usa ORBISON, ROY

Der amerikanische Rocksänger Roy Orbison wurde als Roy Kelton Orbison am 23. April 1936 in Vernon / Texas geboren. Roy Orbison, der meistens schwarz gekleidet, mit gestylten Haaren und einer großen Sonnenbrille aufgetreten ist, passte nicht so wirklich in das Bild eines Rock 'n' Rollers. Der zu den Pionieren des Genre gehörende Sänger trug ziemlich emotionslos seine Songs auf der Bühne vor und bewegte sich dabei kaum. Ausgestattet mit einer interessanten, an Opernsänger erinnernde Stimme, die bis zu drei Oktaven bedienen konnte, sang er meist selbst geschriebene Songs über Liebe und Leid. Und Leid musste der Sänger viel ertragen. Claudette Orbison, seine erste Frau, mit der er drei Söhne hatte, ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Zwei Jahre später sterben seine zwei älteren Söhne bei einem Brand ihres Hauses in der Nähe von Nashville in Tennesee. Sein jüngster Sohn, der gerettet werden konnte, wurde von seinen Eltern aufgezogen. Der Sänger selbst starb sehr jung mit 52 Jahren an einen Herzanschlag am 6. Dezember 1988 in Hendersonville / Tennessee. Seine ersten Erfolge feierte Roy Anfang der 60er Jahre. Es waren die Hits "Only the Lonely" (1960), "Blue Angel " (1960), "Running Scared" (1961) und "Crying" (1961) die seinen Aufstieg markierten. Nach dem Tod seiner Frau und der beiden Söhne brach seine Kreativität zusammen. Seine seitdem emotions- und farblosen Songs fanden kaum Interesse und der Sänger versank für mehrere Jahre in Vergessenheit. Seine Hits und Platten waren nicht mehr gefragt, die Chartnotierungen völlig uninteressant. Ebenfalls die Versuche als Schauspieler wieder aufzusteigen schlugen fehl. Ende der 80er Jahre wendete sich das Blatt doch noch und Roy war wieder da. Das Interesse an ihm wuchs, als er zusammen mit Jeff Lynne, Tom Petty, George Harrison und Bob Dylan an dem Projekt Traveling Wilburys zusammenarbeitete. Mit dem Titel "You Got It", der von Jeff Lynne produziert wurde, landete er 1988 wieder mal einen ganz großen Hit. Gleich danach folgte die Veröffentlichung seiner weiteren Solo-LP "Mystery Girl", die in Großbritannien den zweiten Platz und in Deutschland und den USA die Top 10 erreichte. An dem so plötzlich zurückgekommenen Erfolg konnte sich Roy aber nicht lange erfreuen. Kurz danach starb er. 1987 wurde Roy Orbison in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Zu seinen erfolgreichsten Alben zählen "Lonely And Blue" (1961), "Crying" (1962), "In Dreams" (1963), "Oh Pretty Woman" (1964), "The Roy Orbison Way" (1966) und "The Classic Roy Orbison" (1966). 2010 bekam der Künstler einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

orbison_roy

Videos auf Youtube
MP3 bei Musicload.de
Aktuelles bei Amazon
Ebay Auktionen
Konzertkarten bei Eventim



Kurz gefasst
  • Das letzte Konzert Roy Orbinsans fand in Highland Heights in Cleveland am 4. Dezember 1988 statt. Zwei Tage später starb der Künstler.
  • Die zweite Frau Roys war die Deutsche Barbara Wilhonnen Jacobs. Mit ihr hatte Roy zwei Söhne. Nach dem Tod des Sängers gründete sie das Label Orbison Records und gab mehrere Platten mit Musik ihres verstorbenen Mannes heraus. Die beiden heirateten 1969.
  • Roy startete seine Karriere lange bevor er in den 60ern seinen Durchbruch hatte. Bereits 1949 hatte er seine eigene School-Band, die unter den Namen Wink Westeners damals noch Country Songs zum besten gab. Aus der Anfangszeit stammt sein erster Hit "Ooby Dooby", der sogar die Charts erreichte. Nach einer vie-jährigen Pause fing der wahre Ausstieg des Künstlers an.
  • Für seine erste Frau und gleichzeitig seine große Liebe Claudette schrieb er das Lied "Claudette", das mit den "The Everly Brothers" 1958 in die Charts kam und in Großbritannien sogar den ersten Platz belegte.

  Die größten Hits von Roy Orbison

•   Only The Lonely (Know the Way I Feel) (1960, USA #2, GB #1)  
•   Blue Angel (1960, USA #9)  
•   Running Scared (1961, aus dem Album Crying, GB #9, USA #1)  
•   Crying (1961, aus dem Album Crying, USA #2 / Rumba)  
•   Dream Baby (How Long Must I Dream) (1962, USA #4, GB #2 / Jive)  
•   In Dreams (1963, USA #7, GB #6 / Cha Cha Cha)  
•   Falling (1963, GB #9)  
•   Blue Bayou (1963, GB #3 / Rumba)  
•   Mean Woman Blues (1963, USA #5, GB #3 / Rock'n'Roll, Jive)  
•   Pretty Paper (1963, GB #6 / Langsamer Walzer)  
•   It's Over (1964, USA #9, GB #1)  
•   Oh, Pretty Woman (1964, USA #1, GB #1, D #1 / Cha Cha Cha)  
•   Too Soon To Know (1966, GB #3)  
•   You Got It (1989, USA #9, D #9, GB #3 / Cha Cha Cha, Foxtrott)  
•   I Drove All Night (1992, GB #7)  
(2011)

Roy Orbison
Pretty Woman

"Pretty Woman" wurde zu dem größten Erfolg Roy Rrbisons. Die Single wurde 1964 verööfentlicht und erreichte noch in diesem Jahr den ersten Platz in den amerikanischen Charts. Bald bezwag der Hit auch die britischen und deutschen Charts und belegte hier jeweils den ersten Platz. Ähnliche Erfolge feierte der Titel auf fast allen anderen Hitlisten.

Vinyl Single
Seite B: Yo Te Amo Maria
(Roy Orbison And The Candy Men)