haben und mittlerweile gibt es eine neu verarbeitete Auflage.
Für uns ist es vielmehr interessant, ob es sinnvoll ist, Wörterbuch des
Tanzsports dem Outsider, dem Laien zu empfehlen. Er hat sich nämlich
verlaufen, steht gerade vor einer Tanzschule und überlegt, ob er reinkommen
soll. Und wenn ja, was kommt auf ihn zu? Liefert das Buch Antworten, auf
alle ihn quälenden Fragen? Die Zitate auf dieser Seite beziehen sich auf
die alte Ausgabe, die aber in gebrauchter Form sehr breit im Handel angeboten
wird. >>
Die Herausgeber
"Herbert und Ursula Stuber, viele Jahre lang selbst ein Spitzenpaar
der Amateur- und Professionaltänzer, haben ihre Lehrmethode auf Logik und
Systematik gegründet. Sie gehen davon aus, dass sowohl sportliche Dynamik
wie auch künstlerische Ausdruckskraft auf dem heutigen Niveau nur mit viel
Wissen und Denken erreichbar sind. Durch die Erfolge, die sie mit ihrer
Methode zu verzeichnen haben, ist ihr Ansehen bei Schülern und Kollegen
im In- und Ausland ständig gewachsen. Beim Internationalen
Tanzlehrerkongress (Intako) und ausländischen Tagungen sind sie als
Fachlehrer mehrmals in Erscheinung getreten. Herbert Stuber ist Mitglied
des DTV-Lehrausschusses und stellvertretender Vorsitzender der
Tanzsporttrainer-Vereinigung in Bayern. Mit der vorliegenden Arbeit
möchten die Herausgeber auch den Dank zum Ausdruck bringen, den sie
ihren eigenen Lehrern schulden, allen voran Richard Gleave und Rudolf
Trautz."
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>> Was weiß eigentlich unserer Neuling? Zwei Begriffe sind ihm ganz klar
bekannt, alles Andere, na ja, hier was gehört, da was gelesen, dort was gesehen,
nichts Bestimmtes. Er weiß, dass es zwei Tänze gibt : Tango und Walzer. Doch
bereits im Bezug auf Walzer hat er so seine Zweifel. Er stand mal bei sich zwei
streitenden Kollegen, beide "Fachleuchte", von denen jeweils jeder den
Grundschritt vom Walzer vorgezeigt hat und war bereit, jede Wette einzugehen,
dass er Recht hat. Das Problem war, dass das, was die beiden vorgezeigt haben,
unterschiedlich gewesen ist. Wie war denn das möglich? Jetzt schlägt er unseres
Buch auf und sucht nach einer Lösung. "Walzer (auch Ländler, Dreher, Wilder
Weller oder Deutscher genannt; s. a. Langsamer Walzer / Wiener Walzer) Das Wort
- verwandt mit “Walze“ weist darauf hin, dass die runde Drehung sein Kern ist".
Na bitte schön, er wurde auf beide Tänze verwiesen, und ahnt bereits jetzt, dass
die damaligen Streitenden, wahrscheinlich beide Recht hatten, sie haben
lediglich von unterschiedlichen Tänzen gesprochen : dem langsamen Walzer und dem
Wiener Walzer. >>
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"Der moderne Gesellschaftstanz ist primär rhythmische Körperbewegung. Er hat
nicht mehr in erster Linie die Aufgabe, gesellschaftsbildend zu sein wie einst
der höfische und später der bürgerliche Gesellschaftstanz. Die Tanzschule ist
in der Epoche der Freizeit-Kultur zur Bewegungsschule und damit zu einem Ort
neuer Freiheit geworden."
Helmut Günther
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Tampon für den Sohn
"Mami....."
"Ja, mein Sohn?"
"Mami, ich hätte gerne einen Tampon."
"Für was brauchst du den einen Tampon?"
"Ich habe gehört mit einem Tampon kann man alles machen, .. Reiten, Schwimmen,
Tanzen..."
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Schulausflug
Nach einem Schulausflug einer Mädchen-Oberklasse folgte die übliche Aufgabe,
den Tag in einem Aufsatz zu beschreiben.
"Es war himmlisch", heißt es in einem der Aufsätze.
"Da keine Herren zur Verfügung standen, tanzten wir mit unseren Lehrern." |
>> Tanzschuleingang : soll er passieren oder nicht? Aber warum eigentlich
Tanzschule, warum nicht ein Tanzclub? Worin liegt der Unterschied? Schlagen
wir mal nach :
Tanzschule
Ernst Fern: “Die Tanzschule ist in einer
Gesellschaft mit ständig zunehmender Freizeit ein idealer Treffpunkt für
geselliges Vergnügen und für Sport ohne Leistungsdruck..." Unter Tanzclub
wird er auf Tanzsport-Verein verwiesen und von dort u.a. auf DTV.
DTV
(Deutscher Tanzsport-Verband e.V.) "Der DTV ist als Spitzen-Fachverband
Mitglied im DSB (Deutscher Sportbund). Er kontrolliert den Amateur-Tanzsport
in Deutschland, veranstaltet alle Deutschen Meisterschaften, beschickt die
internationalen Meisterschaften, stellt für Länderkämpfe die
Nationalmannschaft auf." Er hat immer noch die Antwort nicht und bohrt
weiter :
Amateure / Profis "Das Verhältnis zwischen Amateuren und Profis
ist in Deutschland (anders als in vielen anderen Ländern, aber zu
beiderseitigem Nutzen) durch ein Abkommen zwischen DTV und ADTV geregelt.
[...] Derjenige Teil des Turnierwesens, der in den Händen der Tanzlehrer
gelegen hatte wurde aufgelöst, und die Amateure verzichteten im Gegenzug auf
die Möglichkeit, in ihren Clubs Anfänger zu unterrichten". Und schließlich
ADTV "(Allgemeiner Deutscher Tanzlehrer Verband e.V.) Größter und
traditionsreichster Zusammenschluss von deutschen Tanzlehrern." >>
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"Dieses Wörterbuch ist das erste seiner Art in der Welt. Es
informiert über alles, was auf dem Parkett geschieht. Wer sich mit Tanzsport befasst,
findet hier nicht nur Begriffe und Fakten, sondern auch Gründe und Hintergründe. Eine
wertvolle Hilfe in Theorie und Praxis."
Günter Meinen Präsident des Deutschen
Tanzsport.Verbands DTV, Rudolf Richter
Präsident des Allgemeinen Deutschen
Tanzlehrerverbands ADTV
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>> Mit Sicherheit wird sich unserer Anfänger
fragen, was es auf sich mit dem Titel des Buches hat. Tanzsport? Wie ist
denn das gemeint? Haben sich die Sportler etwa eine Tanzsparte
herausgerissen und sie zum Sport gemacht? Oder vielleicht meint man, Tanzen
allgemein ist Sport? Immerhin auf der langen Liste olympischer
Sportdisziplinen ist Tanzen nicht vertreten. Welche Argumente haben dazu
geführt? Ist diese Tatsache nur darauf zurückzuführen, dass Tanzen schlecht
messbar ist, oder vielleicht hat das tiefere Gründe? Die Fragen könnte man
fast endlos fortsetzen. Schauen wir mal nach, was die Autoren des Wörterbuch
des Tanzsports hierzu zu sagen haben? >>
Gewußt ?
- Davon können die meisten anderen Tänze nur träumen :
eine eigene Zeitschrift. Für Tango Argentino überhaupt
kein Problem. Mit eigenen Zeitschriften ist Tango
Argentino weltweit bestens vertreten, in allen Sprachen.
Hier Tango Danza, eine deutsche Zeitschrift für Tango
Argentino, Ausgabe 4/2008. Im Inhalt u.a. ein Interview
mit Osvaldo & Coca, abgebildet auf der Titelseite, den
Weltmeistern im Tango Argentino Salon im Jahr 2004.

Tango Danza Ausgabe 4/2008
"Der Tango ist nur eine andere Form, mit meiner Frau zu sprechen" Osvaldo
- "Tanzen liegt in der Natur des Menschen.
Tanzen ist die Sehnsucht, sich verbunden zu
fühlen. Ob mit sich selbst, mit einer
Gemeinschaft oder auch mit etwas Höherem. In den
rhythmischen Bewegungen und dem
Gemeinschaftserleben, das wir im Tanz erfahren,
fühlt sich der Mensch als Individuum gehalten
und traut sich eher, seine Gefühle zu zeigen. Im
Tanzen können wir unser kreatives Potenzial
entdecken. Denn der Tanz ist die Einladung, sich
von gelernten Strukturen zu lösen und neue Dinge
auszuprobieren. Es ist ein Dialog mit mir selbst
und mit meinem Gegenüber, auf dessen Bewegungen
ich antworte."
(Susanne Bender, Tanztherapeutin, Zentrum für
Tanz & Therapie, München)
>> Dass die Problematik den Autoren voll bewusst ist, zeigt sich bereits
in der Einführung. Hier u.a. : " Zehn Jahre nach der ersten Olympiade der
Neuzeit (1896) gab es die ersten Tanzturniere. Der Tanzsport ist also fast
so alt wie der moderne Sport überhaupt. Trotzdem nimmt er von Anfang an eine
Sonderstellung ein. Er besitzt zwar eine Massenbasis, weil fast jeder Mensch
irgendwann tanzen lernt oder tanzt, wird aber (auch deshalb) als sportliche
Disziplin oft nicht ganz ernst genommen. Wie der Reitsport hatte er lange
Zeit ein “gesellschaftliches Image“ auch dann noch, als der Tanzfrack nur
noch wenig zu tun hatte mit dem Frack eines Dirigenten und er enthält eine
erotische Komponente, die sich Wettkampfregularien entzieht. Das bedeutet im
Grunde natürlich nur, dass der Tanzsport etwas ganz Spezielles ist." Unter
Tanzsport geht es weiter :br> Tanzsport "Das Leistungsvolumen von
Tanzsportlern ist unbestreitbar. Ingrid und Werner Führer waren die ersten
Tanzsportler, an denen sportmedizinische Untersuchungen vorgenommen wurden.
Das Ergebnis erbrachte Vergleichswerte mit 400-Meter-Läufern und zu Eddy
Merckx. Mit jährlichen Zuwachsraten von 3,2 % Prozent liegt der Tanzsport
nach Radsport und Badminton an der Spitze der deutschen Sportstatistik.
"Über Nacht ist der Tanz vom Amüsement zum Sport geworden“, schrieb F. W.
Koebner (Organisator der ersten deutschen Tanzturniere 1912-14) bereits 1913
im Vorwort seines Buches “Tanzbrevier“. Trotzdem ist das Verhältnis von Tanz
und Sport auch heute noch nicht ohne Problematik. Tanzen ist nicht
resultatsorientiert, sondern verlaufsorientiert. Ein Bill Irvine,
durchtrainiert wie nur irgend ein Sportler, kann geradezu wütend werden,
wenn man Tanz als Sport bezeichnet, und wie er, so sprechen die meisten
Großen der Tanzwelt lieber von Kunst als von Sport. Das Thema des Sports -
“schneller, höher, weiter, größer“ - ist entschieden nicht ihr Thema.
“Besser‘, das lassen sie gelten, aber was sie eigentlich meinen ist
“schöner“. Ästhetik, Musikalität, in diesen
Dimensionen, denen die genaue
Messbarkeit fehlt, wollen sie “sich messen“, wenn sie zum Wettkampf
antreten. Ihren meist jahrzehntelangen Weg auf der Suche nach Vollkommenheit
sehen sie als ein unablässiges Bemühen, Bewegungen, die ihrer Entstehung
nach unleugbar “athletisch“ sind, eine ästhetische und rhythmische Qualität
zu verleihen. Je besser ihnen dies gelungen ist, desto mehr scheint für sie
(und für den Betrachter) der athletische Ursprung in den Hintergrund zu
treten. Das mechanische Schrittmuster füllt sich mit Emotion und Atmosphäre,
wird eine Kunst. So ist die klassische Definition von Eric Hancox zu
verstehen: “Ballroomdancing is an athletic art“. (Tanzsport ist eine
athletische Kunst.)"
Die erste Tanzstunde beginnt. Unserem Anfänger werden die ersten
Grundbegriffe erklärt. Grundschritt, Tanzfigur. Das ist wichtig. Er wusste
bis jetzt erst gar nicht, dass so etwas wie eine Tanzfigur überhaupt gibt.
Noch heute trifft man massenhaft Menschen, die nicht wissen, was man sich
unter Tanzlernen vorstellen soll. Haben die Autoren unseres Wörterbuches an
unseren Anfänger gedacht? Grundschritt : "Als G. der einzelnen Tänze kann
man diejenigen Figuren bezeichnen, die in den unteren Turnierklassen getanzt
werden bzw. erlaubt und empfohlen werden." Figuren : "Choreographierte
Tanzschritte (feste Schrittfolge), die in einem oder mehreren Tänzen
verwendet werden.">>
Musikfestival
Edith ist gerade mit ihrem
Song fertig.
Das Publikum, fantastisch, voll
begeistert, klatscht und klatscht : noch
mal, noch mal, noch mal...
Also singt die
Edith noch mal.
Das Publikum unverändert :
noch mal, noch mal ...
Und so ging es eine
Weile, sie sang und sie klatschten und
klatschten. Schließlich wendet sich die voll
erschöpfte und resignierte Edith an ihre
Fans :
"Ihr Lieben, ich hab wirklich keine
Kraft mehr ..."
Das Publikum : sing, sing,
sing, bis du es endlich lernst ...
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>> Die Theorie erfolgreich
absolviert, Grundschritt und die erste Tanzfigur sitzen.
Jetzt geht's los, es wird getanzt. Doch auf einmal stellt
unserer Anfänger fest, dass das was er hört, ihm
gleichzeitig bekannt und unbekannt vorkommt. Er wird
u.U. zum ersten Mal mit einer manipulierten Musik
konfrontiert. Auf den ersten Blick, eine ganz
verständliche Angelegenheit. Auf den ersten Blick.
Dass man so etwas tut, ist angesichts der enormen
Flut an Musik, die wir heutzutage erleben, vorerst
unserem Anfänger völlig unverständlich. Genau in
diesem Moment ist der Gedanke, den Kursus
abzubrechen und die Tanzschule zu verlassen, geboren
worden. Ist Musik auch Thema für die Autoren unseres
Buches ?
Musik
"Musik und Tanz bilden eine untrennbare Einheit.
Wenn “Musik vertanzen“ heißt, Musik in Bewegung zu
verwandeln, so kann umgekehrt Tanz als eine
unkörperlich - unsichtbare Form von Musik betrachtet
werden. Tanzmusik wurde auf der einen Seite in
Inhalt und Arrangement (s. u.) durch die jeweils
aktuellen Hits bestimmt, auf der anderen Seite durch
“Tanzplatten des Jahres“ (s. u.), die von
Fachgremien für den Gebrauch in Tanzschulen und
Clubs zusammengestellt wurden. Das ICAD verleiht
bestimmten Platten bzw. Discs und Kassetten das
Gütesiegel, wonach sie “zur Verwendung bei Turnier
und Training als geeignet“ empfohlen werden. Die
Texte und Titel von Musikstücken sind daher nicht
belanglos. Manchmal geben sie Aufschluss über die
dazu getanzten Bewegungen (z.B. Bill Haley‘s Shake,
Rattle and Roll). Günther Nonis: “Bei den Urvölkern
stand die Musik im Dienst von Ritual und Kult, auf
Neuigkeiten kam es wohl weniger an. Heute, wo wir
auf den großen Fundus einer reichen Musikgeschichte
zurückgreifen können, stellt sich für mich die
Aufgabe, durch geschmackvolle Verbindung von
Tradition und Moderne neue Wege zu finden. Unsere
aktuelle Musikszene wird von zwei Faktoren bestimmt,
die mit der Altersgruppe der Plattenkäufer und mit
deren Geschmack zusammenhängen. Elektronik -
Rhythmusmaschinen, Sound - Computer und Synthesizer
beherrschen die ‘Charts‘, d.h. die Plattenfirmen
richten sich nach den konsumfreudigen Teenagern.
‘Mittelalter‘ und Senioren werden dabei sträflich
vernachlässigt. Diesem soziologischen Faktor
entspricht inhaltlich eine Veränderung der
Musikstruktur. Der ehemalige große Melodiebogen‘
einer Tanzkomposition (meistens 32 Takte) ist auf
ein vier- oder achttaktiges Thema geschrumpft, das
in monotoner Wiederholung dem Konsumenten
‘eingehämmert‘ wird. Die Folge ist das, was ich die
Melodienarmut der 80er Jahre nenne. Nach acht bis
zwölf Wochen verschwinden diese Titel
(verdientermaßen) auf Nimmerwiedersehen aus den
Charts. Dabei wächst die Zahl derer, die das alles
nicht mehr hören können, geschweige denn tanzen
wollen. Sie sehnen sich nach Musikstücken, die nicht
beliebig austauschbar sind.“
Was alt ist,
hat bewiesen,
dass es lebensfähig ist.
Edward V. Rickenbacker
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Alte Herren und Kometen werden aus dem
gleichen Grund verehrt :
wegen ihrer langen
Bärte und der Behauptung,
dass sie die
Ereignisse voraussagen.
Jonathan Swift
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Alt sein heißt für mich immer :
Fünfzehn
Jahre älter als ich.
Bernard Mannes Baruch |
>> (Bei allen
Zitaten handelt es sich nur um kurze
Auszüge). Ob alle Antworten unseren Anfänger
zufrieden stellen werden, ist ungewiss. Auf jedem
Fall scheuten die Autoren nicht, jedes Thema, das
den Tanz berührt anzugehen und er findet auch zu
jedem genügend Material. Es kommen sehr viele
Meinungen und Aussagen auf ihn zu, wodurch er
richtig zum Nachdenken angeregt wird. Manche davon
beschränken sich allerdings nicht nur auf das
Informative, sie gehen ein Schritt weiter und
bewerten, wodurch das Niveau des Buches etwas
angekratzt wird. Objektiv gesehen trugen die Autoren
ein enormes Wissen über den Tanz zusammen, das man
nicht anders als beeidruckend und imponierend
bezeichnen kann. Verzicht auf jegliche Bilder führt
dazu, dass alle über 300 Seiten voll mit
Informationen gefüllt sind. Geschichte, Tänze,
Tanzfiguren, Organisationen, Begriffe und, und, und.
Es ist alles da. Nicht alles wird unserer Anfänger
verstehen. Es finden sich Passagen, wo es von
Fachausdrücken nur wimmelt. Momente, wo der Fachmann
sich selbst in seinen vier Wänden eingeschlossen
hat. Nichts desto trotz, getrost können wir unserem
Anfänger dieses Buch empfehlen. Ob er bei einem
argentinisches Tango tanzendem Paar ein sportliches
Ereignis sehen wird, muss ihm überlassen werden,
doch durch Aufschlagen dieses Buches tätig er genau
das, was du, lieber Leser, vor kurzem durch
Anklicken dieses Webs getan hast : den ersten
Schritt in die faszinierende Welt des Tanzes.
Februar 2007 / 2009
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