deutschland ROSENBERG, MARIANNE

Marianne Rosenberg gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Sängerinnen der 70er Jahre. Die am 10. März 1955 in Berlin geborene und in einer Künstlerfamilie aufgewachsene Sängerin wurde im Alter von 15 Jahren entdeckt, als sie einen Talentwettbewerb gewann. Kurz danach hatte sie mit ihrer ersten Single "Mr. Paul McCartney“ auch gleich ihren ersten Erfolg. 1971 debütiert sie mit dem Album "Fremder Mann", es folgen regelmäßige TV-Auftritte und Mitte der 70er ihre bekanntesten Hits "Er gehört zu mir" (1975), "Lieder der Nacht" (1976) und "Marleen" (1976). Zusammen mit "Fremder Mann" (1971), "Er ist nicht wie du" (1971) und "Jeder Weg hat mal ein Ende" (1972) aus den früheren Jahren gehören sie zu den sechs erfolgreichen Titeln der Sängerin, die allesamt die deutschen Top 10 erreicht haben. Mit dem Lied "Er gehört zu mir" nahm sie 1975 an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil und trotz nur des zehnten Platzes machte sie ihn doch zum Hit, der zu ihrem berühmtesten wurde. In den erfolgreichen 70er Jahren bringt Marianne Rosenberg 17 Alben unter das Volk. In den folgenden Jahren konnte sie zwar keine hohe Chartnotierungen erreichen, sie bringt es aber fertig bis in die 90er Jahre ihre Songs in den Charts zu platzieren. In den 80ern erweitert sie ihren Interessenkreis und versucht sich zusätzlich als Schauspielerin. Sie wirkt in den Filmen "Der Biß", "Die Komplizin" und "Reichshauptstadt privat" mit, bei denen teilweise die von ihr komponierten Soundtracks verwendet wurden. Sie bastelt an ihrem Image und wird zum eigenen Erstaunen zu einer neuer Ikone der Schwulenbewegung. Seit 1993 hat sie mit "Set The Night On Fire" auch ihr erstes englischsprachiges Album veröffentlicht. Anfang des neuen Jahrhundert versucht sie sich mit Mikro in der Hand als Moderatorin, 2001 steigt sie in die Welt des Musicals ein und spielt in dem Kurt-Weill-Musical "Die Venus" die Hauptrolle, 2009 wiederum spricht sie und singt als Mama Odie im Disney-Zeichentrickfilm "Küss den Frosch". Parallel hinzu veröffentlicht sie stets neue Alben. Zuletzt meldete sich mit "Regenrhythmus" im Jahr 2011. In den Tanzkreisen haben vor allen ihre Hits "Er gehört zu mir" und "Ich bin wie du" Karriere gemacht, vorzugsweise wird hierzu Discofox getanzt.
(2012)

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Kurz gefasst
  • Marianne Rosenbergs offizielle Website: www.marianne.rosenberg.de
  • Marianne versuchte mehrmals ihr Glück bei dem Eurovision Song Contest. 1975 versuchte sie es bei der deutschen Vorentscheidung mit "Er gehört zu mir" und belegte Platz 10. 1976 stand sie bei der luxemburgischen Vorentscheidung auf der Bühne, konnte sich aber ebenfalls nicht durchsetzen. Sie präsentierte das Lied "Tout peut arriver au cinéma". 1978 brachte ihr der Song "Nein, weinen werd' ich nicht" bei der deutschen Vorentscheidung den siebten Platz. 1980 startet sie erneut in Deutschland durch und landete auf dem 12. Platz. Etwas besser klappte es im Jahr 1982. Mit "Blue-Jeans-Kinder" erreichte sie den Platz 8.
  • Ende 2010 erschien das Album von Ayman: "Ein Mensch wie du" auf dem der Titelsong "Ein Mensch wie du" im Duett Ayman - Marianne Rosenberg entstanden ist. Ayman hatte im Jahr 2000 mit seinem Debütalbum "Hochexplosiv" einen großen Erfolg, seine Single "Mein Stern" aus dem Album kam in Deutschland auf Platz vier. Der Duett - Song mit Marianne "Ein Mensch wie du" hatte nicht so viel Glück und erreichte die Charts nicht.
  • Die Verbindung zwischen Marianne und der Schwulenszene, die dank ihres neues Images, schrillen Bühnenauftritten und neuen teilweise politischen Themen in den 80ern entstanden ist, ist bis heute nicht unterbrochen. 2012 wurde die Sängerin zu der Verleihung des Teddy Awards geladen, wo sie drei Songs performte. Die Veranstaltung fand am 17. Februar 2012 im ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof statt. Der "Teddy Award" ist der wichtigste schwul-lesbische Filmpreis, wird in Rahmen der Berlinale verliehen und fand 2012 zum 26. mal statt. Den Hauptpreis für den besten Film gewann "Keep The Lights On" in Regie von Ira Sachs. Neben Marianne trat u.a. auch die aus Kanada stammende Künstlerin Peaches auf.
  • Ihre mit „Kokolores“ betitelte Autobiografie erschien im September 2006 beim List-Verlag. In der Taschenbuchausgabe (Ulstein Taschenbuch ISBN:10: 3548369774, 13: 978-3548369778) hat ihr Werk 288 Seiten.
  • 2005 wurde Marianne Rosenberg in der Kategorie "Beste nationale Künstlerin - Rock/Pop" neben Annett Louisan, Jeanette, Sandy und Yvonne Catterfeld zum größten deutschen Musikpreis, dem Echo, nominiert. Die Nominierung verdankt sie dem Album "Für immer wie heute", mit dem sie in den deutschen Charts bis auf Platz 12 vordrang. Die beste Chartplatzierung, die sie je erreichte. Das Rennen um den begehrten Echo machte Annett Louisan. Ihr Album "Bohème" konnte etwas besser abschneiden und belegte in Deutschland den dritten Platz. "Für immer wie heute" war für Marianne Rosenberg der Anlass, auf eine Tour zu gehen, die, sage und schreibe, vier Jahre gedauert hat. Ihr Abschluss fand mit einem Konzert am 31. Oktober 2008 in der Essener Grugahalle statt.

  Die größten Hits von Marianne Rosenberg:

•   Fremder Mann (1971, D #8)  
•   Er ist nicht wie du (1972, D #5)  
•   Jeder Weg hat mal ein Ende (1973, D #9)  
•   Er gehört zu mir (1975, D #7 / Discofox)  
•   Lieder der Nacht (1976, D #6)  
•   Marleen (1976, D #5)  
(2012)

Gewusst?
  • Ausschwitz-Birkenau
    Es war der 27. Januar 2005 als zum 60. Jubiläum der Befreiung von Ausschwitz-Birkenau auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslager Vertreter aus 40 Länder zusammenkamen und für das größte Staatchefs, Königs- und Präsidenten - Angebot in der Geschichte Polens sorgten. Deutschland vertat der damalige Präsident Horst Kohler. Der Treffpunkt selbst gehört zu den traurigsten und dunkelsten Kapiteln der Weltgeschichte. Das deutsche Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau war das größte seiner Art während der Zeit des Nationalsozialismus. Das Lager in Auschwitz (Oświęcim) wurde 1941 aufgebaut und 1945 von der russischen Armee befreit. Etwa 2 Millionen (die Angaben reichen von1,1 bis zu 5 Millionen) Menschen, darunter eine Million Juden, verloren hier ihr Leben. Die meisten von ihnen wurden direkt nach ihrer Ankunft ermordet. Der Name "Auschwitz" gilt heute als das große Symbol des Holocaust, aber auch als Symbol des Massenmordes und Unmenschlichkeit in bis dahin unbekannten Ausmaß. Menschen vieler Nationalitäten verloren in dem Konzentrationslager ihr Leben, sie kamen aus ganz Europa. In der Nazizeit wurden auch Sinti und Roma verfolgt, um die 500 000 von ihnen wurden durch die Nationalsozialisten ermordet. Marianne Rosenberg verschwieg sehr lange, auf die Bitte ihres Vater, ihre wahren Sinti-Wurzeln. Sie sprach lange nicht über die Geschichte ihrer Familie, die einst von den Nazis gnadenlos verfolgt wurde. Ihr Vater Otto Rosenberg, der lange Vorsitzender des Landesverbandes deutscher Sinti und Roma in Berlin-Brandenburg gewesen ist, ein Job der anschließend von Mariannes Schwester Petra übernommen wurde, wurde selbst mit der Familie von Nazis inhaftiert und nach Ausschwitz verschleppt. Er gehört zu den wenigen Überlebenden. Ein Kapitel in seinem Leben, das er bis zu seinem Tode 2001 nicht vergaß. Heute ist dieses Thema für Marianne kein Tabu mehr. 2010 nimmt sie die Einladung der Bochumer Christuskirche an und erinnert dort anlässlich des internationalen Holocaust- Gedenktag gemeinsam mit ihrer Schwester Petra an die Zeit der Verfolgung, Vertreibung und Mordes. Dieser Abend "Zum Tag der Befreiung von Auschwitz - Lieder & Lesung" eröffnete die Veranstaltungsreihe "Kulturhauptstadt Ruhr 2010". An die Zeit und die Opfer in Ausschwitz erinnert vor allem das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau, das sich heute auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslager befindet und mittlerweile jährlich weit über einer Million Besucher verzeichnet. Es wurde von der UNESCO zum Teil des Weltkulturerbes erklärt und als solches ist es einmalig weltweit.




E=mc2 1955 starb der Autor der Relativitätstheorie, Albert Einstein.

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