samba more Samba




Carmen Miranda

Die brasilianische Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin Carmen Miranda wurde am 9. Februar 1909 als Maria do Carmo Miranda da Cunha in Portugal geboren. Oft als "The Brazilian Bombshell" (die brasilianische Sexbombe) bezeichnet, gehört sie zu den ersten brasilianischen Künstlern, die Weltruhm erlangten. Sie wurde in den 40ern und 50ern zu dem wichtigsten Hauptträger der Samba-Welle, die ganz Amerika und Europa erfasste und gleichzeitig zu dem bekanntesten Symbol der Samba und brasilianischen Kultur ihrer Zeit. Zu ihrem Erkennungszeichen wurden ihre Kopfbedeckungen, die in unzähligen Ausführungen stets einen voll mit Früchten gepackten Korb beinhalteten. Ihre so gestalteten "Tuttifrutti"-Hüte wurden zum Mythos.
Sie kam als die zweite Tochter von José Maria Pinto Cunha und Maria Emília Miranda in Portugal zur Welt. Kurz danach zog die Familie nach Brasilien und ließ sich in Rio de Janeiro nieder. Mit 14 Jahren musste Carmen arbeiten und da sie während der Arbeit stets sang, wurde sie schon damals zu einer lokalen Attraktion. Als sie 1928 ihren ersten Vertrag bei RCA unterschrieb, war sie längst in ganz Brasilien bekannt. 1929 nahm sie ihre erste Schaltplatte auf, als Schauspielerin debütierte sie 1933 in dem Musical "A Voz do Carnaval", wo sie ihr Können als Karneval-Sängerin zum Besten gab. 1939 wurde der Broadway auf die Künstlerin aufmerksam und sie reiste in die Vereinigten Staaten. Dem amerikanischen Publikum präsentierte sie sich zum ersten Mal in der Revue "The Streets Of Paris", wo sie mit dem Song "South American Way" für große Begeisterung sorgte. Kurze Zeit später siedelte Carmen Miranda nach Hollywood um und stand bei Twentieth Century Fox unter Vertrag. Es folgte eine Reihe von Musicals und Filmen, die sie in den 40ern zu der erfolgreichsten und bestbezahlten Künstlerin Amerikas machten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ließ das Interesse nach den lustigen, farbfrohen, frivolen und unbekümmerten Musicals nach und setzte damit das Ende von Carmens Karriere ein. Sie wirkte trotzdem noch in einigen Hollywood Produktionen mit und war oft auf dem Fernsehbildschirm zu sehen. 1953 spielte sie zuletzt an der Seite von Dean Martin und Jerry Lewis in der Komödie "Scared Stiff" (Starr vor Angst) mit. Als Sängerin konnte sie bis 1953 über 10 Millionen Platten absetzen.
1955 erlitt Carmen Miranda ein Herzversagen und starb kurz später am 5. August 1955 im Alter von lediglich 46 Jahren in Beverly Hills. Ihr Tod löste in Brasilien eine landesweite Trauer aus. Beerdigt wurde sie auf dem Friedhof Cemitério São João Batista in Rio de Janeiro. An dem Begräbnis der Künstlerin nahmen eine halbe Million Menschen teil. Zu ihrer Ehre entstand in Rio de Janeiro ein Museum der Künstlerin "Museu Carmen Miranda" und auf dem Hollywood Walk of Fame in Los Angeles wurde ein Stern mit ihrem Namen eingelassen.

Carmen Miranda - South American Way

Carmen Miranda
South American Way

Original Recordings 1939-1945

Audio CD, Naxos, 2003

01. Bambu-Bambu (Traditional)
02. Mama Eu Quero (Jararaca Paiva - Vincente Paiva)
03. O Que E Que a Bahiana Tem (Dorival Caymmi)
04. South American Way (Al Dubin - Jimmy McHugh)
05. Co, Co, Co, Co, Co, Co, Ro (Machinha do, Grande Gallo) (Lamartine Babo - Paulo Barbosa)
06. Touradas Em Madrid (Joao de Barro - Alberto Ribeiro)
07. I Yi Yi Yi Yi (I Like You Very Much) (Mack Gordon - Harry Warren)
08. Alo Alo (Andre Filho)
09. Chica Chica Boom Chic (Mack Gordon - Harry Warren)
10. Bambale (Brant Horta)
11. Cae Cae (Roberto Martins)
12. Arca de Noe (Antonio Nassara - Sa Roris)
13. Diz Que Tem (V. Paiva - H. Cruz)
14. Rebola a Bola (A. Oliveira - N. Amaral - F. E. Brant Horta)
15. Nao Te Dou a Chupeta (Scevino Netto - Plinio Bretas)
16. Chatanooga Choo Choo (Mack Gordon - Harry Warren)
17. Boneca de Pixe (Ary Barroso - Luiz Iglesias)
18. Tic Tic Tac do Meu Coracao (Pires Vermelho - Walfrido Silva)
19. O Passo do Kanguru (Brazilly Willy) (Haroldo Lobo - Milton Oliveira)
20. Upa Upa (Ary Barroso - Ervin Drake)
21. Tico Tico (Zeguinha Abreu - Aloysio Oliveira)

Helele

Ein alter Hit ist wieder mal auferstanden. "Helele" hieß ursprünglich "Aieaoa" und stammt aus dem Album "Le Monde Fabuleux des Yamasuki" von The Yamasuki Singers. Die Autoren sind Daniel Vangarde und Jean Kluger. Zum ersten Mal sah "Aieaoa" das Tageslicht 1971. Es gab im Laufe der Jahre zahlreiche Coverversionen des Stücks. 1975 hat den Hit die Gruppe Black Blood in ihr Repertoire aufgenommen. Der Song heißt bei ihnen "A.I.E.". 1981 startet die britische Girl - Gruppe Bananarama ihre Karriere mit "Helele". Bei Bananarama heißt das Stück allerdings "Aie a Mwana". Bananarama erreicht mit dem Titel den 92. Platz in den britischen Charts. Irgendwie wurde das Umbenennen des Stückes zur Gewohnheit. Bei Ottawan heißt der Titel "A.I.E. is my Song". So hatten bestimmt Velile und Safri Duo, die den Hit 2010 neu aufgenommen haben, kein Problem damit, ihm wieder einen neuen Titel zu verpassen, traditionsgemäß, sozusagen. Jetzt heißt er "Helele" und wurde zusätzlich mit einem neuen Text von Velile Mchunu in der südafrikanischen Landessprache Zulu versehen. Dort wurde die Sängerin geboren und ist dort aufgewachsen. Sie ist dann für das Musical König der Löwen in Johannesburg entdeckt und engagiert worden. Seitdem übernahm sie die Rolle der Rafiki als Erstbesetzung in dem Disney Musical am Hamburger Hafen. Die Textautorin performt den "neuen" Song gemeinsam mit Safri Duo. Diesmal soll "Helele" richtig Karriere machen. Bei RTL wurde der Song zum offiziellen Hit der Fußball Weltmeisterschaft 2010, die in Südafrika stattfindet, erkoren. Ob der Song danach wieder in Vergessenheit gerät oder zum Evergreen, mit dem man den Fußball und Sommer 2010 verbinden wird, wird, bleibt abzuwarten. Ganz sicher ist dagegen, dass jede Tanzschule, die es mit "Tanzen macht Spaß" ernst meint, ihn in ihre Set - Liste aufnehmen wird, um ihre Schützlinge zum Tanzen anzufeuern. Die Garantie nämlich, dass es gelingt, haben die Macher von dem dänischen Safri Duo, Uffe Savery und Morten Friis gemeinsam mit Velile, schlicht und einfach mit eingebaut. Die neue Version erschien am 7. Mai 2010. Am 22. Mai 2010 stand "Helele" in Musicload Single Charts auf dem vierten Platz.
Helele

Helele
Velile & Safri Duo

CD Single, Polydor (Universal), 2010

Helele

•   Aieaoa (The Yamasuki Singers, (1971)  
•   A.I.E. (Black Blood, (1975)  
•   Aie A Mwana (Bananarama, 1981)  
•   A.I.E. Is my Song (Ottawan)  
•   Helele (Velile und Safri Duo, 2010)  

Die FIFA und Sony haben allerdings nicht "Helele" sondern den Song "Waka Waka (This Time for Africa)" zum offiziellen Song der FIFA Fußball - Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ernannt. Der Song stammt aus der Feder von Shakira. Shakira tritt zusammen mit der südafrikanischen Band Freshlyground auf. Zufällig ist "Waka Waka" ebenfalls ein Samba. Damit steht die Fußball - Weltmeisterschaft 2010 unter dem Samba - Zeichen. Es gibt zwar auch andere WM 2010 - Songs, die keine Samba sind, wie z.B. "Gimme Hope Joachim" von Basta, daran wollen wir uns aber nicht stören.

Waka Waka

•   Waka Waka (Shakira, Offizieller Song der FIFA Fussball - Weltmeisterschaft 2010)  

(5/2010)




Google-Suche auf Music & Dance :

Mad