austria HAYDN, JOSEPH

Joseph Haydn, der österreichischer Musiker der Klassik - Zeit zählt neben Beethoven und Mozart zu dem großen Dreier der Wiener Klassik, der musikalisch das XVIII - Jahrhundert prägte und zählt zu den Schlüsselfiguren bei der Entwicklung des klassischen Stils. Er wurde am 31. März 1732 in dem kleinen Dorf Rohrau im Burgenland geboren. Seine Eltern waren Mathias und Anna Maria Koller. Seit 1738 lernte er Musik in Hainburg, danach bekam er Violin- und Klavierunterricht in Wien. Da er eine sehr schöne Stimme hatte, sang er auch in einem Chor am Wiener Stephansdom. Danach bestritt er seinen Lebensunterhalt als Gelegenheitsmusiker und Komponist. Gelegenheitsaufträge bekam er u.a. von N. Porpora, bei dem er auch Klavierstunden nahm. 1755 komponiert er im Auftrag von Joseph Freiherr von Fürnberg sein erstes Streichquartett. Zwischen 1757 und 1759 arbeitet er bei dem Fürst Morzin als Kapellmeister, wo weitere seiner Kompositionen entstehen. Seit 1761 ist er in der Hofkapelle des Fürsten Nikolaus von Esterhazy tätig, wo er bis zum Tod des Fürsten 1790 geblieben ist und es bis zum Kapellmeister brachte. Gleichzeitig wurde er in der Zeit bekannt und berühmt. Seitdem von Esterhazy ein neues Schloss mit Theater erbaute, spielte bei Haydn auch die Oper eine große Rolle. Zu seinen ersten Werken in dem Bereich gehören "La Canterina" (1766) und "Lo Speziale" (1768). Während zwei Bränden in den Häusern des Komponisten (1768, 1776) gingen viele seine Kompositionen verloren. Nach 1790 verbleibt der Komponist in Wien, reist aber öfter nach England, wo er viele Erfolge feiert. 1791 bekam er von der Oxford Universität die Auszeichnung "Gradum Doctoris In Musica Honoris Causa". Seit 1795 führt er das Orchestra von Nikolaus II Esterhazy, dem Nachfolger des verstorbenen Nikolaus I. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Haydn überwiegend in Wien, in den letzten sechs Jahren komponierte er nicht mehr. Haydn kannte persönlich Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart. Der Musiker starb im Alter von 77 Jahren in Wien am 31. Mai 1809.

haydn_joseph

Videos auf Youtube
MP3 bei Musicload.de
Aktuelles bei Amazon
Ebay Auktionen
Konzertkarten bei Eventim



Joseph Haydn - Zeittafel
  • 1732
    Geburt am 31. März in Rohrau, Niederösterreich.
  • 1738
    Grundausbildung in Hainberg.
  • 1740
    Aufenthalt in Wien, Chor am Stephansdom.
  • 1759
    Kapellmeister des böhmischen Grafen Morzin in Lukavec.
  • 1759
    Entstehung der Synfonie nr. 1
  • 1760
    Ehe mit Maria Anna Keller. Die Ehe verlief unglücklich, das Paar trennte sich.
  • 1761
    Stellung bei dem Fürsten Nikolaus von Esterhazy als Vizekapellmeister, seit 1766 als Kapellmeister.
  • 1790
    Tod von Fürst Nikolaus, Aufenthalt in Wien.
  • 1791
    Doktorwürde der Universität Oxford.
  • 1792
    Haydn lernt Beethoven kennen und wird sein Lehrer.
  • 1796
    Das Trompetenkonzert entsteht.
  • 1798
    In Wien wird "Schöpfung" mit großen Erfolg uraufgeführt.
  • 1809
    Tod in Wien am 31. Mai.

Symphony No. 73 / 96

Symphony No. 73 / 96

Joseph Haydn

Symphony No. 73 "La Chasse"
Symphony No. 96 "The Miracle"

Prague Chamber Orchestra
Made in Czechoslovakia

Vinyl LP, Supraphon

Der Kopf

Der Tod von Joseph Haydn fand in der Zeit der napoleonischen Kriege statt. Die Hauptstadt Wien wurde in der Zeit von den Franzosen besetzt. Dies führte dazu, dass das Begräbnis von Haydn in Wien, der am 31. Mai 1809 starb, nur in einem kleinen Rahmen stattfand. Die Überreste des Musikers sollten zu späterem Zeitpunkt nach Eisenstadt überführt werden. Die Exhumierung zwecks einer Überführung fand erst 1820 statt. Haydn sollte in der Bergkirche in Eisenstadt bestattet werden. Bei der Exhumierung stellte man aber überraschendeweise fest, dass der Kopf von der Leiche abgetrennt wurde und verschwunden war. Die Polizei wurde eingeschaltet, konnte aber nichts feststellen. Die neue Bestattung in Eisenstadt fand also vorerst ohne Kopf des Musikers statt. Die peinliche Angelegenheit wartete mehrere Jahrzehnte, bis sie dann schließlich doch noch aufgeklärt werden konnte. Der Kopf wurde im Juni 1809 von Joseph Carl Rosenbaum entwendet. Rosenbaum stammte aus dem direkten Umfeld von Esterházy. Man wollte den Kopf untersuchen, um festzustellen, ob und wo sich dort das musikalische Genie Haydns befindet. Danach begann für den Schädel eine lange Odyssee, er wechselte mehrmals den Besitzer bis er schließlich 1895 in den Besitz der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien gelangte. Dort blieb er bis 1954. Erst dann, das sind 145 Jahre nach dem Tod des Musikers, kehrte der Kopf zu den restlichen Überresten zurück und fand in Haydns Sarkophag in der Bergkirche von Eisenstadt seine letzte Ruhestätte.
2009 feierte man den 200. Todesjahr des Musikers. Dies taten auch die Mitglieder der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, die an der Bösendorferstr. 12 in Wien ihren Sitz haben. Und erzählten diese Geschichte, die man wohl als eine der unglaublichsten Kriminalgeschichten der Geschichte überhaupt bezeichnen kann. [1]
Haydn - Trompetenkonzert

Trompetenkonzert

Haydn : Trompetenkonzert
W.A. Mozart - Eine kleine Nachtmusik
L. Mozart - Kindersinfonie C-Dur

Wiener Symphoniker
Heilbronner Kammerorchester

Vinyl LP, Fontana


Kurz gefasst
  • Die Ehe mit Marie Anna Keller blieb kinderlos.
  • Der jüngere Bruder Haydns, Johann Michael, wurde ebenfalls ein bekannter Komponist. Er lebte in Salzburg.
  • Zur Erholung und Entspannung legte sich Haydn gemeinsam mit seiner Frau einen Garten an. Hier pflanzten sie vor allem Blumen und Kräuter an. Der Garten mit einem kleinen Häuschen existiert bis heute und kann besichtigt werden. Er befindet sich in der Nähe der Altstadt in Eisenstadt in der Bürgerspitalgasse 2.
  • Das erste umfassende Verzeichnis aller Werke Haydns stellte der niederländische Musikwissenschaftler und Musiksammler Anthony van Hoboken (1887 - 1983) zusammen.
  • Zu den Werken von Joseph Haydn gehören 15 Messen, Oratorien, Kantaten, Komödien, Singspiele, 24 Opern, Arien, Klavierlieder, Kanons, 108 Symphonien, Instrumentalkonzerte, Bühnenmusiken, Tänze, Märsche, 77 Streichquartette, 126 Barytontrios, 29 Klaviertrios, 47 Klaviersonaten und viele andere.
  • Ludwig van Beethoven war ein Schüler von Haydn.




Weitere Themen :
[1] - Internetadresse des Beitrags der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (2011):
http://www.musikverein.at/monatszeitung/monatszeitungvoll.asp?idx=1120