buch Das große Buch der Standardtänze





Das große Buch der Standardtänze
Von Foxtrott bis zum Wiener Walzer


"Tanzen ist die schönste Nebensache der Welt".

Mit einem 93 Seiten zählenden Buch wendet sich die Autorin an alle Tanzbegeisterten, die bereits über Erfahrung im Tanzen verfügen und den ersten Besuch einer Tanzschule bereist hinter sich haben, als auch an alle die, die ihr "Nichttänzer - Dasein" ganz einfach leid geworden ist. Wie das bei den meisten Tanzbücher der Fall ist, werden auch hier gleich mehrere Tänze vorgestellt, "Von Foxtrott bis Wiener Walzer".  Neben den bereits im Titel erwähnten Wiener Walzer und Foxtrott stellt "Das große Buch der Standardtänze" Discofox, Langsamen Walzer und Tango vor. Die Autorin Helen Ann Augst ist eine freie Journalistin, Buchautorin und eine begeisterte Hobbytänzerin. Trotzdem gelang es ihr zu dem Gegenstand ihres Hobbys einen gesunden Abstand zu bewahren. Dem Leser rät sie :

"Am besten,
Sie nehmen das Tanzen nicht so tierisch ernst."


Das große Buch der Standardtänze

Das Große Buch der Standardtänze
von Foxtrott bis Wiener Walzer

Helen Ann Augst
verfasst in enger Zusammenarbeit mit der Tanzschule Richter aus München.
Humboldt - Taschenbuchverlag, 1995


So ganz ohne Theorie wird es wohl nicht funktionieren. Auch die Autorin dieser kleinen Vorstellung hält es für ratsam, den Anfänger mit so manchen Grundregeln vertraut zu machen. Es gibt ein extra Kapitel mit Tricks und Tipps zu dem Umgang mit Theorie, ein Kapitel über die Führung, Tanzstellung sowie Verkehrsregeln auf der Tanzfläche. Denn auch diese müssen beachtet werden, damit ein Paar nach dem Tanz heil die Tanzfläche verlassen kann.
Nun versuchen wir einmal das Buch zu Rate zu ziehen, um zu erfahren, wer eigentlich schuld ist, wenn einer der Partner dem anderen auf die Füße tritt? Für einen Anfänger ist das eine Frage von höchster Wichtigkeit. Denn, dass er seinem Partner auf die Füße tritt oder selbst zertrampelt wird, wird in den ersten Tanzstunden nun mal nicht ausbleiben. Wer darf dann bitte schön über den anderen meckern und schimpfen, und wer soll sich dann lieber im Schweigen üben und so tun, als ob nichts gewesen wäre? Die Regeln bei Standarttänzen sind immer gleich : Man stellt sich leicht nach links versetzt gegenüber. Der Schritt rechts vorwärts geht immer zwischen die Füße des Partners, der Schritt links vorwärts immer an ihm vorbei. Wer ist nun mal schuld, wenn es nicht klappt und ein Fuß auf dem des Partners landet? Die alte Tänzer - Weisheit verrät es uns :

Wer drunter steht, ist schuld.

Ähnlich wie beim Foxtrott ist bestens derjenige aufgestellt, der zumindest die Grundzüge des Wieners Walzer beherrscht. Auch wenn bei einer gewöhnlichen Geburtstagsparty auf Wiener Walzer eher verzichtet wird, bietet sich immer wieder eine Gelegenheit, die Füße im Dreivierteltakt zu bewegen. Man ist schnell auf einem großen Ball, nicht selten ungewollt, mit von der Partie oder muss, um den Bräutigam und Braut nicht zu enttäuschen, bei einer Hochzeit zu den Klängen des "Brautwalzers" ebenfalls ran. Von dem Wiener Walzer stellt "Das Große Buch der Standardtänze" Rechtsdrehung, Linksdrehung und den Pendelschritt vor. Mehr muss nicht unbedingt sein. Denn, wie die Autorin meint, wer die "Klassiker" nur einigermaßen beherrscht, kommt bei jeder Tanzveranstaltung "blendend über die Runden".