deutschland BRAHMS, JOHANNES

Johannes Brahms stammt aus einer armen Hamburger Familie. Er wurde hier am 7. Mai 1833 geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er zunächst bei seinem Vater, der ein Unterhaltungsmusiker war. Seit 1843 wurde er im Klavierspiel vom Eduard Marxsen unterrichtet. Brahms begann früh als Klavierspieler aufzutreten und konnte bereits als Teenager die Familie finanziell unterstützen. Er verdiente in der Zeit mit Klavierspiel in diversen Hamburger Tanzlokalen sein erstes Geld. Seit 1853 ist der junge Musiker unterwegs. Er gibt Konzerte, macht viele Bekanntschaften und schließt langhaltende Freundschaften. Zu den wichtigsten gehört die mit dem Ehepaar Clara und Robert Schumann. Schumann zeigte sich begeistert von dem jungen Komponisten und gab ihm durch die Bezeichnung "Beethovens Erbe" einen Karriereschub. Nach dem Tod von Robert Schumann ging Brahms nach Düsseldorf um Clara mit ihrer Familie zu helfen. Er verliebt sich in die Pianistin und es entsteht eine Beziehung, die später Anlass zu unzähligen Spekulationen gab. In den Jahren 1857 - 1859 ist er Pianist und Dirigent am Hof in Detmold. 1863 verlässt er Deutschland, zieht nach Wien und wird hier Leiter der Wiener Singakademie. In den Jahren 1872 bis 1875 wird er in Wien Dirigent der Gesellschaft der Musikfreunde. Der Brahms - Ruhm begann 1868 mit seinem Werk "Deutschen Requiem", der im Bremer Dom uraufgeführt wurde. "Deutschen Requiem" wurde sehr positiv aufgenommen, es folgten unzählige Folgeaufführungen die den Beginn des Ruhms und Wohlstands des Musikers markierten. Dies ermöglichte ihm u.a. die Förderung von jungen Komponisten wie z.B. Antonin Dvorak. Bei dem Musiker wurde in den letzten Jahren seines Lebens Leberkrebs diagnostiziert, er starb im Alter von 64 Jahren am 3. April 1897. Kurz nach dem Tod seiner engen Freundin Clara Schumann, die 1896 starb.

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Kurz gefasst
  • Brahms schrieb Musik in allen Gattungen außer Oper. Zu seinen Werken zählen die Werke: 4 Symphonien, 2 Orchesterserenaden, "Haydn-Variationen" für Orchester, 2 Konzertouvertüren, 2 Klavierkonzerte, l Violinkonzert, Doppelkonzert für Violine und Violoncello, 2 Streichsextette, 2 Streichquintette, 3 Streichquartette, Kammermusik, Klavier und Orgelwerke, "Ein deutsches Requiem", Chöre, Lieder u.a.
  • Persönlich galt Brahms als schwieriger und kompromissloser Mensch.
  • Der Musiker wird als der letzte große Vertreter der Klassik - Zeit angesehen. Zwar lebte Brahms in der Zeit der Romantik, meinte aber selbst, er sei zu spät geboren worden. So äußerte er seine Bindung zur Tradition. Nicht selten wurde seine Musik von seinen Zeitgenossen als veraltet betrachtet.
  • Die Arbeit an der 1. Sinfonie begann 1862, beendet wurde sie aber erst 1876. Gelegentlich wird die Sinfonie die 10. Sinfonie von Beethoven genannt. Ein Hinweis auf den großen Einfluss Beethovens auf den Musiker.

Johannes Brahms - Piano Quintet

Klavier Quintett F-Moll Op. 34
Das Klavierquintett gehört zu den angesehensten Werken Brahms im Bereich der Kammermusik und gehört zu den Meisterwerken des Genres. Es entstand in den Jahren 1861-1865, also kurz von dem "Ein Deutsches Requiem". Ein musikalisches Beleg aus der späten Jugend von Brahms.

The Warsaw Piano Quintet

Vinyl LP, Muza


Johannes Brahms - Zeittafel
  • 1833
    Geburt in Hamburg am 7. Mai.
  • 1843
    Begin der Ausbildung bei Eduard Marxsen.
  • 1857 - 1859
    Pianist und Dirigent am Hof in Detmold.
  • 1858
    Verlobung mit Agathe von Siebold, die später aufgelöst wurde.
  • 1863 - 64
    Chormeister der Wiener Singakademie.
  • 1868
    "Deutsches Requiem" wird vorgestellt. Das Werk gehört bis heute zu seinen populärsten Werken.
  • 1872 - 1875
    Direktor der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.
  • 1876
    Uraufführung der Sinfonie Nr. 1 Op. 68.
  • 1879
    Ausgezeichnet mit dem Ehrendoktor der Universität Breslau.
  • 1889
    Ehrenbürgerschaft der Stadt Hamburg.
  • 1896
    Clara Schumann stirbt. Kurz danach komponiert der Musiker "Vier ernste Gesänge"
  • 1897
    Tod in Wien am 3. April.

Einige bekannte Themen von Johannes Brahms

•   Ungarischer Tanz Fur Violin And Orchester : Nr. 5   
•   Piano Quintet in F-Moll Op.34 Scherzo (Allegro)   
•   Wiegenlied Op.49 No.4 (Lullaby)   
•   Klavierkonzert Nr.2 in B-Moll, Op.83 Allegro appassionato   
•   Ungarischer Tanz Nr. 1 Für Piano Duet G - Moll (Allegro molto)