usa WILLIAMS, JOHN TOWNER

John Towner Williams, Komponist, Dirigent und Produzent, wurde am 8. Februar 1932 in New York als Sohn eines Orchestermusikers geboren. 1948 zog seine Familie nach Los Angeles um wo Williams die University of California besuchte, um Komposition bei Mario Castelnuovo-Tedesco zu studieren. Nach absolviertem Dienst bei der Air Force zog er wieder zurück nach New York und studierte Klavier an der Juilliard School. Sein Geld verdiente er sich nebenher als Jazzpianist, indem er in Clubs auftrat oder bei Aufnahmen mitwirkte. 1956 heiratete er Barbara Ruick, eine Schauspielerin und Sängerin, die 1974 verstarb. Mit ihr hatte er drei Kinder: Jennifer, Mark und Joseph. Nach einem weiteren Umzug, wieder nach L.A., startete er seine Karriere in der Filmindustrie, den Durchbruch schaffte er aber erst 1972 mit "Die Höllenfahrt der Poseidon", noch größere Bekanntheit erlangte er mit "Der weiße Hai" und "Star Wars". 1980 heiratete er Samantha Winslow. Im gleichen Jahr wurde er Dirigent des Boston Pops Orchester, das 1885 gegründet wurde. Diesen Job behielt er bis 1993 und ist heute dessen Ehrendirigent. Durch die gemeinsame Zusammenarbeit 1974 an "Sugarland Express" freundete sich Williams mit Steven Spielberg an und vertonte fast alle seine Filme. Heute bevorzugt Williams lieber das Aufführen als das Komponieren und ist Gastdirigent bei vielen internationalen Orchestren. Ausreichend Kompositionen hat Williams ja hinterlassen: Er schrieb für mehr als 80 Filme die Musik, dazu noch 2 Sinfonien, mehrere Solokonzerte und Stücke für Orchester und diverse Instrumente. Er zählt zu den erfolgreichsten und bekanntesten Filmmusikkomponoisten weltweit. Hier eine Auswahl bekannter Filme, zu denen Williams die Musik schrieb: "Fiddler On The Roof" (1971), "Die Höllenfahrt der Poseidon" (1972), "Die Cowboys" (1972), "Flammendes Inferno" (1974), "Der weiße Hai" (1975), "Star Wars": Episoden I (1999), II (2002), III (2005), IV (1977), V (1980) und VI(1983), "Dracula" (1979), "E.T. – Der Außerirdische" (1982), "Indiana Jones" (1984, 1989, 2006), "Die Hexen von Eastwick" (1987), "Hook" (1991), "Jurassic Park" (1992, 1997), "Schindlers Liste" (1992), "Der Soldat James Ryan" (1998), "Harry Potter" (2001, 2002, 2004), "A.I. Künstliche Intelligenz" (2001), "Terminal" (2004), "Krieg der Welten" (2005) und "Die Geisha" (2005).
(2010)

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Jurassic Park
Jurassic Park
DVD Video, Spieldauer 121 Min.
Universal
Mit Bonusmaterial :
Making Of, Pre-Production-Meetings, Storyboards, Location - Suche, Phil Tippets Animationen, Produktionsfotos, Kinotrailer, Dinosaurier - Enzyklopädie, Produktionsnotizen, Schauspielerporträts, DVD-ROM-Teil


Jurassic Park
Musik : John Towner Williams

Der Science-Fiction- und Abenteuerfilm aus dem Jahr 1993 wurde sehr erfolgreich und enthielt drei Oscars. Im Jahr 1997 fand der Film mit "Vergessene Welt: Jurassic Park" eine Fortsetzung, der 2001 "Jurassic Park III" folgte.
Regie führte Steven Spielberg, Musik schrieb John Towner Williams, der auch die Musik der beiden folgenden Teilen beigesteuert hat. In den Hauptrollen spielten Richard Attenborough, Sam Neill, Laura Dern, Jeff Goldblum, Bob Peck, Wayne Knight, Martin Ferrero, Joseph Mazzello, Ariana Richards, Samuel L. Jackson und Bradley Darryl Wong.

Die kleine Insel Isla Nublar liegt auf dem pazifischen Ozean um die 120 Meilen westlich von Costa Rica entfernt. Der Millionär John Hammond hat sie sich für die Verwirklichung seiner Idee ausgesucht, gepachtet und hier heimlich einen Erlebnispark einrichten lassen. Der Park sollte den Besuchern sensationelle Erlebnisse und Attraktionen liefern. Es ist nämlich seinen Wissenschaftlern gelungen, aus einer urzeitlichen DNA echte Dinosaurier aufleben zu lassen, die jetzt die Insel bewohnten. Es gab allerdings zwischendurch einige Unfälle, so dass die Investoren unruhig wurden und von Hammond eine Präsentation und Inspektion der Anlage verlangten. Daraufhin organisiert er einen Ausflug in den Jurassic Park, um die Anlage zu testen, bevor man die Pforte endgültig einem breiten Publikum öffnet. Er lädt einen führenden Paläontologen samt seiner Freundin, weitere Forscher und Wissenschaftler sowie seine eigenen Enkelkinder ein, um den  Park gemeinsam zu besichtigen. Die Gruppe kommt nach einem kurzem Flug mit einem Hubschrauber auf der Insel an und der vom Stolz erfüllter Hammond beginnt sein Werk vorzustellen. Was die Anwesenden nicht wissen ist, dass die wild lebenden Dinosaurier sich bereits der menschlichen Kontrolle entzogen haben und sich sehr stark vermehrt haben. Als ein Programmierer das Überwachungs- und Sicherheitssystem ausschaltet, steht man plötzlich Auge um Auge vor einem lebendigen, echten Dinosaurier. Wäre möglicherweise gar nicht so schlimm, wäre es nicht direkt der Tyrannosaurus Rex.
Kurz gefasst
  • Die offizielle Internetadresse von John Williams : www.johnwilliams.org
  • Zur Amtseinführung von Barack Obama als Präsident der Vereinigten Staaten, die am 20. Januar 2009 stattfand, schrieb Williams das Stück "Air And Simple Gifts". Es handelt sich dabei um ein klassisches Quartett.
  • John Williams komponierte die Musiksequenz zum Firmenlogo in Filmen von DreamWorks SKG. DreamWorks SKG ist ein amerikanisches Film - Studio, das 1994 von Steven Spielberg, Jeffrey Katzenberg und David Geffen gegründet wurde.
  • Er komponierte auch die Musik für die Neuenthüllung der Freiheitsstatue, das Stück hieß "Liberty Fanfare". Die amerikanische Freiheitsstatue, die den Amerikanern von den Franzosen zum Hundertjahrfeier der Unabhängigkeitserklärung von 1776 geschenkt wurde, wurde am 28. Oktober 1886 eingeweiht.
  • Williams schrieb Eröffnungsmusik für mehrere Olympiaden. So erklang z.B. seine Musik bei der Eröffnung der Olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles. Ebenfalls nutzte man seine Musik bei den Special Olympics 1987, die in South Bend / Indiana / USA stattfanden.

Schindlers Liste

Schindlers Liste
Musik : John Towner Williams

Regie : Steven Spielberg
In den Hauptrollen : Liam Neeson (Oskar Schindler), Ben Kingsley (Itzhak Stern), Ralph Fiennes (Amon Göth), Caroline Goodall (Emilie Schindler), Jonathan Sagall (Poldek Pfefferberg), Embeth Davidtz (Helen Hirsch), Małgorzata Gebel (Victoria Klonowska)
USA, 1993
Der Film basiert nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Keneally.
Schindlers Liste von Thomas Keneally
Taschenbuchformat, Goldmann Verlag
(Deutsche Erstveröffentlichung 1983 bei C. Bertelsmann Verlag, München)
ISBN : 3-442-42529
Preis : DM 12,90

Steven Spielberg hat das schwierige Thema des Holocausts in dem zweiten Weltkrieg 1993 auf seine Werkbank gelegt. Zu diesem Zeitpunkt gehört er zu den bekanntesten, populärsten und erfolgreichsten Hollywood Film - Macher. Seine Filme wie "Der Weiße Hai" (1975), "E.T. - Der Außerirdische" (1982) oder "Die Farbe Lila" (1985), die allesamt Welterfolge wurden, brachten es auf mehrere Oscars bzw. Oscarnominierungen. Mit "Schindlers Liste" schafft er es zum ersten mal selbst aufs Podium. Der Film wird für zwölf Oscars nominiert und kann schließlich 7 für sich beanspruchen. Zwei davon fallen dem Steven Spielberg für den "Besten Film" und "Beste Regie" in die Tasche. Ein weiterer wurde für die beste Musik verliehen, für John Towner Williams. Des weiteren wurde der Film, der auf einer wahren Geschichte beruht, zu einem der meistprämierten Filmen aller Zeiten.

Ein Nazi - Geschäftsmann, Oskar Schindler, rettet das Leben von über 1100 polnischen Juden. Der brillante Geschäftsmann übernimmt im zweiten Weltkrieg im polnischen Krakau eine Fabrik für Emaille-Produkten, wo Juden beschäftigt werden. Die Geschäfte laufen gut, Schindler selbst, ein gutaussehender Liebhaber schöner Frauen, hat immer mehr Freunde und wird vor allem in den deutschen Offizierskreisen bekannt und populär. Die Lage der Juden wird dagegen im besetzten Polen immer schwieriger. 1942 wurde die Auflösung des Krakauer Ghettos angeordnet. Die Juden werden zusammengetrieben, erschossen oder in ein Konzentrationslager deportiert. Die kräftigen müssen schwer arbeiten, auf alle anderen wartet der Tod. Als Schindler dieses Drama sieht, fasst er den Entschluss den Juden zu helfen. Er nutzt alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel, um einzelne, praktisch zum Tode Verurteilten wieder zu sich zu holen, um sie in seiner Fabrik zu beschäftigen. Er sieht keine Chance den organisierten Massenmord aufzuhalten, jedoch gelingt es ihm das Leben der einzelnen zu retten und wird für viele zur letzten Hoffnung.

"Das ist das bei weitem größte und wichtigste Thema, das ich je angepackt habe."
Steven Spielberg
A.I. Künstliche Intelligenz

A.I. - Künstliche Intelligenz
Musik : John Towner Williams

DVD - Video, Warner bros, 2006,
In den Hauptrollen : Haley Joel Osment, Jude Law, Frances O`Connor, Sam Robards, Jake Thomas, William Hurt, Ken Leung, Clark Gregg, Kevin Sussman, Tom Gallop, April Grace, Matt Winston, Sabrina Grdevich, Theo Greenly, Jeremy James Kissner

Der amerikanische Film "A.I. - Künstliche Intelligenz" (Originaltitel : A.I. Artificial Intelligence) in Regie von Steven Spielberg hatte seine Premiere 2001. Drehbuch zu der Geschichte schrieben Brian Aldiss und Ian Watson. "A.I. - Künstliche Intelligenz" bekam zwei Nominierungen für den Oscar. Eine davon galt der Musik, die John Williams schrieb.

In einer fernen Zukunft ist die Technik bereits sehr weit fortgeschritten. Neben vielen Erleichterungen, die sie mit sich bringt, gab es zu diesem Zeitpunkt auch denkende Maschinen. Der Sohn der Familie Swinton liegt im Krankenhaus im Koma, so holt man sich als Ersatz den David. David ist ein Roboter, ein Prototyp einer neuen Serie der Firma Cybertronics, mit eigenem Bewusstsein. Er soll den Eltern ihr Kind ersetzen, bis es gesund wieder nach Hause kann. Dies geschieht schneller als erwartet und die Eltern haben auf einmal "zwei Söhne". Nach und nach merkt David, dass er weder zu den Menschen, noch zu den Maschinen gehört. Nachdem er von seiner "Mama" ausgesetzt wird, beginnt für ihn eine lange Wanderung auf der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt.

Die Idee für den Film stammt von Stanley Kubrick, einen amerikanischen Regisseur, der 1999 verstorben war. Er plante "A.I. - Künstliche Intelligenz" bereits Ende der 80er Jahre. Nach seiner Auffassung waren damals die technischen Möglichkeiten noch nicht für eine solche Aufgabe genügend ausgereift und er schob das Projekt vor sich her. 1999, während er seinen letzten Film "Eyes Wide Shut" drehte, übertrug er die Aufgabe Steven Spielberg. Zwei Jahre später war der Streifen fertiggestellt.
  Die größten Hits von John Towner Williams

•   Star Wars (1977, Main Title, USA #10)  

Krieg der Welten

Krieg der Welten
Musik : John Towner Williams

DVD - Video
Filmpremiere 2005
Regie : Steven Spielberg

in den Hauptrollen :
Tom Cruise – Ray Ferrier
Dakota Fanning – Rachel Ferrier
Justin Chatwin – Robbie Ferrier
Miranda Otto – Mary Ann Ferrier
Tim Robbins – Harlan Ogilvy
David Alan Basche – Tim
Rick Gonzalez – Vincent
Yul Vazquez – Julio

Ray Ferrier ist ein geschiedener Vater von zwei Kindern. Als Mami mit seinem Neuen vorbei schaut, um die Kinder bei ihm zu lassen, bricht ein besonders heftiges Gewitter aus. Niemand ahnt, dass man gerade den Anfang einer außerirdischen Invasion erlebt, die bald alles auf den Kopf stellt. Ganz plötzlich und unerwartet steigen aus der Erde gigantische Maschinen auf und es wird sichtbar, wie überlegen die Technologie der Invasoren ist. Die Besucher aus dem All sind leider den Menschen nicht positiv besonnen und versteckt in ihren Maschinen verwandeln alles, was sich ihnen in den Weg stellt in Schutt und Asche. Alle Versuche den Angreifern die Stirn zu bieten scheitern, Panik und Chaos breitet sich aus. Zum ersten Mal in seinem Leben verwandelt sich Ray in einen verantwortungsvollen Vatter und versucht in der hoffnungslosen Lage seine Kinder durchzubringen. Die Chancen, den gnadenlosen und vernichtenden Angriff der Außerirdischen abzuwehren, schwinden von Stunde zu Stunde.
Fiddler On The Roof

Audio CD, EMI
Original Motion Picture Soundtrack Recording
Soloist : Isaac Stern
Music adapted and conducted by John Williams.


Der Fiedler auf dem Dach
Musik : John Towner Williams

Am 22. September 1964 feierte im Imperial Theatre am Broadway das Musical "Der Fiedler auf dem Dach" (Originaltitel : Fiddler on the Roof) seine Premiere. Das Musical basierte auf dem Roman "Tewje, der Milchmann" von Scholem Alejchem. Die Autoren des Musicals sind Joseph Stein, Jerry Bock und Sheldon Harnick. Das Musical wurde zu einem Welterfolg und bekam neun Tony Awards, was 1972 nochmal mit einem Special Tony Award für die längste Laufzeit in der Broadway Geschichte gekrönt wurde.

Der kanadische Filmproduzent und Regisseur Norman Jewison hat sich vorgenommen, aus der Geschichte einen Film zu drehen. Die Premiere des Films fand 1971 statt und wurde ebenfalls zu einem großen Erfolg. Der Film wurde für acht Oscars nominiert und konnte im Jahr danach drei dieser Awards gewinnen. Ein der drei Oscars wurde dem Film für die beste Musik verliehen. Für diese war John Williams zuständig.

01. Prologue And Tradition
02. Main Title
03. Matchmaker
04. If I Were A Rich Man
05. Sabbath Prayer
06. To Life
07. Miracle Of Miracles
08. Tevye's Dream
09. Sunrise, Sunset
10. Wedding Celebration And The Bottle Dance
11. Do You Love Me?
12. Far From The Home I Love
13. Chava Ballet Sequence
14. Anatevka
15. Finale
Zu den bekanntesten Musik - Themen der Produktion gehören:

•   Tradition   
•   If I Were A Rich Man   
•   Sunrise, Sunset   
•   Anatevka