streetdance HIP-HOP

In jeder Hinsicht hatte es der Hip-Hop in seinen Anfängen nicht einfach. In den 70er Jahren war die Welt fest in der Disco – Hand. Solche Gruppen wie Abba, Smokie oder Bee Gees, Künstler wie Donna Summer und Gloria Gaynor hatten musikalisch das Sagen, der mit "Saturday Night Fever" und "Grease" zum Idol aufgestiegener John Travolta sorgte für die tänzerischen Höhepunkte. Als weltweit neue Discos entstehen, erstreckte sich in dem abgelegenen und ganz vergessenen New Yorker Stadtteil Bronx, wo der Hip-Hop seine ersten Schritte wagte, weit und breit die größte soziale Wüste der westlichen Welt. Sie machte die Bronx zu einem der krassesten Symbolen von Armut, Drogenhandel, Zerfall und Chancenlosigkeit, das teilweise bis heute überdauerte. "Ich komme aus Bronx" hieß es übersetzt: "Ich wurde in der Hölle geboren". In dieser Umgebung von Raubüberfall, Jugendkriminalität und Bandenkrieg entwickelte sich am Anfang der Disco-Ära nach und nach eine spezifische und einzigartige Straßenkultur, die in einigen Jahren einen weltweiten Vormarsch vorlegen und sich zu einer dominanten, weltweit verbreiteten Jugendkultur entwickeln sollte. Eine Jugendkultur, die für das Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts kennzeichnend und noch heute allgegenwärtig ist. Es waren die Latein- und Afroamerikaner, die ausschlaggebend an der Entstehung vom Hip-Hop beteiligt waren. Die Jugendliche der Einwanderer aus Puerto Rico, Kuba und Jamaika, aus dem westafrikanischen Kongo und Nigeria und die aller anderen, die mit großer Zuversicht in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten kamen und in der Bronx landeten. Die Teenager waren es, die ihre Frust und Wut, Protest aber auch Hoffnung und Sehnsucht nach eigener Identität in einer besonderen Mischung aus Tanz und Musik zum Ausdruck brachten. Der Tanz Hip-Hop, der übersetzt Hüftsprung bedeutet, lieferte den Namen, Turnschuhe und Trainingsanzug profilierten den Kleidungsstil, Breakdance und Rap waren die ersten neue Formen. Umgeben von phantasievoll und bunt von Graffiti–Künstlern bemalten Mauern und Hauswänden der Bronx blieben die Hip-Hopper die ersten Jahre vorerst unter sich. Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre beginnt die professionelle Vermarktung der neuen Musik und Tanzes und ein bis heute andauernder weltweiter Vormarsch von Hip-Hop. In seiner nah 40jährigen Geschichte erreichte er einen solchen Ausmaß, dass die ursprüngliche Bezeichnung als "Straßenkultur" längst überfällig geworden ist.
(2011)

hip_hop

Videos auf Youtube
MP3 bei Musicload.de
Aktuelles bei Amazon
Ebay Auktionen
Konzertkarten bei Eventim



Bravo - Hip Hop Special

Hip-Hop Special

Mit einer Ausgabe
Hip-Hop Special
wendet sich die Zeitschrift Bravo allen Hip-Hop - Fans zu.
Hier Ausgabe Nr.4 vom 6. März 2009

Kurz gefasst
  • Tänzerisch gesehen ist Hip-Hop der amerikanische Exportartikel Nr. 1. Kein anderer aus Amerika stammender Tanz mit allen seinen Formen wurde so populär und bekannt, kein anderer erfuhr eine so massive weltweite Verbreitung und kein anderer überdauerte "unbeschadet" so lange.
  • Zu den Hip-Hop - Pionieren gehören DJ Grandmaster, Afrika Bambaataa mit der Gruppe Soulsnic Force, DJ Kool Herc, Run DMC mit Stetsasonic u.a.
  • Ein der bekanntesten Hip-Hopper ist Michael Jackson. 1983 präsentierte er den Moonwalk, eine Tanznummer, in der er sich ohne die Füße vom Boden zu heben, rückwärts bewegte. Moonwalk stammt aus der Breakdance - Zeit, wurde von ihm perfektioniert, gehört heute zu seinen Markenzeichen und bekanntesten Tanznummern der Welt. Michael Jackson starb 2009.

Step Up

Step Up
Jede zweite Chance beginnt mit dem ersten Schritt

DVD, Constantin Film, 2006
Der erste "Step Up" stammt aus dem Jahr 2006. Die Regie führte damals Anne Fletcher, die Hauptrollen wurden mit Channing Tatum (Tyler Gage) und Jenna Dewan (Nora Clark) besetzt.

Zwei Klassen, zwei Welten, "unüberwindbare" Mauern, riesige Entfernungen und eine Leidenschaft: das ist der Schauplatz des Films Step Up, der Ende 2006 in die deutschen Kinos kam. Ein Ghetto-Boy trifft eine Ballerina aus der Oberklasse. Kann das gut gehen? Er aus ärmlichen Verhältnissen, aufgewachsen in Baltimore, sie eine verwöhnte, an Luxus gewöhnte "Tanzdame" einer Eliteschule: eine wahre Pretty - Woman Story. Die unterschiedliche Herkunft der beiden sorgt zunächst für eine abweisende, gar verachtende Einstellung der beiden zueinander. Er landet in "ihrer" Schule, als er nach einem Zerstörungsabenteuer mit Freunden erwischt wird und zu 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt wird. Dort muss er auch die Arbeit ableisten und dort trifft er, der Straßentänzer Tyler Gage, sie zum ersten Mal, Nora, die sich auf ein Vortanzen vorbereitet. Als ihr Tanzpartner ausfällt, bietet er ihr seine Dienste an. Tanzen bringt die beiden langsam aber sicher zusammen.
Eine Party, der erste Kuss. Es gibt noch Probleme und Hindernisse, als der ausgefallene Tanzpartner wiederauftaucht, doch schließlich absolvieren beide das Vortanzen erfolgreich zu zweit. Sie bekommt ein Angebot von einer Tanzakademie, er wird an der Schule, die er ursprünglich kräftig mitbeschädigte, aufgenommen und das Ganze endet mit einem Happy End. Der Film ist ein Regiedebüt der Star-Choreografin Anne Fletcher. Die Rolle von Tyler Gage übernahm Channing Tatum, als Nora Clark trat Jenna Dewan auf, die bereits aus dem "Dance - jeder Traum beginnt mit einem ersten Schritt" bekannt war. Zu sehen in dem Film sind noch u.a. Rachel Griffiths, "Heavy D", Damaine Radcliff, Drew Sidora und De'Shawn Washington. Step Up bietet stellenweise gute Musik und interessante Choreografien an. Doch nicht überall ist dieser Tanzfilm gut angekommen. Die Kritiker würden gerne endlich etwas Neues statt eines abgetragenen, vorhersehbares Leitmotivs sehen. Und dem Drehbuch werden außerdem schwerfällige Texte vorgeworfen. Es gibt hier und da auch positive Stimmen. Tatsache aber ist auch, dass Step Up ohne großes Echo vorüber gezogen ist. Man zeigte zwar, dass die Welten der unterschiedlichsten Tanzstile, von klassisch bis Modern, Jazz und Hip Hop in Rahmen der aktuellen Musik zu vereinen sind. Doch der Zuschauer ist ziemlich unberührt nach dem abendlichen Kinoausflug nach Hause gegangen.

Zwei Jahre später erlebt "Step Up" eine Fortsetzung: In die Kinos kommt "Step Up To The Streets". Die Regie übernahm diesmal Jon Chu, in den Hauptrolle traten Robert Hoffman, Briana Evigan, Telisha Shaw, Luis Salgado, Shorty Welch und Channing Tatum auf. Auch hier hatte Anne Fletcher als Produzentin ihre Finger im Spiel.
Step Up To The Streets

Step Up To The Streets

Es geht gleich mit der ersten Szene los. Eine Gruppe von Jugendlichen, die sich später als Tanz - Crew "410" entpuppt, nimmt ein Video auf, stellt dabei die ganze U-Bahn auf den Kopf und bringt alle Fahrenden ins Staunen. Leider aber auch in Angst. Dies wird als öffentliches Ärgernis dargestellt und bringt die Hauptdarstellerin Andie West in eine Sackgasse. Sie lebt zur der Zeit bei Sarah, einer Freundin ihrer verstorbenen Mutter, die mit der Erziehung von Andie allerdings etwas überfordert ist. Das Video aus der U-Bahn, das als eine Eintrittskarte für die Teilnahme an dem Tanzwettbewerb "The Streets" dienen sollte, brachte das Glas zum Überlaufen. Hätte es den Tyler Gage, ihren alten Freund nicht gegeben, müsste Andie zu ihrer Tante nach Texas, was ungefähr so viel bedeutet hätte wie Schluss mit dem Tanz. Er bot ihr eine Alternative an und brachte Sarah zur Zustimmung: Geht Andie an die Maryland School of the Arts und schwänzt den Unterricht nicht, darf sie bleiben. Andie absolviert erfolgreich ein Vortanzen und wird aufgenommen. Parallel zu ihren schulischen Pflichten ist sie immer noch bei der "410" - Crew dabei und nimmt an den Proben teil. Da die Schule sie immer stärker in Anspruch nimmt, kommt sie des Öfteren zu spät oder fehlt ganz. Das kann auf Dauer nicht funktionieren. Sie muss schließlich die Crew, die sich ganz nach dem Motto: "Wir sind so stark, wie der Schwächste von uns" orientiert und von allen Mitglieder einen vollen Einsatz fordert, verlassen. Inzwischen ging der Unterricht in der Schule weiter. Andie lernt den Bruder des Direktors der Schule, Chase Collins, kennen und es deutet sich eine Romanze an.
Er ist auch derjenige, der sie auf die Idee bringt, nach dem Rausschmiss aus "410" eine eigene Crew auf die Beine zu stellen und an den "The Streets" doch noch teilzunehmen. Wie es sich raustellt, an der Tanzakademie, die auf dem besten Wege ist, sich in eine Elite - Tanzschule zu verwandeln, gibt es genügend Tanzbegeisterte, die bereit wären mitzumachen. Der Grund dafür : Alle haben eine ganze Menge drauf, fühlen sich aber in der Ballett - Welt unentdeckt und haben somit nichts zu verlieren. Die "MSA" - Crew entsteht und die Proben beginnen. Der Weg zur Teilnahme an den "The Streets" erweist sich für "MSA" als äußert beschwerlich. Ein "Probeauftritt" der "MSA" - Crew endet mit einem Fiasko, Chase wird von den Mitglieder der "410" zusammengeschlagen, der Proberaum in der Schule wird ebenfalls von ihnen total demoliert, den Mitglieder von "MSA" droht im Falle einer Teilnahme an den "The Streets" ein bedingungsloser Rauschmiss aus der Akademie. Und dennoch, sie halten durch, wegen der Schicksalsschläge umso mehr zusammengeschweißt, und halten ihre Handys stets eingeschaltet. Das ist wichtig. Denn für "The Streets" gibt es keinen Termin, keinen Plan und keine Adresse, alle werden an dem Tag des Wettbewerbes per SMS kurz über das bevorstehende Ereignis informiert. Die Nachricht erreicht "MSA" bei einer wichtigen Spenden - Veranstaltung der Schule. Sie zögern jedoch nicht. So wie sie stehen machen sich alle sofort auf den Weg. Zu der Veranstaltung bemüht sich sogar der aufgebrachte Direktor der Tanz - Akademie persönlich und wird Zeuge dieses außergewöhnliches Tanzwettbewerbes. Der Beat dröhnt aus den Boxen, alles und alle sind da: Es kann losgehen.
Step Up 2 The Streets

Step Up 2 The Streets

Step Up 2 - The Streets
Music From The Original Motion Picture Soundtrack
Audio CD, Atlantic Records, 2008

Inhalt:

•   Low (Flo Rida, feat. T-Pain)  
•   Shake Your Pom Pom (Missy Elliott)  
•   Killa (Cherish, feat. Yung Joc)  
•   Hypnotized (Plies, feat. Akon)  
•   Is It You (Cassie)  
•   Can't Help But Wart (Trey Songz, feat. Plies)  
•   Church (T-Pain, feat. Teddy Verseti)  
•   Ching-A-Ling (Missy Elliott)  
•   Push (Enrique Iglesias)  
•   369 (Cupid, feat. B.O.B.)  
•   Impossible (Bayje)  
•   Lives In Da Club (Sophia Fresh, feat. Jay Lyriq)  
•   Girl You Know (Scarface, feat. Trey Songz)  
•   Say Cheese (KC)  
•   Let It Go (Brit & Alex)  
•   Ain't No Stressin (Montana Tucker, Sikora, Denial)  
Step Up 3D
2010 erschein die zweite Fortsetzung von "Step Up": "Step Up 3D"
Step Up 3D, DVD, Constantin Film, 2010
Originaltitel: Step Up 3D
2012 folgte der vierte Teil: "Step Up: Miami Heat" (Originaltitel: "Step Up Revolution"). Der fünfte Teil erschien 2014 unter dem Titel "Step Up: All In".

Musikvideo

Neben Scratching und DJing gehört auch das Musikvideo zu den großen Errungenschaften des Hip-Hop. Ganz neu war das Musikvideo zwar nicht, bereits The Beatles bedienten sich des Mediums, in der Hip-Hop - Zeit erlangte das Musikvideo allerdings einen ganz neuen Stellenwert. Da wo es ursprünglich lediglich ein Mittschnitt eines Liveauftrittes darstellte, bekam diese Präsentationsform in den 80er und 90er Jahren ein ganz neues Aussehen. Es kamen Tanz und Handlung hinzu, die Musik wurde visualisiert. Die großen Vorreiter waren hier Michael Jackson und Madonna, die das Musikvideo in einem der wichtigsten Werbe- und Musikträger verwandelten. Im Fernsehen entstehen die ersten Musikkanäle, die nur Musikvideos senden. Im Jahr 1981 entsteht in den USA MTV, bis heute der größte und wichtigste Musiksender der Welt, der mit den Videoclips beinah 1 Milliarde Zuschauer erreicht, weltweit. Neben Michael Jackson und Madonna wurden solche Künstler wie Britney Spears, Justin Timberlake, 50 Cent, Eminem von MTV groß gemacht. Heute gehört ein Videoclip zu einem absolut unverzichtbaren Bestandteil einer jeden Werbekampagne, nicht nur im Bereich der Musik und des Tanzes. (2015)
Detlef D! Soost

Detlef D! Soost

Der Tänzer Detlef D! Soost wurde als Detlef Soost 1970 in Berlin geboren und machte sich vor allem als Choreograf einen Namen. Für über 100 Künstler stellte er Choreografien zusammen und veröffentlichte mehrere Hip-Hop - DVDs.
Einige seiner DVD - Produktionen sind:
- Popstars - Dance Like a Popstar
- Detlef D! Soost - D!'s Dance Club: From Berlin to L.A.
- Popstars - Dance Like A Popstar Vol. 2 mit Detlef D! Soost u.a.

2009 ermittelte eine Schweizer TV-Zeitschrift, dass keiner in Europa so oft als Coach und Jury Mitglied bei einer Casting - Show dabei war wie er.
Zu seiner Beschäftigung als Tänzer, Tanzlehrer, Choreograf und Moves - Macher verrät er in einem Interview :

"Ich habe den tollsten Job der Welt".
D!'s Dance MagIm Mai 2008 gab es die erste Ausgabe von der Zeitschrift "D!'s Dance Mag", die von dem Panini Verlag veröffentlichte wurde. Hier (links) ein Poster von "D!'s Dance Mag". Hierdrauf werden die Steps zu einer Choreografie von Detlef D! Soost für den Song "Cookie Jar" von den Gym Class Heroes vorgestellt.

2009 befand sich Detlef D! Soost auf einer "Sparkassen Dance Tour 2009" und besuchte u.a.
1.4. Neuwied, 3.+5.4. Leipzig, 4.4. Chemnitz, 6.4. Groß-Gerau, 7.4.Wittenberg, 13.4. Mittweida, 14.4. Singen-Radolfzell, 17.4. Südliche Weinstraße, 18.4. LeerWittmund, 19.4. Halle, 22.4. Göppingen, 23.4. Saar­pfalz, 24.4. Neubrandenburg-Demmin, 25.4. Anhalt-Bitterfeld, 26.4. Südwestpfalz, 27.4. Göttingen, 28.4. Mülheim/Ruhr, 29.4. Oberhausen, 30.4. Frankfurt am Main, 1.5. Hilden / Ratingen / Velbert, 2.5. Braunschweig, 3.5.Zwickau
(2010)





Google-Suche auf Music & Dance :

Mad