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Ballett BALLETT  
Der Begriff Ballett hat mehrere Bedeutungen und erst aus dem Kontext kann erkannt werden, was gemeint ist. Spricht man etwa von einer Ballett - Tanzgruppe, denkt man an eine theatralische Vorstellung oder meint man etwa ein musikalisches Werk, das für eine Ballett - Darbietung komponiert wurde. Ballett ist ein von Musik begleitender künstlerischer Bühnentanz, der seine Ursprünge in der italienischen und französischen Renaissance hat. Er entstand bei den italienischen Maskenballen und Festlichkeiten, die sich durch prachtvolle Kostüme, pantomimische Darbietungen und den Tanz charakterisierten. Für die erste Ballett - Vorstellung wird die Darbietung der Reise von Jason und den Argonauten nach dem goldenen Vlies gehalten, die 1489 während der Hochzeit des Prinzen von Mediolan, Galeazzo Visconti mit Isabell Aragoński stattfand. Die wichtigsten Vertreter des italienischen Stils aus der Zeit sind Domenico da Piacenza und seine zwei Schüler Antonio Cornazzano und Guglielmo Ebreo. Die erste Blütezeit erlebt das Ballett im 15. Jahrhundert in Frankreich. 1661 entsteht in Paris die erste Tanzakademie. 1681 hat das Ballett seine erste Primadonna. Zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert wurde Ballett zu einer Darbietung der mythologischen Inhalte. Im 17. Jahrhundert gibt es die erste Ballett - Oper. Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt Petersburg in Russland zum Ballettzentrum. Hier wurden solche Klassiker aufgeführt wie "Dornröschen", "Schwanensee" und "Der Nussknacker" von Peter Tschaikowsky. Zu den wichtigen Wirkenden aus der Zeit gehört der russische Choreograf Marius Petip. Anfang des 20. Jahrhunderts entsteht aus dem Ballett der Ausdruckstanz, wozu das entscheidende Isadora Duncan, R. von Laban, M. Wigman und K. Joos beitrugen. Das Moderne Ballett wurde entscheidend von R. Saint Denis, T. Shawn und M. Graham geprägt.
 
 
Ballett
 
Notizen :

Die bekannten Balletts :

"Le Triomphe De L'amour" Jean-Baptiste Lully (1681)
"Les Indes Galantes" Jean-Philippe Rameau (1737)
"Don Juan" von Christoph Willibald Gluck (1761)
"Medea i Jazon" Johann Josef Rodolphe (1763)
"Don Kichot" Ludwig Aloisius Minkus (1869)
"Schwanensee" Peter Tschaikowski (1877)
"Dornröschen" Peter Tschaikowski (1890)
"Der Nussknacker" Peter Tschaikowski (1892)
"Raimonda" Alexander Glazunow (1898)
"Der Feuervogel" Igor Strawinski (1910)
"Scheherazade" Nikolai Rimski-Korsakow (1910)
"Romeo & Julia" Sergej Prokofiew (1926)
"Bolero" Maurice Ravel (1928)
"Der wunderbare Mandarin" Béla Bartók (1945)
"Cinderella" Siergiej Prokofiew (1945)
"Carmen" Georges Bizet (1949)
"Spartacus" Aram Khachaturian (1956)
"New York Export: Opus Jazz" Robert Prince (1958)

Eisballett

2008 / 2009 gastiert in Deutschland das St. Petersburger Staatsballett On Ice und präsentiert "Nussknacker". Die Eis - Ballett-Tänzer haben Auftritte u.a in Oberhausen, Bochum, Krefeld, Kassel, Nürnberg, Koblenz, Wiesbaden, Hamburg und Saarbrücken. Die Show bekommt sehr gute Kritiken. The New York Post : "Es war die beste Eistanz-Show, die ich je gesehen habe." "Der Nussknacker" ist ein Werk von Peter Tschaikowski und wurde 1892 in St. Petersburg uraufgeführt. Heute gehört "Der Nussknacker" zu den bekanntesten Balletts der Welt. Das Staatliche Eisballett St. Petersburg wurde 1967 von Konstantin Boyarski gegründet und verband Eiskunstlauf mit klassischem russischen Ballett. Unter den 80 Tänzerinnen und Tänzer, die an der Nussknacker - Show teilnehmen tanzen u.a. Ex- Europameisterin Olga Ivanova und der frühere Olympia-Starter Andrei Stroganov. Die Choreografie stellte Konstantin Rassadin zusammen.
Eisballett - Nussknacker

Billy Elliot – I Will Dance
Der Film spielt in England in der Zeit schwerer wirtschaftlicher Krise und Bergbaureformen im Jahr 1984. Der elfjährige Billy wohnt in einer kleinen Bergbausiedlung, die meisten hier leben vom Bergbau und sind vom Bergbau abhängig. Sein Vater und der ältere Bruder Tony beteiligen sich an einem Bergarbeiterstreiks, wodurch die gesamte Familie in eine schwere finanzielle Krise gestürzt wird.
Zu diesem Zeitpunkt trainiert Billy Boxen. Damit sollen allerdings nicht seine, sondern die Träume seines Vaters erfüllt werden : Er soll ein Box - Champion werden. Zufällig landet Billy in einem Ballettunterricht, das in der gleichen Halle stattfindet, und entdeckt plötzlich seine Leidenschaft für den Tanz. Eine große Wende in seinem Leben. Bald werden die Boxerhandschuhe gegen ein Ballett - Kostüm getauscht. Seitdem widmet er jede freie Minute der Welt seiner Träume. Jeden Schritt vom Billy, jede Bewegung ist Tanz. Schließlich beginnt er Unterricht bei der Tanzlehrerin Willkinson, der auch sehr schnell das tänzerische Potenzial ihres Schüler bewusst wird. Der Unterricht muss geheim gehalten werden. Der Vater und der Bruder dürfen von seiner neuen Beschäftigung nichts erfahren. Sie gehören zu den festen Trägern der alten kulturellen Stereotypen. In ihrer Welt hat Tanzen für Männer keinen Platz. Bald aber wird das Geheimnis gelüftet, man erfährt, dass das Geld, das für Boxunterricht bestimmt war, für andere Zwecke ausgegeben wurde. Eine Reihe unglücklicher Umstände bringt das Tanzabenteuer von Billy vorerst zu Ende. Die Teilnahme am Ballettunterricht wird verboten, die Oma von Billy wird schwer krank.
Die Tanzlehrerin Frau Wilkinson, überzeugt von dem Talent des Jungen, bleibt aber dran und bietet Billy kostenlosen Ballettunterricht an. Der von ihr angezettelte erste Versuch, Billy in einer Ballettschule in London vorzustellen, endet vorerst erfolglos.
Die Wende bringt eine kleine Tanzvorstellung von Billy, die er dem einzigen Zuschauer, seinem Freund Michael bescherte. Diese wurde aber auch gleichzeitig von Billy's Vater gesehen, die von der tänzerischen Ausdruckkraft des Sohnes tief beeindruckt wurde. Er denkt um, setzt alles darauf ein und ermöglicht Billy das Vortanzen in London. Finanziell unterstützt auch von anderen "Kumpels", gelingt es ihm schließlich seinen Sohn in der prestigevoller und einer der renommiertesten Ballettschulen des Landes Royal Ballet School unterzubringen.
Es dauert ein Weilchen, dann können Vater und Bruder Billy als einen bereits erwachsenen Tänzer auf einer großen Bühne bewundern. Gespielt wurde "Schwanensee" von Pjotr Iljitsch Tschaikowski.
Billy Elliot – I Will Dance
Originaltitel: Billy Elliot
Großbritannien 2000, 106 Min., Regie: Stephen Daldry , Drehbuch: Lee Hall , Produktion: Greg Brenman, Jonathan Finn, Musik: Stephen Warbeck
Besetzung : Jamie Bell: Billy Elliot
Julie Walters: Mrs. Wilkinson
Jamie Draven: Tony Elliot
Gary Lewis: Jackie Elliot, Billys Vater
Jean Heywood: Billys Großmutter
Stuart Wells: Michael


Billy Elliot - I Will Dance

Tanz International 11/90 Tanz
International


Ballett und Tanz International

Ausgabe 11/1990

"Tanz International" (eine Zeitschrift, die monatlich erschienen ist) wurde von Rolf Garske ins Leben gerufen und herausgegeben. Die ersten Ausgaben gab es im Jahr 1977, die damals unter dem Namen "Ballett - Info" erschienen sind. In den 80er Jahren wandelte sich die Zeitschrift in "Ballett International" um. "Tanz International" gab es zu "Ballett International" als eine breitere Ergänzung. Die Zeitschrift wurde sehr populär, trotzdem gab es ständig finanzielle Probleme so, dass nicht selten die Mitarbeiter nicht bezahlt werden konnten. Dies ist auch schließlich einer der Gründe warum die Zeitschrift 1993 vom Rolf Garske verkauft werden musste. Der andere war seine Krankheit, die 1996 zu seinem Tode geführt hat. Er starb im Alter von 43 Jahren. "Tanz International" ist bei dem Verlag Rolf Garske (Ballett - Bühnen - Verlag) in Köln erschienen. Für den Druck sorgte die Druckerei Locher GmbH ebenfalls aus Köln. Die Ausgaben im Jahr 1990 konnte man für 5 DM, die aus dem Jahr 1991 für 7 DM erwerben.

Kulturhauptstadt Essen 2010


Essener Gymnasium mit einer Ballettklasse


Postkarte Kulturhauptstadt Essen
2010 wird die Stadt Essen neben Pecs (Ungarn) und Istanbul (Türkei) zur Europäischen Kulturhauptstadt. Die Benennung durch die Europäische Kommission bedeutet für die Städte die Aufmerksamkeit des ganzen Kontinents und große Zunahme der Besucherzahlen. Bereits im Vorfeld führt die Stadt Essen unzählige Infokampagnen, um auf die Attraktionen und Events, die 2010 in der Stadt stattfinden, aufmerksam zu machen. Eine davon ist eine lange Postkarten - Serie, die die verschiedenen Gesichter der Stadt aufzeigen. Eine davon ist dem Ballett gewidmet. In dem Essener Stadtteil Werden befindet sich nämlich das außergewöhnlichste Gymnasium Deutschlands. Die Schule hat eine eigene Tanzabteilung und es ist das einzige Gymnasium in Deutschland, an dem Tanz Abiturfach ist. Die Schule verfügt über ein eigenes Tanzhaus mit Tanzsälen und ein eigenes Tanzinternat, das von Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland besucht wird. Interessierte besuchen das Gymnasium im Internet unter der Adresse www.gymnasium-essen-werden.de. Infos zu Kulturhauptstadt Essen 2010 gibt es unter www.essen2010.com.
Ab dem 2. Januar 2010 soll eine neue 55-Cent Sondermarke der Deutschen Post zum Start ins Kulturhauptstadtjahr 2010 verkauft werden.
(2009)



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