 |
Michael Jackson
Beat It
Get On The Floor
aus dem Album Off The Wall
Vinyl Single, CBS, 1982 |
Panther Dance
 |
BLACK OR WHITE
Wollte oder konnte man es nicht verstehen? Nach
einer längeren Pause meldete sich Michael Jackson
1991 mit der Single Black Or White, einem Stück, das
bis heute zu den absoluten Popklassikern gehört,
zurück. Das, was die Menschen und die Presse damals
in helle Aufregung versetzte, war das begleitende
Clipvideo. Die Erdkugel voll im Griff von Musik und
Tanz. Musik und Tanz stehen über alles und verbinden
alle. Das ist die Hauptbotschaft von Michael Jackson
in diesem Clip. Gemeinsam, respektvoll einhaltend
die jeweiligen Traditionen verschiedenen Völker,
tanzt Michael mit Russen vor den Kreml - Türmen, mit
afrikanischen Kriegern am Lagerfeuer, mit
Tänzerinnen aus den Fernosten und Orient, mit
amerikanischen Indianern, mit Kindern. Unterstrichen
wird die Botschaft mit Bildern von tanzenden
Menschen aller Völker und Hautfarben, deren
Gesichter fließend ineinander übergehen.
Völkerverständigung, wie man es besser nicht zum
Ausdruck bringen kann. Bis dahin ist die Welt auch
in Ordnung, bis plötzlich Michael sich aus einem
schwarzen Panther, in den er sich verwandelt hat,
zurückverwandelt, auf ein Auto springt und es zu
zerstören beginnt. |
Doch in Wirklichkeit werden keine Autos, Fenster
oder Scheiben zerschlagen. Der plötzliche Angriff
von Michael richtet sich gegen alles, was eben diese
von ihm angeprangte Idylle des friedlichen
Miteinanders sein, gefährdet. Zuerst musste das
wohlbekannte, schwarze Hakenkreuz dran glauben,
Kuckucksklan usw. usw. Und trotzdem, die letzten
Szenen des Videos führen zur großer Aufregung. Warum
eigentlich ? Was können die Menschen im Jahr 1991
dagegen gehabt haben, dass man die Werte, die das
menschliches Miteinander, friedlich und konfliktlos,
im Tanz und mit Musik, gefährden, einfach zu
zerstören sucht? Zumindest zwei Gründe drängen sich
in den Vordergrund. Was hier noch nicht erwähnt
worden ist, ist die Tatsache, dass sich Michael in
den letzten Szenen ziemlich oft im Schritt angefasst
hat und mit seinem Reißverschluss spielte.
Szenen, die im damaligen, prüden Amerika auf
Ablehnung stoßen mussten.
Auf der anderen Seite, hätten die Reaktionen als
Beleg dafür dienen können, dass sich die Beziehung
der Menschen zur Gewalt drastisch geändert hat. Auf
Gewalt mit Gewalt zu antworten ist nicht immer, wenn
auch immer wieder unausweichlich, der richtige und
einzige Weg. Eine ausgestreckte Hand kann manchmal
mehr bewirken.
BBC schneidet die "brutalen" Szenen einfach raus,
andere Sender folgen. Michael meldet sich
schließlich zum Wort, entschuldigt sich und lässt
die Szenen ebenfalls ausschneiden.
"Es bestürzt mich, daran zu denken, dass der Titel
,Black Or Wbite' Kinder oder Erwachsene zu
destruktivem Verhalten anregen könnte, sei es nun
sexuell oder gewalttätig. Ich wollte immer ein gutes
Vorbild sein und habe daher diese Änderungen
vorgenommen, um jede Möglichkeit einer nachteiligen
Auswirkung auf das Verhalten der Zuschauer
auszuschließen. Ich bedaure es zutiefst, wenn der
letzte Teil von ,Black Or White' Leid oder Schmerz
bei Kindern, ihren Eltern oder anderen Zuschauern
hervorgerufen hat."
Michael Jackson - 15. November 1991
(Quelle : Michael
Jackson, die komplette Chronik, von Adrian Grant)
Dieses Video drehte für Michael Jackson in Los
Angeles, Kalifornien John Landis, der auch schon
früher für den Künstler tätig war. Der Videoclip
selbst gehört u.a. durch die angewandte
Schnitttechnik und andere technische Effekte,
bezogen auf die Entstehungszeit zu den absoluten
Meiserwerken. Mit Herstellungskosten von ca. 4-5
Millionen Dollar gehört er auch zu den teuersten,
der je aufgenommen worden ist. |
Was kann ich mehr geben?
 |
Wie viele Menschen werden noch sterben müssen, bevor wir
verstehen,
Wie viele Kinder werden noch weinen müssen, bevor wir
alles tun, was wir können?
Eine Ehren - Eintrittskarte für das Konzert "Michael
Jackson & Friends" am 27.06.1999 im Olympiastadion
München.
Es handelt sich hier um eins von zwei Benefizkonzerten,
die in Seoul und München 1999 stattfanden. Das Motto
dieser "Das Abenteuer Menschlichkeit" - Konzerte war
Titel des Songs "What More Can I Give?" (Was kann ich
mehr geben?). Das Projekt stellte Michael Jackson u.a.
im deutschen Fernsehen im März 1999 bei Thomas
Gottschalks "Wetten daß...? vor. Die Auswahl der beiden
Konzertstädte war kein Zufall. Das vereinte Deutschland
sollte die Koreaner, die weiterhin in einem geteilten
Land leben, zu einem ähnlichen Schritt ermutigen. Die
Fans konnten ihren Star in der Saarbrücker Saarlandhalle
erleben. Das Konzert in München am 27. Juni 1999 war
sein letzter Auftritt in Deutschland. Das Konzert in der
Hauptstadt Südkoreas Seoul fand am 25. Juni 1999 statt.
"What More Can I Give?" hat eine eigene Geschichte. Der
Song, der aus der Zeit des Albums "Invincible" stammt,
entstand im Jahr 1997 auf Neverland. Ein Treffen mit dem
Nelson Mandela hat den Michael dazu inspiriert.
Anschließend wurde der Titel zwei Mal, 1999 und 2001 neu
aufgenommen. Es sollte eine Single mit dem Titel
herausgegeben werden und der Song sollte hinterher mit
auf das Album "Invincible". Dazu kam es allerdings nie.
"Invincible" musste ohne "What More Can I Give?"
auskommen, und eine Single gab es auch nicht. Schuld
daran war ein Streit mit Sony Music. 1999 wollte Michael
den Song im Duett mit Luciano Pavarotti performen,
der italienische Tenor sagte aber kurzfristig ab. Eine
Wiedegeburt erlebte "What More Can I Give?" im Jahr
2001. Der Anlass dafür waren die Terror - Anschläge vom
11. September 2001. Michael Jackson sammelte mehrere
Künstler um sich, mit dem Ziel eine Single aufzunehmen.
Die Erträge aus dem Verkauf sollten den wohltätigen
Zwecken zugute kommen. Auch diese Single ist nie
erschienen. Dafür gab es eine Download - Aktion im
Internet, die Erträge wurden an
Wohltätigkeitsorganisationen gespendet. Von "What More
Can I Give?" gibt es auch eine spanische Version mit dem
Titel "Todo Para Ti". Neben Michael Jackson performten
das Stück Anastacia, Beyoncé Knowles, Usher, Carlos
Santana, Shakira, Tom Pretty, Celine Dion, Gloria
Estefan, Mariah Carey, N`Sync, Ricky Martin und viele
andere. |
|