griechenland CALLAS, MARIA

Zu beneiden sind diejenigen, denen es zu Lebzeiten der Ausnahmekünstlerin Maria Callas gelang, ein Vorstellungsticket zu ergattern und diese Operndiva live zu erleben. Legendär und überwältigend waren ihre emotionale Darbietung und charismatische Ausstrahlung, die vereint mit ihrem dramatischen Sopran sie zu dem größten Stern der Oper machten. Viele halten Maria Callas für die bedeutendste Sängerin des ganzen 20. Jahrhunderts, was auch mehr als oft mit der Bezeichnung "Primadonna Assoluta" unterstrichen wird. Maria Callas wurde am 2. Dezember 1923 in New York geboren. Ihre Eltern, Georg Kalogeropoulou und seine Frau Evangelia, verheiratet seit 1916, emigrierten 1923 aus Griechenland nach New York, wo Maria wenige Monate danach zur Welt kam. Später nimmt die Familie den Namen Callas an. Maria bekommt mit sieben eine musikalische Ausbildung und seit 1938, nachdem sich die Eltern getrennt haben und Mutter mit den Töchtern zurück nach Griechenland zog, studiert sie Gesang in Athen. Mit 16 Jahren debütiert sie auf der Bühne in einer Studentenaufführung, auf ihren richtigen Durchbruch muss sie aber warten, bis die Flamme des Zweiten Weltkriegs endgültig erloschen ist. 1946, wieder in den USA, schlägt sie überraschend zwei Angebote der Metropolitan Opera in New York aus und nimmt stattdessen 1947 ein Angebot an, das sie ins italienische Verona führt. Hier in Italien feiert sie ihre ersten großen Erfolge und wird zu einer der gefragtesten Opernsängerinnen des Landes. Gleich nach der Ankunft in Italien lernt sie den italienischen Unternehmer Giovanni Battista Meneghini kennen, den sie 1949 heiratet. Ihr Mann verzichtete nach der Heirat auf eigene Geschäfte und übernahm die Rolle des Managers der Sängerin. In den Folgejahren mehren sich erfolgreiche Auftritte der gefeierten Sopranistin, aber erst 1950 hat sie ihr Debüt in der Mailänder La Scala. In der Zeit unterschreibt sie ihren ersten Plattenvertrag und nimmt, sie war in der Zeit übergewichtig, ab. Damit ist sie für den kommenden ruhmreichen Aufstieg bestens gerüstet. Und der kommt. Die 50er Jahre sind die erfolgreichsten in Callas Karriere. In der Mailänder La Scala beginnt die berühmte "Callas - Ära", sie arbeitet mit den bedeutendsten Dirigenten ihrer Zeit zusammen, 1956 liegt ihr New York zu Füßen, 1958 fällt Paris. Sie wird weltweit enthusiastisch empfangen und kassiert für ihre Auftritte atemberaubende Gagen. In den Folgejahren zieht sich Maria Callas allmählich von der Bühne zurück und sucht erfolglos nach neuen Betätigungsfeldern. Ende der 50er Jahre beginnt sie eine Beziehung mit Aristoteles Onassis, die letztendlich zur Trennung von ihrem Ehemann führt und die Sängerin, die ohnehin ununterbrochen für Schlagzeilen sorgte und oft als "Skandalprimadonna" bezeichnet wurde, noch einmal in die Boulevardpresse katapultierte. Maria Callas starb 1977 zurückgezogen in Paris an Herzversagen.

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Meine Stimme verstörte die Leute von Gunna Wendt

Meine Stimme verstörte die Leute

Biographie von
Gunna Wendt

ISBN - 10: 3-8135-0237-6
ISBN - 13: 978-3-8135-0237-4


Kurz gefasst
  • Neben "Primadonna Assoluta" wurde Maria Callas auch "La Divina", die Göttliche, genannt.
  • Auch Jahrzehnte nach ihrem Tod bleibt Maria Callas sehr aktuell. 2007, zum 30. Jahrestag ihres Todes, erschien das Buch "Maria Callas - La Divina in Cucina: Die Entdeckung ihrer kulinarischen Geheimnisse". Hier brachte der Autor Bruno Tosi die teilweise noch handnotierten Rezepte zusammen und schrieb auf der Basis eine Biografie der Sängerin. Mit Einblicken in die kulinarische Gewohnheiten der 50er Jahre.
  • Mit Maria Callas erlebte die Oper einen weltweiten Neuanfang. Die Opern von Donizetti, Cherubini, Bellini oder Rossini waren bereits aus dem Repertoire großer Opernhäuser verschwunden. Callas nahm sie alle auf den Arbeitstisch und sorgte für einen erfolgreiches Comeback.
  • Leonard Bernstein über Maria Callas: "Die größte Sängerin der Welt".
  • Die Liebesaffäre der Sängerin mit dem griechischen Milliardär Aristoteles Onassis, die ihre Ehe mit Meneghini zerstörte, war nicht von Dauer. Der Reeder verlor das Interesse an der Sopranistin und heiratete 1968 Jacqueline Kennedy.
  • Bis heute rätselt man, warum und wie Maria in den Jahren 1952/54 so viel abgenommen hat. Das Thema beschäftigte immer wieder die Zeitungen, sie selbst verlor darüber kein Wort. Man spricht von 30 bis 40 Kilos, die sie in der Zeit, ohne eine Kur, abspeckte. Die Spekulationen reichten hier bis zu einem Bandwurm, den sie angeblich selbst runterschluckte. Die wahrscheinlichste Ursache für die Schlankheitskur war die zunehmende starke öffentliche Kritik ihres Aussehens. Nach dem Abwurf der nicht benötigten Kilos ging es der Sängerin deutlich besser. Sie zeigte sich modebewusst und ließ sich erstmals fotografieren.
  • Während des zweiten Weltkrieges trat Callas in Griechenland regelmäßig auf und bereits mit 17 machte sie sich dort einen Namen. Nach Beendigung des Krieges wurde ihr Vertrag mit der Athener Oper jedoch nicht verlängert. Die Ursache dafür war die Tatsache, dass während der deutschen Besatzung sie einfach weiter machte und sich nicht weigerte, wie alle ihre Mitstreiter vom Fach. Daraufhin verlies die Sängerin 1945 Griechenland und ging nach New York zurück.
  • Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre tauchten erste Probleme mit ihrer Stimme auf, die sich im Laufe der Zeit verstärkten. Aus diesem Grund schränkte Maria Callas ihre Bühnenaktivitäten stark ein und trat nur gelegentlich auf. Ihren letzten Auftritt hatte sie am 11. November 1974 in Sapporo / Japan.
  • In den 70er Jahren versuchte sie sich als Regisseurin. Ihre Inszenierung einer Giuseppe Verdi Oper fand aber nur wenig Applaus.
  • 2007 wurde Maria Callas für ihr Lebenswerk mit einem Grammy geehrt.
  • Das Album "Puccini: Tosca" mit Maria Callas (EMI 1953, Dirigent Victor DeSabata) wurde in die Grammy Hall of Fame aufgenommen.
  • Für Schlagzeilen sorgte unter anderen der Streit Callas mit Renata Tebaldi, einer italienischen Sopranistin. Beide Damen versteckten sich damit nicht, dass sie einander nicht mochten und äußerten ihre Meinungen über die Konkurrentin vorzugsweise öffentlich.
  • Einer der zahlreichen Skandale von Maria Callas fand 1958 statt. Als nach dem ersten Akt einer "Norma" - Aufführung das Publikum nicht so euphorisch reagierte, wie die Sängerin es gewohnt war, unterbrach sie einfach den Auftritt und erschien nicht mehr auf der Bühne. Trotz, dass im Publikum sich der Staatspräsident Italiens mit Gattin persönlich befand. Berichte von dieser "Beleidigung" auf höchster Ebene gingen rund um die Welt (und machten Callas noch populärer). Das Skandal ging in die Operngeschichte ein.
  • Maria Callas gehört zu den wenigen Oper-Stars, die weit über die Grenzen der Klassik - Welt bekannt und populär wurden. Der Ruf der legendären Sängerin erreichte auch die Tanzwelt. 1980 debütierte in Paris das Stück "Casta Diva" des französischen Ballet - Ensembles von Maurice Bejart. 1983 wurde in Bremer Tanztheater ein Ballettstück der deutschen Tänzerin und Choreografin Reinhild Hoffmann unter den Namen "Callas" aufgeführt.

Callas - Biographie einer Diva

Callas - Biographie einer Diva

Biographie
Nadia Stancioff

ISBN 3-7263-6571-0


Maria Callas - Immortal Opera Arias

Maria Callas -
Immortal Opera Arias

Maria Callas - Immortal Opera Arias

Immortal Opera. Arias - 1949-1955 recordings
CD 1: From Madama Butterfly and Tosca by Giacomo Puccini (1858-1924)
1-7:  from Madama Butterfly
8 - 21 : from Tosca
CD 2: From La Traviata, Rigoletto and Aida by Guiseppe Verdi (1815-1901)
1-9   from La Traviata
10-16  from Rigoletto
CD 3: From Italy and Wagner
1-5  from Aida by Guiseppe Verdi (1813-1901)
6 from Norma by Vincenzo (1801-1835)
7-8  from Lucia di Lammermoor by Gaetani Donizetti (1797-1848)
9-11 from Cavalleria rusticana by Pietro Mascagni (1863-1945)
12-13  from Pagliacci by Ruggero Leoncavallo (1857-1919)
14  from Tristan & Isolde by Richard Wagner (1813-1883)

Gewusst?
  • 1977
    1977 war kein gutes Jahr für berühmte Künstler. Neben Maria Callas beklagte die Welt den Tod der Filmikone Charles Chaplin.
    Der Tramp aller Tramps

Maria Callas - Zeittafel
  • 1923
    Geburt in New York am 2. Dezember.
  • 1926
    Die Familie nimmt den Namen Callas an.
  • 1937
    Trennung der Eltern. Die Mutter kehrt mit beiden Töchtern nach Griechenland zurück.
  • 1938
    Maria Callas beginnt das Gesangsstudium am Athener Nationalkonservatorium.
  • 1939
    Bühnendebüt als Santuzza in einer Studentenaufführung.
  • 1940
    Debüt als Sopranistin am Athener Opernhaus.
  • 1945
    Rückkehr in die USA.
  • 1947
    Reise nach Europa. In Italien lernt Maria Callas Giovanni Battista Meneghini kennen, ihren zukünftigen Mann.
  • 1949
    In Verona / Italien heiraten Maria Callas und Battista Meneghini.
  • 1950
    Debüt an der Mailänder La Scala.
  • 1956
    Debüt an der Metropolitan Opera New York.
  • 1958
    Rom - Skandal.
  • 1958
    Debüt in Paris an der Pariser Oper.
  • 1959
    Die Liebesbeziehung mit Aristoteles Onassis beginnt.
  • 1960
    Die Probleme mit der Stimme beginnen, die Auftritte werden eingeschränkt.
  • 1968
    Die Beziehung mit Onassis geht zu Ende.
  • 1974
    Letzter öffentlicher Auftritt als Sängerin in Japan.
  • 1977
    Tod in Paris am 16. September.

Einige Themen interpretiert von Maria Callas

•   Nabucco (Giuseppe Verdi)  
•   Aida (Giuseppe Verdi)  
•   Macbeth (Giuseppe Verdi)  
•   La Traviata (Giuseppe Verdi)  
•   Cavalleria rusticana (Pietro Mascagni)  
•   Tosca (Giacomo Puccini)  
•   Norma (Vincenzo Bellini)  
•   Madame Butterfly (Giacomo Puccini)  
•   Rigoletto (Giuseppe Verdi)  
•   La Bohème (Giacomo Puccini)  
•   Turandot (Giacomo Puccini)  
•   Carmen (Georges Bizet)  

Die Kunst der Selbstinszenierung

Die Kunst der Selbstinszenierung

Maria Callas oder die Kunst der Selbstinszenierung
von Gunna Wendt

ISBN - 10: 3-89487-537-2

ISBN - 13: 978-3-89487-537-4


Mmaria_callas_postkarte

Maria Callas -
Postkate mit Spruch

Richtige Freunde sind etwas sehr besonderes

Gutsch Verlag
www.gutschverlag.de