usa CASH, JOHNNY

Als Johnny Cash am 12. September 2003 in Nashville Abschied von dieser Welt nahm, gehörte er längst zu den einflussreichsten Musikern des 20. Jahrhunderts und erlangte einen Bekanntheitsgrad, der weit über die Grenzen des Country-Genres hinaus reichte. In Laufe seiner Karriere schrieb der Musiker um die 500 Songs, setzte über 50 Millionen Tonträger ab und wurde mit 13 Grammy-Awards geehrt. Auf dem legendären Hollywood Walk of Fame ist seit 1991 sein Stern zu finden, seit 1992 hat er die Mitgliedschaft in der Rock and Roll Hall of Fame inne. Doch der Weg zum Ruhm war bei dem "Country-König" oder "Man in Black", wie er oft genannt wird, nicht einfach. Er stammt aus Arkansas, wo er am 26. Februar 1932 in Kingsland in ärmlichen Verhältnissen geboren wurde. Als er noch Kind war, zog die Familie ohne feste Bleibe von Ort zu Ort, je nachdem wo es gerade Aussichten für einen Job auf den Baumwollfeldern gab. Mit 18 Jahren kam er zur Air Force und wurde in Deutschland stationiert. Nach Beendigung seiner Dienstzeit ließ er sich 1954 in Memphis nieder und gründete dort eine eigene Band. Den ersten Plattenvertrag erhielt er bei Sun-Records. 1956 konnte er mit "I Walk The Line" (1956), einer Eigenkomposition, den ersten Millionenhit verbuchen. Danach wurde fast jeder seiner Songs zum Hit. Mit dem Erfolg stellten sich aber auch private Probleme ein. Johnny wurde drogen- und alkoholsüchtig, landete im Gefängnis, hatte Selbstmordabsichten und viele Frauengeschichten. Seine Ehe mit Vivian Liberto, mit der er vier Töchter Rosanne, Kathy, Cindy, Tara hatte, zerbrach 1966. Den weiteren Millionen Hit "Ring Of Fire" (1963) schrieb seine zweite Frau June Carter zusammen mit Merle Kilgore. Mit June hatte Johnny einen Sohn. Der Bariton-Sänger sympathisierte u.a. mit Häftlingen, berühmt wurden seine Konzerte in Gefängnissen. Eine seiner bekanntesten Platten "At San Quentin" (1969), die Aufnahmen aus einem Konzert in dem kalifornischem Gefängnis San Quentin State Prison enthält, stürmte erfolgreich die Charts und besetzte in den USA und Großbritannien für mehrere Wochen die Spitze. Die Bedeutung des Musikers wurde nicht zuletzt durch die Tatsache untermauert, dass die bekanntesten Künstler seiner Zeit, wie z.B. Elvis Presley, Bob Dylan, U2, Roy Orbison, Sheryl Crow oder Willie Nelson, gemeinsam mit ihm vors Mikro traten. Johnny Cash blieb bis zu seinem Tod musikalisch aktiv. Er starb im Alter von 71 Jahren an Lungenversagen.
(2008)

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Western Collection

Western Collection
Stagecoach

Den Country-Sänger Johnny Cash kennt man nicht nur als Sänger. Er spielte auch in vielen Filmen, wie z.B. in Stagecoach:

Die Handlung des Filmes "Stagecoach - Höllenfahrt nach Arizona" spielt sich um das Jahr 1880 ab. Der berüchtigte und gefürchtete Apachen - Häuptling Geronimo macht, indem er plündert und mordet, weite Strecken des Landes unsicher. Er überfällt die Siedlungen, Farmen, Postkutschen, Telegrafstationen, verbreitet Angst und Schrecken und entgeht geschickt jeder ihm gestellten Falle. In dieser von Attacken der Indianer gefährdeten Gegend fährt eine Postkutsche mit Reisenden aus Tonto nach Lordsburg. Mit am Bord der Revolverheld Doc Holiday und Ringo, ein Verbrecher, der unter der Aufsicht des Marshalls Curly Wilcox (Johnny Cash) unterwegs ist. Desweiteren fahren in der Gesellschaft ein Berufsspieler, eine Prostituierte, eine hochschwangere Frau, Spirituosenhändler und ein Bankier. Jedem von ihnen sind die Gefahren bekannt, doch jede hat seine Gründe, um sein Leben trotzdem auf Spiel zu setzen. Die Überfahrt würde möglicherweise ohne Zwischenfälle verlaufen, wäre die versprochene Kavallerieeskorte den ganzen Weg mit dabei. Die kehrte jedoch um und überließ die Reisenden ihrem Schicksal…


Kurz gefasst
  • Johnny Cash im Internet: www.johnnycash.com
  • 2005 drehte der amerikanische Regisseur James Mangold eine Filmbiografie über Johnny Cash "Walk The Line". In den Hauptrolle spielten Joaquín Phoenix (Johnny Cash) und Reese Witherspoon (June Carter). Der Titel des Filmes stammt von dem Hit des Musikers "I Walk The Line", der 1956 erschien und zu seinem ersten Millionenseller wurde.
  • Johnny Cash gehörte zu den "Stammbesuchern" des Weißes Hauses. Der Musiker kannte sehr gut alle Präsidenten und gab mehrere Konzerte im Weißen Haus. Besonders bekannt wurde seine Freundschaft mit dem Jimmy Carter, der als der Präsident der Vereinigten Staaten in den Jahren 1977 bis 1981 das Amt bekleidete.
  • Da sich seine Eltern auf einen Vornamen nicht einigen konnten hieß Johnny Cash ursprünglich J.R. Cash. Erst beim Eintritt in die US-Army wurde er in John R. Cash umgetauft. Den Künstlernamen Johnny Cash trug der Musiker seit er den Vertrag bei Sun Records unterschrieben hat.

  Die größten Hits von Johnny Cash

•   A Boy Named Sue (1969, GB #4, USA #2 / Jive)  
•   A Thing Called Love (1972, GB #4)  
(2013)

Columbo: Schwanengesang

Johnny Cash bei Columbo
- Schwanengesang

Kriminalfilm, USA 1974,
Regie: Nicholas Colasanto, John Cassavetes, Peter Falk, Buch: David Rayfiel, Dean Hargrove, Kamera: William Cronjager,
Mit: Peter Falk, Johnny Cash, Ida Lupino, Bonnie Van Dyke, William McKinney, John Dehner, Janit Baldwin.

Dritte Staffel
DVD,
Universal Pictures Germany GmbH
2006

Ein kleines Passagierflugzeug geriet in eine Schlechtwetterfront. Am Bord befindet sich der prominente Sänger Tommy Brown (Johnny Cash) mit seiner Frau Edna und Maryann, einer Sängerin aus seiner Begleitband. Da plötzlich die Heizung ausfällt, wärmen sich die beiden Frauen mit einer Tasse Kaffee. Der Inhalt des Kaffees ist jedoch präpariert und enthält Schlafmittel. Das spüren die beiden Frauen nicht, sie schlafen ein und nehmen den Flugzeugabsturz, der ihnen den Tod bringt, nicht mehr wahr. Der Pilot dagegen, der den Unfall inszenierte, bestens vorbereitet und mit einem Fallschirm ausgestattet, überlebt ihn. Er hat alles sehr gut durchdacht und konnte bis zum Schluss seinen Plan reibungslos durchführen. Er sah außer Mord keinen anderen Ausweg aus seiner Lage. Er ist ein berühmte Country - Sänger, der durch seine Konzerte Millionen einspielt, aber selbst nichts davon hat. Seine Frau Edna, eine fanatische Protestantin, investiert das ganze Geld in den Bau eines Gotteshauses, eines Tempels. Tommy möchte aber etwas mehr für sich, z.B. ein besseres Auto oder ein komfortableres Flugzeug. Seine Frau blieb trotz vielen Gesprächen hart: Das Geld kennt bereits schon seine Bestimmung. Der Sänger kann nichts machen, denn die Beziehung der beiden beruht auf einer Erpressung. Der Sänger hatte mal mit Maryann eine Affäre, als sie noch minderjährig war. Da entsteht der Plan, Edna aus dem Weg zu räumen, durch einen inszenierten Flugzeugabsturz. Wäre auf der Unfallstelle nicht plötzlich Inspektor Columbo erschienen, wäre wohl niemand dahinter gekommen, dass es sich hier um einen Mord handelt. Doch dem Inspektor fielen schnell einige kleine Ungereimtheiten auf und die Verfolgung wurde aufgenommen.
Bekannte Songs von Johnny Cash

•   Folsom Prison Blues (1956)   
•   I Walk The Line (1956)  
•   There You Go (1956)  
•   Home Of The Blues (1957)  
•   Ballad Of A Teenage Queen (1958)  
•   Big River (1958)  
•   Guess Things Happen That Way (1958)  
•   The Ways Of A Woman In Love (1958)  
•   You're The Nearest Thing To Heaven (1958)  
•   All Over Again (1958)  
•   Don't Take Your Guns To Town (1959)  
•   I Got Stripes (1959)  
•   Ring Of Fire (1963)  
•   The Matador (1963)  
•   Understand Your Man (1964)  
•   The Ballad Of Ira Hayes (1964)  
•   It Ain't Me, Babe (1964)  
•   Orange Blossom Special (1965)  
•   The One On The Right Is On The Left (1966)  
•   Jackson (1967)  
•   Rosanna's Going Wild (1967)  
•   Daddy Sang Bass (1968)  
•   A Boy Named Sue (1969)  
•   Blistered (1969)  
•   If I Were A Carpenter (1969)  
•   What Is Truth (1970)  
•   Sunday Morning Coming Down (1970)  
•   Flesh And Blood (1970)  
•   Man In Black (1971)  
•   A Thing Called Love (1971)  
•   Kate (1972)  
•   Oney (1972)  
•   Any Old Wind That Blows (1972)  
•   One Piece At A Time (1976)  
•   There Ain't No Good Chain Gang (1978)  
•   (Ghost) Riders In The Sky (1979)   

Besonders empfehlenswert:Johnny Cash
At Folsom Prison
1968
Zwei Live-Alben von Johnny Cash ragen besonders hervor: "At Folsom Prison" und "At San Quentin". "At Folsom Prison" erschien 1968 unter dem Label Columbia Records. Die Aufnahmen fanden in dem Gefängnis Folsom State Prison in Kalifornien vor 2000 Insassen statt. Das Album zählt zu den besten Live-Alben überhaupt. Das Magazin Rolling Stone setzte die Platte in dem Buch der 500 besten Alben aller Zeiten auf dem 88. Platz. In der Ausgabe 100 Meisterwerke von Musikexpress findet man stellvertretend für Johnny Cash das Album "American Recordings" aus dem Jahr 1994: "Der wahre Johnny Cash ist spätestens mit seinem American Recordings unsterblich geworden." In dem oben erwähnten Buch des Magazins Rolling Stone belegte "American Recordings" den 360. Platz. [1] Inhalt von "At Folsom Prison": Folsom Prison Blues, Dark As A Dungeon, I Still Miss Someone, Cocaine Blues, 25 Minutes To Go, Orange Blossom Special, The Long Black Veil, Send A Picture Of Mother, The Wall, Dirty Old Egg-Sucking Dog, Flushed From The Bathroom Of Your Heart, Jackson, Give My Love To Rose, I Got Stripes, Green, Green Grass Of Home, Greystone Chapel.
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Mad
[1] - Die 500 besten Alben aller Zeiten, Magazin Rolling Stone, Deutsche Ausgabe 2008
100 Meisterwerke, Musikexpress 2013