usa HOLIDAY, BILLIE

Neben Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan und Mildred Bailey zählt Billy Holiday zu den bedeutendsten Vokalistinnen des Jazz. Sie kam am 7. April 1915 in Philadelphia zur Welt, starb jung mit 44 Jahren am 17. Juli 1959 in New York. Bekannt war sie auch unter dem ihr von ihrem mehrjährigen Freund und Partner Lester Young gegebenen Spitznamen "Lady Day". Als Billy zur Welt kam, waren ihre Eltern noch Teenager. Die Mutter war 13, der Vater 15 Jahre jung. Ende der 20er Jahre zieht sie mit ihrer Mutter nach New York und bekommt in einem Harlemer Klub als Sängerin ihre ersten Engagements. 1933 hört sich ihre Performance der Plattenproduzent und Musikkritiker John Hammond an und ist voll beeindruckt. Noch im gleichen Jahr hilft er Billy bei ihren ersten Plattenaufnahmen, bei denen u.a. Benny Goodman mit von der Partie ist. In der Zeit bekommt sie ihren ersten Plattenvertrag. Billy Holiday nimmt nachfolgend während ihrer Karriere über 350 Platten auf, die sie weltweit populär machten. Sie stand auf der Bühne mit vielen namhaften Musikern zusammen. Sie sang seit 1935 mit dem Orchester von Teddy Wilson, seit 1937 arbeitet sie mit Count Basie zusammen und danach mit Artie Shaw. Zu ihren weiteren Partnern zählen u.a. die Saxophonisten Ben Webster, Lester Young und Johnny Hodges oder die berühmten Jazztrompeter Bunny Berigan und Roy Eldridge. Neben zahlreichen USA Tourneen absolvierte Billy Holiday 1954 und 1958 zwei Europatourneen. Bereits Mitte der 40er Jahre galt sie als die beste Jazzsängerin der Gegenwart. Nicht zuletzt ihre tragischen und erschütternden Lebenserfahrungen, in denen sich Vergewaltigung, Prostitution, Verhaftung und Diskriminierung gegenseitig abwechselten, brachten die Sängerin in die Welt des Alkohols und der Drogen. Die Sucht wirkte sich im Laufe der Jahre negativ auf die Gesundheit und Stimme der Sängerin aus. Alle Entzugsversuche schlugen fehl. 1958 wurde sie wegen Herzprobleme und Leberzirrhose zum ersten Mal in ein Krankenhaus eingewiesen. 1959 verstarb sie im Metropolitan Hospital in New York und wurde auf dem Saint Raymonds Cemetery bestattet. 2000 wurde Billiy Holiday Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
(2008)

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Billie Holiday - Greatest HitsBillie Holiday
Greatest Hits

Audio CD, Galaxy Music Ltd, 1994

01. God Bless The Child (Holiday / Herzog)
02. Miss Brown To You (Version 1) (Robin / Whiting / Rainger)
03. Why Not Take All Of Me (Simons / Marks)
04. Strange Fruit (Allan)
05. My Man (Version 1) (Charles / Yvain / Willemetz / Pollack)
06. Billie's Blues (Holiday)
07. Lover Come Bock To Me (Romberg / Hammerstein)
08. Everything A Good Man Needs (Trad.)
09. Ain't Nobody's Business (Grainger / Robbins)
10. Them There Eyes (Pinkard / Tracey / Tauber)
11. Nice Work If You Can Get It (Gershwin)
12. Don't Be Late (Shovers)
13. What A Little Moonlight Can Do (Woods)
14. When Your Lover Has Gone (Swan)
15. Just Friends (Klenner / Lewis)
16. I'm Restless (Trod.)

Kurz gefasst
  • 1956 erschien die Autobiografie von Billy Holiday "Lady Sings The Blues".
  • 1972 erschien der Film über das Leben von Billie Holiday des kanadischen Filmregisseurs Sidney J. Furie "Lady Sings The Blues". Die Hauptrolle übernahm die amerikanische Soul-Sängerin Diana Ross. Sie wurde für ihre Rolle für den Oscar als beste Schauspielerin nominiert, der Film bekam insgesamt fünf Oscar-Nominierungen.

  Die größten Hits von Billy Holiday

•   Riffin' The Scotch (1934, USA #6)  
•   Twenty-Four Hours A Day (1935, USA #6)  
•   These Foolish Things (Remind Me Of You) (1936, USA #5)  
•   No Regrets (1936, USA #9)  
•   A Fine Romance (1936, USA #9)  
•   The Way You Look Tonight (1936, USA #3)  
•   Who Loves You (1936, USA #4)  
•   I Can't Give You Anything But Love (Dear) (1936, USA #5)  
•   Pennies From Heaven (1937, USA #3)  
•   I've Got My Love To Keep Me Warm (1937, USA #4)  
•   This Year's Kisses (1937, USA #8)  
•   Carelessly (1937, USA #1)  
•   Mean To Me (1937, USA #7)  
•   A Sailboat In The Moonlight (1937, USA #10)  
•   Getting Some Fun Out Of Life (1937, USA #10)  
•   I'm Gonna Lock My Heart (1938, USA #2)