ELISABETH - DAS MUSICAL

Mathias-Edenborn (Kaiser-Franz_Josef), Annemieke-van-Dam (Elisabeth)
Das-Musical-ELISABETH
Mathias-Edenborn (Kaiser-Franz_Josef)
Annemieke-van-Dam (Elisabeth)
Fot. Herbert-Schulze


ELISABETH - DAS MUSICAL

Der Musical-Welterfolg von Michael Kunze und Sylvester Levay beginnt sein 20jähriges Bühnenjubiläum mit Deutschland-Tournee

Die Termine 2011/2012

11.10.2011 - 27.11.2011 Köln Musical Dome Köln
30.11.2011 - 18.12.2011 Frankfurt Jahrhunderthalle
21.12.2011 - 15.01.2012 München Deutsches Theater
18.01.2012 - 05.02.2012 Basel Musical Theater
08.02.2012 - 04.03.2012 Essen Colosseum Theater
07.03.2012 - 25.03.2012 Bremen Musical Theater
28.03.2012 - 01.04.2012 Chemnitz Stadthalle
04.04.2012 - 08.04.2012 Erfurt Messe
12.04.2012 - 15.04.2012 Leipzig Arena
18.04.2012 - 22.04.2012 Dresden Kulturpalast

"Die Geschichte von der narzisstischen Kaiserin und ihren scheiternden Emanzipationsversuchen, fein verwoben mit einem Gesellschaftspanorama über den Untergang der Habsburger Monarchie und den aufziehenden Nationalismus, läuft zwei Stunden in grandiosen Bildern und hält Spannung bis zum letzten Augenblick".
Berliner Zeitung, 22.04.2008


Szene Milch Ensemble
Das Musical ELISABETH
Szene Milch Ensemble
Foto Herbert Schulze


ELISABETH - DAS MUSICAL

Michael Kunze und Sylvester Levay zum 20jährigen Jubiläum
Die Uraufführung von ELISABETH fand am 2. September 1992 in Wien statt. Seither verging kaum ein Abend, an dem dieses Musical nicht irgendwo in der Welt über die Bühne ging. Nach wie vor gehört es zu den beliebtesten Musiktheaterwerken in Österreich, Japan, Ungarn, Holland, Skandinavien und natürlich Deutschland und der Schweiz.
Bei der Premiere konnten wir diesen Erfolg nicht voraussehen. Die Presse war skeptisch. Würde sich ein deutschsprachiges Musical gegen die internationale Konkurrenz behaupten können? Nicht einmal der Erfolg in Österreich schien sicher. Besucher und Kritiker fühlten wie wir, dass da etwas ganz Neues entstanden war. Mit den typischen Broadwaymusicals hatte dieses Werk nicht viel gemeinsam. Es war theatralischer, epischer und auch musikalisch ganz anders. Nicht alle fanden das gut.
Doch seine Unangepasstheit entsprach seiner Titelfigur. Die österreichische Kaiserin Elisabeth, oft auch Sisi genannt, passt in kein Klischee und widerspricht allen Vorurteilen. Sie war anders, als die andern sie haben wollten. In einer Welt der Traditionen wehrte sie sich gegen überkommene Zwänge. Umringt von Lügen sagte sie die Wahrheit. Statt beliebt, wollte sie ehrlich, statt austauschbar einzigartig sein. In allen ihren Taten und Gedanken war sie eine hochmoderne Frau. Ihr Pech war es, zur falschen Zeit zu leben. Darum musste sie für die Selbstbefreiung mit ihrem Glück bezahlen.
Die Menschen der Gegenwart bewundern den Kampf dieser unglücklichen Frau um das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Denn zum Unterschied zur damaligen Zeit erscheint uns Heutigen das Streben nach Unabhängigkeit selbstverständlich. Elisabeths „Ich gehör nur mir“ spricht nicht nur den Frauen aus dem Herzen, aber vor allem ihnen. Auch deshalb wurde das Musical ein solcher Erfolg. Es wurde und wird als Emanzipationsdrama verstanden. Es zeigt freilich auch auf, wie selbstzerstörerisch ein hemmungsloser Freiheitsdrang sein kann.
Eine zwanzigjährige internationale Laufzeit entsteht nicht durch Kritikerlob und Marketinggeschick. Die Verbindung der romantischen Liebesgeschichte zwischen Elisabeth und dem Tod mit einer berührenden Musik macht ELISABETH für viele Menschen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Dieser Tatsache allein verdankt das Werk seinen Erfolg und seine Langlebigkeit.

Kurosch Abbasi (Lucheni)
Das Musical ELISABETH
Kurosch Abbasi (Lucheni)
Foto Herbert Schulze


ELISABETH - DAS MUSICAL - Kurzer historischer Abriss

1804 Österreich beantwortet die Kaiserkrönung Napoleons mit der Ausrufung des Kaisertums Österreich durch Kaiser Franz II., der nun auch Kaiser Franz I. von Österreich ist.
1805 Ende des Heiligen Römischen Reiches mit Niederlegung der Kaiserkrone durch Franz II. auf Drängen Napoleons
1810 Hochzeit Napoleons mit Marie Louise, Tochter von Kaiser Franz I.
1814 Abdankung Napoleons im April. Der Wiener Kongress beginnt mit der Neuordnung Europas im September.
1815 Niederlage Napoleons bei Waterloo nach seiner Rückkehr aus dem Exil
Gründung des deutschen Bundes unter ständigem Vorsitz von Österreich als Nachfolger des Heiligen Römischen Reiches
Gleichzeitige Gründung des Dreikaiserbündnis (Heilige Allianz) zwischen Preußen, Österreich und Russland
1835 Tod Franz I., Ferdinand I. wird Kaiser von Österreich
1848 Revolution von 1848, hervorgerufen durch Erstarken der Nationalitäten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Uneinigkeit der Nationalitäten und die Hilfe Russlands retten das Kaisertum vor dem Auseinanderfallen. Im April wird die Verfassung im formellen Sinn versprochen. Im Juli tritt erstmals der Reichstag, das erste österreichische Parlament zusammen. Im September stellt Ungarn unter Lajos Kossuth eine Armee auf. Mithilfe Russlands kann Ungarn zurückerobert werden. Am 1. November scheitert die Revolution, Wien wird von kaisertreuen Truppen erobert, 24 Revolutionäre hingerichtet. Im Dezember 1848 dankt Kaiser Ferdinand I. zugunsten seines Neffen Franz Joseph Karl ab, der als Franz Joseph I. den Thron besteigt
1851 Mit den Silvesterpatenten vom 31. Dezember leitet Franz Joseph I. die Phase des Neoabsolutismus ein. Die Oktroyierte Märzverfassung von 1849, die sowieso nur zu einem geringen Teil wirksam wurde, wird aufgehoben.
1853 Das Dreikaiserbündnis wird schwer erschüttert, da Peußen und Österreich nicht in den Krimkrieg eingriffen. Russland wird zum Gegner Österreichs und Preußens.
1854 Hochzeit Franz Joseph I. mit Elisabeth in Bayern
1859 Mit den Niederlagen der kaiserlichen Truppen in Italien gegen das italienische Risorgimento neigt sich der Neoabsolutismus dem Ende zu.
Die Direktregierung des Kaisers und seiner Minister findet keine Verankerung mehr im Großbürgertum.
Die nächsten Jahre werden von Verfassungsexperimenten wie dem Oktoberdiplom 1860 und dem Februarpatent 1861 geprägt.
1866 Auflösung des deutschen Bundes nach der Niederlage von Königgrätz
1867 Am 8. Juni wird die Österreich – Ungarische Doppelmonarchie gegründet (offiziell k.u.k. Monarchie, inoffiziell als Donaumonarchie bezeichnet). Kaiser Franz Joseph I. wird in Budapest zum Apostolischen König von Ungarn gekrönt. Ungarn schied aus dem Kaisertum aus und wurde gleichberechtigter Teilstaat in einer Realunion mit Österreich. In dieser Zeit begann der Nationalismus seinen Siegeszug durch die Länder Europas insbesondere der Habsburger Monarchie.
1878 Österreich-Ungarn erhält beim Berliner Kongress das Recht zugesprochen, die osmanische Provinz Bosnien-Herzegowina zu besetzen und zu verwalten.
1879 Der Zweibund mit Deutschland wird geschlossen, 1882 der Dreibund mit Italien, der auch für den Ersten Weltkrieg ausschlaggebend sein wird.
1880 Einführung der Zweisprachigkeit in Böhmen und Mähren, 1882 auch in den slowenischen Gebieten. Lockerung des Wahlzensus, neue Parteien werden gebildet, die Christlichsozialen, die Sozialdemokratische Partei und die Liberale Partei
1898 Kaiserin Elisabeth fällt am 10. September in Genf einem Attentat des italienischen Anarchisten Luigi Lucheni zum Opfer.
1903 Serbien gibt die Anlehnung an Österreich-Ungarn, nach einem ungarischen Importstopp für serbisches Schweinefleisch, auf.
1905 Die Verhandlungen der Sozialdemokratie mit der k.k. Regierung beginnen.
1907 Es finden die ersten Reichsratswahlen statt, bei denen jeder erwachsene männliche Staatsbürger wahlberechtigt war und jede Stimme gleich viel zählte.
1914 Am 28. Juni verübt der serbische Nationalist Gavrilo Princip das Attentat von Sarajevo auf den Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand, das zum Ausbruch des ersten Weltkrieges führt.
1916 Tod von Franz Joseph I.

Annemieke van Dam (Elisabeth), Mark Seibert (Tod)
Das Musical ELISABETH
Annemieke van Dam (Elisabeth)
Mark Seibert (Tod)
Foto Herbert Schulze


Michael Kunze: Idee, Buch- und Liedtexte

Michael Kunze begann schon als Student Ende der 60er Jahre sehr erfolgreich Liedertexte zu schreiben. Er landete Hit auf Hit und war bald der gefragteste Songwriter Deutschlands. Als erstem Deutschen gelang ihm 1976 sogar der Sprung auf die Nummer Eins der US-Hitparaden. In den USA und Europa produzierte er für internationale Pop-Interpreten wie ilver Convention, Herbie Mann, Julio Iglesias, Gilbert Bécaud und Sister Sledge. Ein Grammy und über 70 Gold- und Platinschallplatten zeugen von diesem Abschnitt seiner Karriere.
Auf dem Scheitelpunkt seines Erfolges zog sich Michael Kunze aus der Pop- Branche zurück, um sich der Literatur zu widmen. Seine Sachbücher „Der Freiheit eine Gasse“ und „Strasse ins Feuer“ wurden Bestseller, das letztgenannte auch in den USA, Japan und Brasilien. Trotz seiner erfolgreichen Veröffentlichungen blieb er der Unterhaltungsbranche weiter treu. Gewissermassen nebenbei konzipierte er grosses und bis heute fortwirkendes TV-Entertainment (ARD-Sport-Gala, Peter-Ustinov-Show, Bambi-Gala).
Seit Anfang der 90er Jahre hat sich Michael Kunze ganz auf die Arbeit für das Musiktheater konzentriert. Bisher wurde jedes von ihm geschriebene Musical - ELISABETH, MOZART! und TANZ DER VAMPIRE - zum internationalen Erfolg (Aufführungen in Österreich, Ungarn, Schweden, Holland, Deutschland, USA und Japan). Zusammengenommen erreichten die Produktionen bisher über acht Millionen Zuschauer.
Darüber hinaus hat der Autor fast alle bekannten internationalen Musicals ins Deutsche übertragen, darunter EVITA, CATS, DAS PHANTOM DER OPER, DER KÖNIG DER LÖWEN, MAMMA MIA! und Elton John & Tim Rice’s AIDA. Jüngere Arbeiten von Michael Kunze sind ein Sprechtheaterstück mit dem Titel LENYA (Uraufführung Kurt-Weill-Festival Dessau 2002), eine amerikanische Oper (RAOUL; Musik: Gershon Kingsley), die Musicals REBECCA (Musik: Sylvester Levay) und MARIE ANTOINETTE (ebenfalls Musik: Sylvester Levay), das im November 2006 in Japan Weltpremiere feierte und dessen deutsche Uraufführung Anfang 2009 in Bremen stattfand.
Michael Kunze ist Mitglied der deutschen Dramatikerunion und der amerikanischen Dramatists Guild, Inc. Die GEMA ehrte sein Lebenswerk am 22. April 2010 mit dem Deutschen Musikautorenpreis. Der Autor lebt in Hamburg und New York.

Tickets erhältlich unter:
telefonisch unter der Semmel Concerts Ticket-Hotline 01805/ 57 00 99 (14 Cent/Minute, Mobilfunkpreise können abweichen, sowie im Internet unter www.semmel.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen
Weitere Infos:
www.elisabeth-das-musical.com oder www.semmel.de


Text und Fotos: Auszug aus dem Infomaterial des Veranstalters
November 2011