JIVE
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Der Jive ist um 1940 in England aus dem Boogie-Woogie und Jitterbug entstanden
und gehört zu den Lateinamerikanischen Tänzen. Im Jahr 1968
wurde er in das Turnierprogramm aufgenommen. Im gleichem Jahr fand auch die
Aufnahme in das Welttanzprogramm statt. Die amerikanischen Soldaten brachten den
Jive auch nach Europa und er wurde bei der Jugend sehr beliebt. Für eine
einheitliche Bezeichnung für den Jive einigte man sich erst 1974. Die
Zugehörigkeit von Jive zu den Lateinamerikanischen Tänzen, obwohl er kein
Lateinamerikanischer Tanz ist, ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass er
nicht in geschlossener Haltung getanzt wird, wie alle Lateinamerikanische Tänze
ebenfalls. Zusätzlich erreichte man dank einer solchen Zuordnung zwischen den
Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen ein Zahlengleichgewicht. Jive ist
der letzte Tanz, der in dem Turnierprogramm seinen Platz fand. Jive wird meist
als Jugendtanz angesehen, symbolisiert die Lebensfreude und wird von Tanzschulen
und Tanzclubs oft als Lockmittel eingesetzt, um bei den Anfängern die
Tanzbegeisterung zu generieren. Bei den "Umbauarbeiten" an dem Boogie-Woogie und
Jitterbug, die zu Entstehung von Jive führten, verzichtete am vor allem auf die
für die beiden Tänze charakteristische akrobatische Figuren. Technisch
betrachtend wird der Jive in 4/4 - Takt mit 44 Takten pro Minute getanzt.
(2008)
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Tanz mal wieder
Jive
Orchester Ambros Seelos
Audio CD, Koch Music GmbH, 2001 |
1. Rote Lippen soll man küssen - M.+T.: Leiber Jerry, Stoller Mike
2. Joker - Römer-Gewaro Gerd
3. Pennies From Heaven - M.+T.: Johnsten Arthur
4. Route 66 - M.+T.: Troup Bobby
5. Rock'n Roll Forever - Schweppe Dirk
6. On The Highway - Nordley Jeff
7. Dance Dance Dance - Seelos Ambros, Assal Mac
8. Sweet Cooky - Maggi Sandro
9. Piano Player - Schweppe Dirk
10. Rhythm Only - Römer-Gewaro Gerd, Monty Carlo
11. Jive Sax - Kellem Butch, Walker Charles
12. Hello Mr. Basie (Slow-Jive) - Römer-Gewaro Gerd, Seelos Ambros |
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Kurz gefasst
- Ein der ersten Jive - Interpreten war der amerikanische Sänger und
Saxophonist Louis Jordan. Er ist der Autor des weltweit bekannten Klassikers
"Choo Choo Ch'Boogie". Einige seine Jive - Kompositionen sind "Ain't Nobody Here
But Us Chickens", "Reet Petite and Gone" und "Texas and Pacific".
- Das Wort "Jive" hat mehrere Bedeutungen. In dem Slang der Schwarzen ist
damit sexuelle Erregung und Ektase gemeint. Im afroamerikanischen
Sprachgebrauch wird mit "Jive" das unsinnige Gerede bezeichnet. Nicht selten
meint man mit "Jive" den Rauschgiftkonsum.
- Der Jive - Vorgänger Jitterbug hatte große Probleme, um sich in
"weißen" Kreisen zu etablieren. Von den weißen Tanzschulen abgelehnt wurde
Jitterbug in Deutschland sogar verboten.
- Einige der Jive - Figuren sind Platzwechsel, Stop & Go, American Spin,
Rolling, Mooch, Whip oder Miami Special.
- Die ersten zusammengestellten Jive - Regeln präsentierte der englische
Tanzlehrer Victor Silvester im Jahr 1944. Victor Silvester gehört zu den
wichtigsten Persönlichkeiten in der Entwicklung der Gesellschaftstänze in
den 20er Jahren. Der 1900 geborene englische Tänzer, Autor, Musiker und
Bandleader starb am 14. August 1978.
- Jive ist ein sogenannter Platztanz.
- Zu den bekanntesten und besten Jive - Tänzern gehören Alan und Hazel
Fletcher. Alan Fletcher wurde am 28. März 1947 geboren und kam mit Hazel
1965 zusammen. 1972 und 1973 werden sie zu den Weltmeistern in den
Lateinamerikanischen Tänzen (Amateure). Ab 1977 bis 1981 wurden sie
durchgehend fünf mal zu den Profi - Weltmeistern ebenfalls in dieser Sparte.
Sie waren so auf Jive versessen und lieferten stets solche Jive -
Performances, dass sie mit dem Titel "Doctor Jive" benannt wurden.
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Let's Dance
der Tanzkurs geht weiter
Hallo Ihr Lieben !
So wendet sich das aus dem Let's Dance
bekannte Jurymitglied, Moderator und
Tanzlehrer Markus Schöffl an alle, die
gemeinsam mit ihm zu der zweiten Runde
seines Tanzkursus schreiten möchten. Diese
aus zwei DVD's bestehende Ausgabe ist eine
Fortsetzung des Anfängerkurses und richtet
sich an alle, die den Grundschritt
einigermaßen unter Dach und Fach gebracht
haben. Eine gute Gelegenheit auch den Jive
zu erlernen. Neben Jive werden hier
Langsamer Walzer, Tango, Quickstep, Wiener
Walzer, Slowfox, Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba
und Paso Doble vorgestellt. Zu jedem
Tanzkapitel gibt es auf dieser DVD einen aus
der RTL-Show bereits bekannten Let's Dance
Trailer. |
Für einen kleinen theoretischen Einstieg
hilft das beiliegende Beiblatt. Hier findet
sich zu jedem Tanz eine kurze Beschreibung.
Auch zu dem Jive. Über diesem mit dem Boogie
Woogie und mit dem Rock'n'Roll verwandten
Tanz erfahren wir hier : "Der Jive kann im
Prinzip in Latein - Haltung getanzt werden,
er erfordert jedoch häufig eine offene
Tanzhaltung wegen der vielen Figuren. Aus
diesem Grund gibt der Herr meist die Linke
und die Dame die rechte Hand, was dann die
übliche Tanzhaltung ablöst."
Nach dieser kurzen Einführung kann es gleich
losgehen. Markus wartet schon. Also Ihr
Lieben, viel Spaß! |

Let's Dance Teil II Sony BMG Music Entertainment
GmbH, 230 Min, 2007. |
Das Geheimnis der ewigen Jugend
"Der Jive ist ein Jugendtanz, das heißt, er ist einerseits ein Tanz für
junge Leute und andererseits ein Tanz zum Jungbleiben, ein Jungbrunnen.
Jugend ist also keine Voraussetzung für diesen Tanz, sondern eher sein
Inhalt. Wer diesen Inhalt hat, diesen Tanz bringt, der ist eben jung."
Von Eugen Fritz und Ute Streicher
(Quelle "Tanzen Weltweit" / Burgauner)
Eugen Fritz und Ute Streicher sind mehrfache Profimeister in den
lateinamerikanischen Tänzen. Beide bildeten in den 80er Jahren das beste
deutsche Tanzpaar in den Lateinamerikanischen Tänzen und gewannen 1983
sogar die Kombination. Ute Streicher arbeitet heute als Trainerin,
unterrichtet einige der derzeit weltbesten Tanzpaare und vertritt
Bundesrepublik Deutschland als Wertungsrichterin bei Weltmeisterschaften
in der ganzen Welt. Eugen Fritz ist ebenfalls als Trainer tätig und
leitet die Tanzschule - Fritz, die man im Internet unter
www.tanzschule-fritz.com besuchen kann. |
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