france BIZET, GEORGES

Der französische Komponist der Romantik, Georges Bizet, ist vor allem dank seines Hauptwerkes, der Oper "Carmen", bekannt. Jedoch "Carmen" wurde bei der Uraufführung sehr kühl und deutlich ablehnend empfangen. Viele sehen in der großen Enttäuschung des Musikers nach diesem Ereignis die Ursache für seinen Nervenzusammenbruch und verfrühten Tod, der am 3. Juni 1875 in Bougival bei Paris eintrat. Georges Bizet gehört zu den Komponisten, die erst nach ihrem Tod so richtig entdeckt wurden. Den wahren Siegeszug seiner Oper "Carmen" erlebte der Komponist nicht. Er wurde am 25. Oktober 1838 in Paris als Alexandre - César - Léopold geboren. Der Sohn eines Gesanglehrers war ein Wunderkind. Es ging früh los bei ihm mit der Musik. Mit vier Jahren konnte er Noten lesen, mit sechs spielte er Klavier. Er studierte an dem Pariser Musikkonservatorium Klavier und Orgel und noch während des Studiums schreibt er seine I Sinfonie C-Dur, gerade mit 16 Jahren. Diese wird allerdings erst nach seinem Tode 1935 uraufgeführt, dafür aber bis heute gern gespielt. Den größten Teil seines Lebens widmete Bizet der Oper, ein wahrer Durchbruch war ihm aber nicht gegönnt. Seine Opern "Les pecheurs de perles" (1863), "La jolie fille de Perth" (1867) oder "Djamileh" (1872) wurden ähnlich wie "Carmen" ebenfalls kühl empfangen. Im Jahr 1857 gewann er den Prix de Rome, die Jahre 1858 - 160 verbrachte er in Italien. Zu Lebzeiten war er eher für seine Konzertkompositionen anerkannt. Kurz vor seinem Tode wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Georges Bizet wurde auf dem Friedhof Père - Lachaise in Paris beigesetzt. Er starb im Alter von 36 Jahren am Tag seines sechstes Hochzeittages, wenige Monate nach der Erstaufführung seines Hauptwerkes "Carmen".

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Carmen

Das bekannteste Werk von Georges Bizet, "Carmen", entstand in den Jahren 1874 -75. Am 3. März 1875 wurde die Oper in Paris uraufgeführt und erlebte eine große Schlappe. Gleichgültigkeit, Abneigung und Unverständnis, so wurde sie vom Publikum in Empfang genommen. Ein sehr großer Rückschlag für den Komponisten. Viel zu gewagt empfand man dieses Werk, indem auf einmal der Mensch aus der Gegenwart zum Hauptthema wurde. Bis jetzt pflegte man die Opernthemen aus der Vergangenheit zu schöpfen, aus Mythos und Legenden. Einer solcher Neuerung war das Pariser Publikum noch nicht gewachsen. Die Berühmten aus der Zeit wie Debussy, Nietzsche, Tschaikowski oder Brahms lobten dagegen den Autor und sprachen sich sehr positiv über das Werk aus. Der Autor selbst besuchte mehrere Aufführungen von "Carmen", blieb standhaft bei seiner eigenen Meinung und hielt seine Oper "Carmen" nach wie vor für eine der besten, die die Opernwelt der Gegenwart zu bieten hatte. Und mit Recht. Er selbst sollte dies nicht mehr erleben, aber nach und nach fand man Gefallen an dem Werk. Der Höhenflug von "Carmen" begann noch im Jahr seines Todes, nachdem sie im Herbst 1875 etwas verändert in Wien ausgestellt wurde. "Carmen" eroberte die Opernbühnen quer durch die ganze Welt, sprengte im Laufe der Jahre wie es nur wenigen klassischen Werken gelang, die Grenzen ihres Genre und gehört heute zu den bekanntesten und populärsten Musik - Werken weit über die Grenzen der Klassik - Welt hinaus.
Georges Bizet / Carmen

Vinyl LP
International Joker Production
Made in Italy

Norddeutsche Philharmonie unter der Leitung von Henry Adolph
Royal Danish Symphony Orchestra unter der Leitung von George Richter

Die bekanntesten Motive aus Carmen :

•   Overture   
•   Habanera   
•   Toreador   

Die Oper Carmen basiert auf der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée aus dem Jahre 1846. Sie entstand auf die Bestellung des Direktors der Pariser Oper Camille du Locle. Er machte Bizet mit der Novelle bekannt und so inspirierte er den Musiker für das kommende Musikstück.
"Carmen" erzählt die Geschichte einer Zigeunerin :

Die wunderschöne Zigeunerin Carmen, die in ihren Liedern von einer freien und ungezwungenen Liebe singt, wird festgenommen. Sie wurde bei einem Streit mit einer Arbeiterin der Zigarettenfabrik handgreiflich. Um zu entkommen, verführt sie den Brigadier Don Jose, der verliebt, ungeachtet der Konsequenzen, die schöne Zigeunerin freilässt. Wieder frei findet sich Carmen in einer Kneipe wieder, wo sich Musiker, Zigeuner und Soldaten auf einen Abenteuer hoffend bestens amüsieren. Carmen, gemeinsam mit ihren Freundinnen Frasquita und Mercedes, tanzt und singt bei dem Klang der spanischen Kastagnetten. Die Kneipe besucht auch Escamillo, ein Torero, der über seine heldenhafte Taten erzählt und das Interesse von Carmen zu gewinnen versucht.
Der Soldat Don Jose, der Carmen freigelassen hat, wurde inzwischen festgenommen und zum Arrest verurteilt. Nach der Freilassung eilt er zu Carmen, um ihr seine Liebe zu offenbaren, obwohl er mit Micaeli verlobt ist. Nach einem Streit mit einem Ranghöherem Offizier bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich der Schmugglergruppe, der auch Carmen angehört, anzuschließen, um wenigstens in ihrer Nähe zu sein. Das Lager der Schmuggler besucht die Verlobte Don Joses Micaeli, um die Zigeunerin Carmen zu sehen, die ihr ihre Liebe gestohlen hat.
Als man sich in der Stadt zu einem Stierkampf sammelt und Carmen taub auf die Rufe von Don Joses, doch noch zu ihm zurückzukehren, zu Escamillo eilt, nimmt der verzweifelte Soldat einen Dolch in die Hand und tötet sie.
Georges Bizet / Carmen LP

Carmen

Vinyl LP
Muza

Warsaw Philharmonic Symphony Orchestra unter Leitung von Jerzy Semkow.

Unzählige Veröffentlichungen von Carmen zeugen der Popularität und Bekanntheitsgrad der Oper. Bei dem Internet - Auktionshaus Ebay findet man eine wahre Parade an Schallplatten, CDs, DVDs und anderen Veröffentlichungen die alle gemeinsam die Überschrift Carmen tragen. Dicht daneben auch ganz großes Filmangebot. Carmen wurde nämlich mehrmals verfilmt, zum ersten Mal 1918.

Georges Bizet / Zigeunerweisen

Pablo de Sarasate

Pablo de Sarasate : Zigeunerweisen (Op. 20 Nr.1)

Georges Bizet / Pablo de Sarasate : Carmen - Fantasie (Op. 25)

Camille Saint-Saëns : Introduktion und Rondo capriccioso Op. 28 Havanaise Op. 83

Der spanische Komponist virtuoser Violinmusik und hervorragender Geiger Pablo de Sarasate (Martín Melitón Pablo Sarasate y Navascués) wurde am 10. März 1844 in Pamplona geboren. Bekannt ist er vor allem dank seiner brillanten und oft verblüffenden Spieltechnik auf den höchsten Niveau. Auch er, ähnlich wie Georges Bizet, gehörte zu den musikalischen Wunderkindern seiner Zeit. Sein erstes öffentliches Konzert absolvierte er bereits als 8-Jährige. Zu seinen Hauptwerken gehören "Zigeunerweisen" und "Carmen-Fantasie". "Zigeunerweisen", bestückt mit unzähligen technischen Finessen, gehört zu den Paradestücken für Solovioline mit Begleitung. "Carmen- Fantasie" entspricht der damaligen Mode und Tradition, bereits bekannte Opernstücke anderer Komponisten zu "covern". Solche Fantasien waren zu der Zeit sehr beliebt. Unter anderen verarbeitete Pablo de Sarasate auch solche Themen wie "Don Giovanni" (Mozart) oder "Die Macht des Schicksals" (Verdi) neu. Der Komponist starb am 20. September 1908 in Biarritz.

Vinyl LP, Eurodisc