deutschland WAGNER, RICHARD

Die Geburtsstätte von Wagner ist Leipzig, hier wurde er am 22. Mai 1813 als Wilhelm Richard Wagner geboren. Sein Vater war ein Polizeibeamter. Nach seinem Tod heiratete Richards Mutter Ludwig Geyer und die Familie zog nach Dresden. Der Musiker wurde ursprünglich hier, danach an der Thomasschule in Leipzig ausgebildet. Er interessierte sich dabei etwas intensiver für die Literatur als für die Musik. Danach beginnt er das Studium an der der Leipziger Universität. Im Jahr 1833 erhielt Richard Wagner seine erste Stelle als Chordirektor am Theater in Würzburg. Hier entsteht seine erste Oper "Die Feen". Kurz danach wird er zum Musikdirektor in Magdeburg. In der Zeit lernt er seine zukünftige Ehefrau Minna Planer, eine vier Jahre ältere Schauspielerin, kennen, die er 1836 heiratete. Das Paar zieht nach Kaliningrad und landet 1837 in Riga, wo Wagner eine Stelle als Musikdirektor am Theater bekam. Ein stets großes Problem in seinem Leben stellten die Finanzen dar. Der Musiker war permanent verschuldet und als die Gläubiger anfingen Druck zu machen, flieht er zusammen mit seiner Frau über die grüne Grenze nach London. Hier verbleibt das Paar allerdings nur kurz, die weitere Reise führt sie nach Paris. Bevor Wagner mit seinen Opern die ersten Erfolge feiern kann, leidet er in Paris an Armut und Abhängigkeit. Trotzdem gehört die Pariser Zeit zu seinen wichtigsten Lebensabschnitten. Unter anderem lernt er hier die ganz Großen der Zeit Giacomo Meyerbeer, Franz Liszt und Hector Berlioz kennen. Mit dem ungarischen Erneuerer Franz Liszt befreundete er sich sogar. Nach den erfolgreichen Uraufführungen von seinen Opern "Rienzi" und "Der Fliegende Holländer" wurde er zum Kapellmeister der königlichen Oper in Dresden ernannt, wohin er 1842 zurückkehrte. Die Stellung verliert er als er sich an der Mairevolte von 1849 beteiligt und sich auf die Seite der Revolution stellt. Nach der Zerschlagung des Aufstandes wird er gesucht und flieht nach Zürich. Hier lernt er die Mathilde Wesendonck kennen. Die Liebesaffäre mit ihr führt zum endgültigen Bruch seiner Ehe mit Minna. Seit 1959 ist Wagner auf Reisen durch ganz Europa, bis er schließlich 1864 in München landet. Hier konnte er 1865 sein Werk "Tristan und Isolde" aufführen. Zur seiner zweiten Frau wurde die Tochter Liszts, Cosima, die er 1870 heiratete. 1872 zieht der Musiker nach Bayreuth und baut hier ein Theater, wo er seine Werke aufführt. Richard Wagner starb am 13. Februar 1883 in Venedig.

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Richard Wagner - Zeittafel
  • 1813
    Geburt am 22. Mai.
  • 1822 - 1827
    Ausbildung an der Dresdner Kreuzschule.
  • 1833 - Chordirektor in Würzburg.
  • 1836
    Heirat mit der Schauspielerin Minna Planer.
  • 1839
    Flucht nach London.
  • 1842
    Rückkehr nach Dresden. Erfolgreiche Uraufführung von der Oper "Rienzi".
  • 1843
    Kapellmeister in Dresden.
  • 1849
    Teilnahme an dem Maiaufstand, Flucht nach Zürich.
  • 1864
    Ankunft in München.
  • 1865
    Tristan und Isolde wird uraufgeführt. Es dirigiert Hans von Bülow.
  • 1866
    Tod von Minna Planer, der Ehefrau von Wagner.
  • 1870
    Heirat mit Cosima.
  • 1872
    Übersiedelung nach Bayreuth.
  • 1876
    Eröffnung des Spielhauses in Bayreuth mit der Aufführung "Ring des Nibelungen".
  • 1883
    Tod in Venedig am 13. Februar.

Kurz gefasst
  • Aus ungeprüften Quellen geht hervor, dass Wagner der Sohn von Ludwig Geyer, einem Freund der Familie, ist. Nach dem Tod von Carl Wagner, dem Vater des Musikers, kümmerte sich Geyer um die Familie und heiratete ein Jahr später schließlich Johanna Rosina, die Mutter von Richard. Geyer war ein Schauspieler, Maler und Schriftsteller jüdischer Abstammung.
  • Während der Flucht nach London mussten die Eheleute Wagner über drei Wochen auf See verbringen. Diese Überfahrt auf Ost- und Nordsee machte einen unvergesslichen Eindruck auf den Musiker. Das Erlebnis wurde später in der Oper "Der Fliegende Holländer" verarbeitet.
  • Der zweiten Ehe des Musikers mit Cosima ging eine Affäre voraus. Das Verhältnis mit Cosima begann als sie noch mit Hans von Bülow verheiratet war. Wagner kannte Cosima seit sie fünfzehn war. Sie wurde 1837 geboren, war also 24 Jahre jünger als er. Ihre Liebe erklärten sie sich 1863. Vorerst lebten sie in einer wilden Ehe. Dies missfiel dem Freund Wagners Franz Liszt. Cosima war nämlich seine Tochter. Zwischen den beiden Musikern kam es zu Spannungen. Das erste gemeinsame Kind von Wagner und Cosima, Isolde, wurde 1865 geboren. Die Scheidung ihrer Ehe mit Hans von Bülow erfolgte 1870. Kurz danach heiratete sie Wagner. Insgesamt hatte das Paar drei Kinder : Isolde, Eva und Siegfried. Auch Eva und Siegfried wurden noch vor 1870, also vor der formalen Eheschließung, geboren.
  • Wagner war Vegetarier.
  • Wagner starb in Venedig an einem Herzanfall.
  • Zu den Bekannten von Wagner gehörte auch der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche. Anfänglich waren die Beziehungen zwischen den beiden nah freundschaftlich. Im Laufe der Jahre wandelte sich das Blatt und Friedrich Nietzsche wurde zu den heftigsten Gegnern und Kritikern Wagners Schaffens.
  • Einige Werke von Richard Wagner : Die Feen (1834), Rienzi (1837), Der fliegende Holländer (1843), Tannhäuser (1845), Lohengrin (1848), Tristan und Isolde (1859), Die Meistersinger von Nürnberg (1867), Der Ring des Nibelungen [ Das Rheingold (1845), Die Walküre (1856), Siegfried (1871), Götterdämmerung (1874) ], Parsifal (1882).

Richard Wagner - Opera

Richard Wagner
Overtures and Symphonic Excerpts from Operas

1.
- Die Meistersinger von Nürnberg
- Siegfried

2.
- Parsifal
- Der fliegende Holländer

Vinyl LP
Melodia, 1976

Richard Wagner - Overture, Sinfonie

Richard Wagner
Overtures and Symphonic Excerpts from Operas

1.
- Tannhäuser
- Lohengrin

2.
- Lohengrin
- Tristan und Isolde
- Die Walküre

Vinyl LP
Melodia, 1981

Gewusst?
  • Bayreuth
    Die in Nordbayern gelegene Stadt Bayreuth ist mit ihren 70.000 Einwohnern zwar nicht besonders groß, dafür aber weltweit bekannt. Der Grund für diese Weltberühmtheit sind die Bayreuther Festspiele, die hier jährlich im Bayreuther Festspielhaus auf dem Grünen Hügel stattfinden. Das Festspielhaus ist ein Werk von Richard Wagner. Der Grundstein für das Festspielhaus wurde 1872 gelegt. 1876 war der Bau fertiggestellt. Bei der Eröffnung wurde der "Ring des Nibelungen" aufgeführt. Unter den Zuschauer befanden sich u.a. Kaiser Wilhelm I. und König Ludwig II. Zu den Neuheiten in dem neuen Amphitheater zählte ein versenkbarer Orchestergraben. Wagner wollte nicht, dass die Zuschauer von dem eigentlichen Geschehen auf der Bühne abgelenkt werden.
    Neben den Bayreuther Festspielen finden in Bayreuth regelmäßig auch viele andere Musikveranstaltungen statt, sodass über Bayreuth regelmäßig berichtet wird. Anfang 2011 war Bayreuth wieder mal in aller Munde, das Thema änderte sich aber ein wenig. In der Stadt hat ihren Sitz die Universität Bayreuth. Der deutsche Politiker (CSU) und ehemalige Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg studierte und promovierte an der Uni. Im Februar 2011 wurden massive Plagiatvorwürfe gegen ihn bezüglich seiner Doktorarbeit laut, die schließlich dazu führten, dass dem Politiker sein Doktorgrad von der Universität Bayreuth aberkannt wurde und er selbst von allen politischen Ämtern zurückgetreten ist. Das mittlerweile unter dem eigenen Namen Guttenberg - Affäre bekannte Thema wurde breit diskutiert und zu Guttenberg mit harter Kritik von Medien, Parteien, Hochschulen und Wissenschaftlern konfrontiert. Die Guttenberg - Affäre wurde auch zum Top - Thema bei dem diesjährigen Karneval. In verschiedensten Formen verspotteten die Narren bei den Rosenmontagsumzügen den ehemaligen Minister. In Köln trugen sie z.B. Transparente mit der Überschrift: "Kopieren statt Studieren" und amüsierten sich dabei prächtig.
    Dank dem konsequenten Vorgehen der Bayreuther Uni wurde 2011 den aus Bayreuth strahlenden Klängen der Wagner Musik noch ein Ton hinzugefügt, nämlich der einer Botschaft, die besagt, dass Anstand und Moral sowie die Sehnsucht nach ihnen noch nicht ganz ausgestorben sind.

Die Großen Meister der klassischen Musik : Richard Wagner

Meister der klassischen Musik
- Tannhäuser (Overtüre)
- Die Meistersinger von Nürnberg
(Tanz der Lehrbuben, Vorspiel 3. Aufzug, Aufzug der Meistersinger)
- Der Fliegende Holländer (Overtüre)
- Lohengrin (Vorspiel)
- Tristan und Isolde (Vorspiel und Liebestod)
- Tannhäuser (Einzug der Gäste auf der Wartburg)

Sofia Philharmonic Orchestra
Budapest Symphony Orchestra

Tristan und Isolde

Die Oper "Tristan und Isolde", bezeichnet oft als ein Denkmal der unerfüllten Liebe, gehört zu den wichtigsten Werken des deutschen Komponisten Richard Wagner. Mit der Uraufführung des Werken, das 1859 fertiggestellt wurde, gab es allerdings riesige Probleme. Viele ungewohnte musikalische Schwierigkeiten haben verursacht, dass das Stück bald als unaufführbar galt. Im Jahr 1863, nach einem erneuten Anlauf für die Uraufführung in Wien, kapitulieren die Wiener Musiker, nachdem sie 77 Proben abgehalten haben. Erst 6 Jahre nach Fertigstellung der Oper, nach der Berufung Wagners durch Ludwig II. von Bayern nach München, gelang der neue Versuch. "Tristan und Isolde" wurde am 10. Juni 1865 am Münchner Hof- und Nationaltheater erfolgreich uraufgeführt.



Der Fliegender Holländer Den Stoff für die Handlung der Oper "Der Fliegender Holländer" lieferte Richard Wagner eine alte Sage von einem Geisterschiff am Kap der Guten Hoffnung.

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