usa DAVIS, MILES

Der am 28. September 1991 in Santa Monica / Kalifornien gestorbene amerikanische Musiker gehört zu den bekanntesten, bedeutendsten, einflussreichsten und innovativsten Vertretern des Jazz. Bis zu seinem Tod begleitete und wirkte er bei allen Entwicklungsetappen des Jazz seit dem zweiten Weltkrieg mit. Er hinterließ nicht nur ein reichhaltiges Gesamtwerk, ihm verdanken unzählige Jazzmusiker den Einstieg, Durchbruch und Aufstieg in ihrer Jazzkarriere. Da wo sein Gegenüber, Duke Ellington, für große Bands komponierte und sie führte, spezialisierte sich Miles Davis auf kleine Gruppen von talentierten Jazzmusikern. Miles Davis wurde am 26. Mai 1926 in Alton / Illinois geboren. Wenig später zog seine Familie nach St. Louis. Die Bekanntschaft mit dem Instrument seines Lebens, der Trompete, machte er mit neun Jahren. Man hat sie ihm geschenkt. Noch bevor er zwanzig wurde, spielte er bei Eddie Randles Blue Devils. 1944 zieht er nach New York und startet hier, nachdem er u.a. zusammen mit Charlie Parker spielte, seine eigene Solokarriere. Seine erste Versuche bleiben vorerst unbemerkt, dieser Zustand sollte sich aber bald gewaltig ändern. Seine Aufnahmen aus der Zeit wurden später unter dem Titel "Birth Of The Cool" bekannt und berühmt. Heute kennen wir ihn als einen besonders produktiven Musiker, der bis zu vier Platten jährlich veröffentlichte. Er startet unermüdet immer wieder neue Bandprojekte in denen sich neue Jazz - Talente profilieren können. Er spielt mit den größten seiner Zeit, u.a. mit Herbie Hancock, Wayne Carter, Chick Corea oder Joe Zawinul und bleibt bis zu seinem Tod musikalisch aktiv. Im Jahr 2006 wurde Miles Davis in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, es fand sich auch ein Plätzchen für ihn in der St. Louis Walk of Fame sowie in der Big Band and Jazz Hall of Fame. Zu seinen wichtigen Platten zählen "Birth Of The Cool", "Bitches Brew", "In A Silent Way", "Kind Of Blue", "Miles Ahead", "Milestones", "Porgy And Bess" sowie "Sketches Of Spain".
(2011)

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Miles Davis - Kind Of Blue

Kind Of Blue

"Die vielleicht einflussreichste und meistverkaufte Jazz - Platte aller Zeiten"

Audio Cd
Columbia

Alle Kompositionen Miles Davis
Besetzung :
- Miles Davis : Trompete
- Julian "Cannonball" Adderley : Saxophon
- John Coltrane - Saxophon
- Wynton Kelly - Piano
- Bill Evans : Piano
- Paul Chambers - Bass
- Jimmy Cobb : Schlagzeug

Produktion : Irving Townsend
Inhalt:

•   So What (9:22)   
•   Freddie Freeloader (9:46)   
•   Blue In Green (5:37)   
•   All Blues (11:33)   
•   Flamenco Sketches (9:26)  
•   Flamenco Sketches (9:32, Alternate Take, Bonus Track befand sich nicht auf der Original - LP.)   
Besonders empfehlenswert:Miles Davis
Kind Of Blue
1959
"Kind Of Blue" ist das mit Abstand berühmteste Werk von Miles Davis und gehört zu Platten, die auch außerhalb der Jazz - Kreise bekannt sind. Die Aufnahmen wurden an lediglich zwei Tagen "erledigt". Die Musiker trafen sich zu den zwei Sessions im Columbia 30th Street Studio in New York City am 2. März und 22. April 1959. Laut Angaben von Columbia Records ging die Platte bisher über 6 Millionen Mal über die Ladentheke, eine für die Jazzwelt gewaltige Zahl, und ist damit das meistverkaufte Jazzalbum überhaupt. In dem Buch der "500 besten Alben aller Zeiten" des Magazins Rolling Stone steht "King Of Blue" auf dem 12. Platz. Auch zwei weitere Alben von ihm schafften es auf die Liste: "Bitches Brew" (Platz 95) und "Sketches Of Spain" (Platz 352).
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Kielce

Die größten Fans von Miles Davis dürften in Polen zu Hause sein. In der polnischer Stadt Kielce (Zentralpolen) befindet sich nämlich ein Denkmal des Musikers. Das Denkmal wurde dort am 28. September 2001 eingeweiht, zu dem zehnten Jahrestag des Todes des Musikers. Initiatoren des Vorhabens war der dortige Jazzclub. Der Autor des Denkmals ist der polnischer Bildhauer Grzegorz Łagowski. Bei der Stadt Kielce handelt es sich um ein Ort mit 200.000 Einwohnern, das Monument steht im Zentrum der Stadt. Das in Bronze erstelltes Denkmal hat eine Größe von 2,25 m und wiegt 400 kg. Die Stadt Kielce ist die einzige Stadt in Polen, in der ein Denkmal des Musikers steht. Interessant bei der Geschichte ist die Tatsache, dass Miles Davis niemals in Kielce gewesen ist. Dies soll aber nicht bedeuten, dass er nie in Polen zu Besuch war. Ganz im Gegenteil. Hier war er zweimal zu Gast und zwar bei dem Festival Jazz - Jamboree 1983 und 1988. Jazz stand schon immer hoch im Kurs in Polen. Das Festival Jazz - Jamborre gehört zu den bekanntesten und ältesten Jazz - Festivals Europas. Jazz Jamboree gibt es bis heute und es traten hier bis jetzt viele namhafte Jazz - Musiker der Nachkriegszeit wie Dizzy Gillespie, Duke Ellington oder Woody Herman auf. Das Festival findet allerdings nicht in Kielce sondern in der polnischen Hauptstadt Warschau statt. Warum gerade in Kielce das Denkmal von Miles aufgestellt wurde, bleibt nun Mal ein kleines Geheimnis.
Jazz - Jamboree PlattenZu dem Jazz - Jamboree erschienen zahlreiche Schallplatten. Hier zwei Ausgaben, aus dem Jahr 1978 und 1979:

Kurz gefasst
  • In New York machte Davis Bekanntschaft mit den Drogen und erlag ihnen. Seine folgende Drogenabhängigkeit beeinflusste auch streckenweise sein musikalische Schaffen. Um das Problem zu lösen, wandte er sich an seinen Vater und konnte mit seiner Hilfe die Abhängigkeit erfolgreich besiegen. Um den Zustand zu stabilisieren blieb er von New York vorerst fern und ging nach Detroit.

Miles Davis - Die Autobiographie

Miles Davis
Die Autobiographie

Heyne Verlag München
ISBN 978-3-453-17177-0
Originaltitel :
Miles. The Autobiography
übersetzt von Brigitte Jakobeit

"Die Autobiographie des wundervollen, des schrecklichen, des zarten, des brutalen, des weisen, des naiven, des göttlichen und des teuflischen Miles Davis ist weit nützlicher als die Produkte aller Jazz-Evangelisten."
DIE ZEIT

Die Miles Davis Autobiographie erschien 1989. Seine Lebensgeschichte erzählte er Quincy Troupe, dem amerikanischen Schriftsteller und Journalisten. Zehn Jahre später, 1999, veröffentlichte Troupe das Buch "Miles And Me", in dem er seine Beziehung zu Miles Davis schildert.

Insgesamt war Davis drei Mal verheiratet. Seine erste Frau war Frances Taylor, die zweite Ehe hatte er mit der Sängerin Betty Mabry, die dritte mit der Schauspielerin Cicely Tyson. Miles hatte viele Frauengeschichten, da er aber seine Frauen "mies" behandelte und gelegentlich gewalttätig wurde, verließen sie ihn nach und nach. Auch keine von seinen drei Ehen war von Dauer. Davis und Taylor heiraten 1960, 1968 ist die Scheidung durch. Frances Taylor lernte er 1953 bei einem Trip nach Kalifornien kennen. Sein Kumpel Buddy hat die beiden zusammengebracht - "Sie war so schön, dass mir fast die Luft wegblieb" - erinnert er sich in seiner Autobiographie. Frances war eine Tänzerin. Die Beziehung mit Frances ähnelte anfangs ehe einer flüchtigen Bekanntschaft. In der Zeit hatte Miles Drogenprobleme, Frances war dabei ihre Karriere voranzutreiben und war stets unterwegs. Als Miles wieder nach New York zieht, bricht der Kontakt vorerst ab. Miles hat in der Zwischenzeit mehrere Affären "Aber Frances Taylor - die Tänzerin, die ich 1953 in Los Angeles kennen gelernt habe - ging mir nicht aus den Kopf". Die Karriere brachte Frances 1958 nach New York und das Paar kam wieder zusammen. Frances besuchte alle Tanzvorstellungen in der Stadt und nahm Miles immer mit. Als Tänzerin stieg sie zu einem Superstar auf und für das Musical "West Side Story" erhielt sie die "Best Dancer" - Auszeichnung. Für sie trennte sich Miles von allen anderen Frauen und wurde, völlig überraschend für ihn selbst, eifersüchtig. Kein Wunder. Frances war eine Schönheit und wurde von vielen Männer begehrt, wie Miles berichtet auch von Marlon Brando und Quincy Jones. Ihr widmet der Musiker auch das Stück "Fran Dance" ("Put Your Little Foot Right Out"). Nachhinein erinnert er sich : "Frances war die beste Frau, die ich jemals hatte, und wer immer sie bekommt, kann froh darüber sein." Eine etwas späte Einsicht. Dass Frances eine etwas außergewöhnliche Erscheinung war, zeigt sich an dem Verhalten der New Yorker Autofahrer : "Frances und ich wohnten zusammen in meinem Appartement oben an der Zehnten Avenue und sobald wir auf der Straße auftauchten, brach der Verkehr zusammen."
Porgy and Bess - CDDie Gershwins Musik zu Porgy And Bess ist stets sehr beliebt gewesen. Es zeigt sich an vielen Neuaufnahmen, die von anderen Musikern, z.B. Louis Armstrong oder Ray Charles, gemacht wurden. Miles Davis machte sich an Gershwins "Porgy And Bess" zusammen mit Gil Evans. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit war das gemeinsame Album "Porgy And Bess", das 1958 veröffentlicht wurde.

Miles Davis TicketMiles davis - Ticket 1989
Fernsehaufzeichnung