japan Japan Katastrophe 2011





JAPAN, 11. MÄRZ 2011

Unfassbar. Da, wo anderswo von Tragödien und verheerenden Katastrophen berichtet wird, ist das, was in den letzten Tagen in Japan geschah nicht anders als mit "Apokalypse" zu bezeichnen. Schlag auf Schlag folgten auf der kleinen Insel ein Unheil nach dem anderen und zwar von solchem Ausmaß, dass kurz danach eines der größten Ballungsgebiete der Welt, die Hauptstadt Japans, Tokyo, mit ihren nah 40 Millionen Einwohner und Pendler komplett zum Erliegen kam. Erst eine Woche danach wagten die Journalisten in ihren Berichten, die bis dahin ausschließlich Hiobs - Botschaften beinhalteten, einen kurzen jedoch höchst vorsichtigen Hinweis hinzuzufügen, dass sich das Leben in Tokio normalisiert. Obwohl gar nichts normal ist und die Geschehnisse in Japan an diesen Tagen eine solche Tragweite haben, dass möglicherweise das Gesicht unserer Welt nachhaltig verändert wird. Die heutige Technik machte es möglich, dank Kameras, Handys & Co., die gesamte Katastrophe sozusagen im Wohnzimmer hautnah mitzuerleben und sich daran nochmal zu erinnern, wie klein, schwach und wehrlos wir gegenüber der Naturgewalten sind. So rückte, und das nicht zum ersten Mal, die Wirklichkeit in den Vordergrund und ließ die besten Hollywood - Produktionen allesamt weit hinter sich.
Stern - Japans Tragödie

Die Bilder der Katastrophe
JAPANS TRAGÖDIE

Jeden Tag erreichten uns neue Bilder aus Japan. Jedes Mal unglaublich, unbeschreiblich, erschreckend. Die gewaltige Kraft der Natur, die alles vernichtete, was sich ihr in den Weg stellte, vermochte es sogar den Tod und das Leid der betroffenen Menschen in den Hintergrund zu drücken. Die Katastrophe, die sich auf der anderen Hälfte der Erdkugel abspielte, wurde dank Bilder so nah und lebendig, dass man fast glaubte, live dabei zu sein. Eine weitere Bilder - Serie zu der Katastrophe in Japan lieferte Stern in der Ausgabe Nr. 12. Totale Verwüstung, Tränen und Tod, Dokumentation einer Tragödie, die keiner für möglich gehalten hätte.
Unter anderen ist hier ein Foto einer völlig ruinierten Ortschaft zu finden. Überall erstrecken sich zerstörte oder brennende Häuser und bilden ein endloses Trümmermeer. Nirgends ein Mensch zu sehen, kein Wasser in Sicht. Mitten drin liegt ein beschädigtes Schiff. Von Menschen wurde es aber ganz sicher nicht hierher transportiert und auch keine Matrosen waren es, die hier Anker geworfen haben. Das "Koloss aus Stahl" wurde zum bedeutungslosen Spielzeug der Urgewalt der Natur und wurde hier einfach abgesetzt.

Die Apokalypse - Teil I

Am 11. März 2011 wird Japan von einem Erdbeben heimgesucht. Mit einem Wert 9 in der Richterskala ist es das größte, das in Japan je gemessen wurde. Das Epizentrum befand sich östlich im Pazifik und war um die 130 km von der Küste Japans entfernt. Ein Erdbeben ist in Japan keine Seltenheit. Hier heißt es: "Das nächste Erdbeben kommt sicher", auch wenn nicht mit einer solchen Stärke. Das Land erlebt jährlich um die 5000 Erdstöße und ist mehr als gut darauf vorbereitet. Und tatsächlich auch diesmal läuft alles nach "Plan". Die Hochhäuser in Tokyo wackeln zwar verdächtig stark, aber die erdbebensicheren Konstruktionen halten. Es gibt Aufregung, hier und da gibt es Beschädigungen, gelegentlich bricht Feuer aus, die Stromversorgung bricht zusammen. Eine ganz große Katastrophe, die bei einem Erdbeben von einer solchen Wucht zu erwarten wäre, blieb allerdings aus. Ebenfalls in dem Atomkraftwerk Fukushima, das später für Schlagzeilen sorgen sollte, läuft alles nach Plan. Das Werk wurde rechtzeitig von den Bebensensoren gewarnt, die Reaktoren wurden heruntergefahren und abgeschaltet. Planmäßig, da sie jetzt selbst kein Strom produzierten, sollte die Anlage auf die externe Stromversorgung umgeschaltet werden, um die ausreichende Kühlung der Reaktoren aufrechtzuerhalten. Da das externe Stromnetz aber zu stark von den Erdbeben in Leidenschaft gezogen wurde, war dies nicht möglich. So sprangen automatisch die werkeigene Stromgeneratoren an und sorgten für ausreichend Energie. In diesem Zustand konnte man problemlos die Reparaturen am externen Stromnetz abwarten oder die Stromproduktion selbst aufnehmen.
Gewusst?
  • Die Hauptstadt Japans, Tokio, musste schon mehrmals praktisch neu aufgebaut werden. Eine der größten Katastrophen erlebte die Stadt im Jahr 1923. Ein Beben der Stärke 7,9 legte damals Tokio und weite Teile Yokohamas in Schutt und Asche. Es wird von mehr als 143 000 Toten berichtet.
  • Am 3. März 1933 reißt ein Erdbeben und eine Flutwelle in den Nordosten Honshus 3000 Menschen in den Tod.
  • 2007 hatten die Japaner schon mal ein Atomkraftwerk - Problem. Am 16. Juli 2007 bebt die Erde mit einer Stärke 6,6 in den Provinzen Niigata und Nagano und verursacht ein Leck in einem Atomkraftwerk.
  • Kurz nach dem zweiten Weltkrieg am 21. Dezember 1946 wird die Insel Honshu von einem Erdbeben der Stärke 8,4 heimgesucht, das 2000 Menschen das Leben kostet.
  • 1948 ist die japanische Provinz Fukui mit einem Erdbeben der Stärke 7,3 dran. 5000 Tote.
  • Das Beben der Stärke 7,2 auf der Insel Honshu kostet 6400 Menschen das Leben. Das Erdbeben, das sehr stark die Stadt Kobe in Leidenschaft gezogen hat, suchte Japan am 17. Januar 1995 heim.

Bild Zeitung

In diesem Schrott kocht die Atom - Hölle
Bild - Zeitung
Ausgabe Donnerstag, 17. März 2011


Die Katastrophe in Japan, die am 11. März 2011 ihren Gang genommen hat und bis dato (20.03.11) immer noch nicht "vom Tisch" ist beschäftigte täglich alle Nachrichtendienste. Ob Zeitung, Fernsehen, Radio oder Internet - die Augen der ganzen Welt waren klar in eine Richtung gerichtet: nach Japan. Auch die militärischen Schläge gegen den Lybischen Diktator Gaddafi, die am 19. März 2011 begannen, vermochten es nicht, die Ereignisse in Japan auf den zweiten Platz zu verdrängen. Fukushima ist weltweit in aller Munde. Die meistgelesene deutsche Zeitung, die Bildzeitung, berichtet ebenfalls, hier in der Ausgabe vom 17. März auf vier Seiten.

Die Apokalypse - Teil II

Das Erdbeben, dessen Epizentrum in relativ flachem Wasser lag, verursachte einen Tsunami mit wahren Horrorwellen. Sie erreichten eine Höhe bis zu 23 Meter. Die Katastrophe nahm ihren Lauf und gewann an Dynamik. Die Küstenortschaften erreichte die Tsunami - Warnung zwar rechtzeitig, aber für viele Menschen war die Vorwarnzeit von knapp einer halben Stunde viel zu kurz. Nicht alle schaffen es, sich in Sicherheit zu bringen. Die Welle bricht in die Küstenortschaften ein und verwüstet sie streckenweise komplett. Die Anti-Tsunami-Mauer bietet in diesem Fall keinen Schutz. Die Welle ist zu hoch, sie rollt drüber, verwandelt sich in eine schwarze Schlammmasse und nimmt alles mit, was sich ihr in den Weg stellt. Häuser, Autos, Busse und Schiffe werden zusammengewürfelt, als ob sie Spielzeuge wären. Menschen, die nicht schnell genug waren, um die Gegend zu verlassen, haben keine Chance. Tage danach werden die Helfer und Retter nur wenige Menschenleben retten können. Wer nicht zerquetscht wurde, der ertrank. Die Welle erreichte auch das Kraftwerk Fukushima, übersprang die Schutzmauer und überflutete das Gelände. Unter anderem auch die Generatoren, die in der Zeit für die ausreichende Kühlung der Reaktoren sorgten. Da sie aber für einen Betrieb unter Wasser nicht ausgelegt waren, fielen sie aus. Ein kurzfristiger Ausfall der Generatoren ist ebenfalls kein Problem. Hierbei helfen die Batterien, die im Notfall automatisch zugeschaltet werden und die Stromversorgung übernehmen. Genau das ist geschehen. Die Batterien können aber maximal acht Stunden die kühlenden Wasserpumpen mit Strom versorgen. Da die Infrastruktur durch das vorhergehende Erdbeben und den Tsunami zerstört wurde, konnte man nicht rechtzeitig für eine neue und ausreichende Stromversorgung sorgen. Hinzu kam, dass alle Räume, die erreicht werden müssten, um andere Stromquellen anzubinden, unter Wasser standen. Alle Versuche, die bevorstehende Erhitzung der Reaktoren abzuwenden, scheiterten. Nachdem der Strom ganz ausgefallen war, erhitzten sich die Reaktoren und die gefährliche Kernschmelze setzte ein.
Kurz gefasst
  • Bis zum 20. März beklagte man in Japan 8.000 Tote und 12.000 Vermisste.
  • Aus Angst vor der gefährlichen radioaktiven Strahlung verließen massenhaft die Ausländer das Land. Die Preise der Flugtickets stiegen rasant an. Ein Ticket nach Deutschland kostete bis zu 5.000 Euro.
  • In Deutschland stieg rasch die Nachfrage nach Öko - Strom. Die Anbieter verzeichneten einen bis zu 10 Mal höheren Anstieg an abgeschlossenen Stromverträgen.
  • Nach den Hauptbeben vom 11. März verzeichnete man in Japan über 250 Nachbeben. Viele von ihnen lagen über dem Wert 5 auf der Richterskala.
  • In ganz Japan mussten nach dem Beben und dem Tsunami um die 600 000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Viele von ihnen wurden in Notunterkünften untergebracht.
  • In Tokyo und anderen Städten musste wegen Störungen in vielen Kraftwerken der Strom rationiert werden.
  • Das Beben in Japan war so stark, dass es sogar in Nordrhein Westfalen registriert wurde.
  • In Deutschland haben die Bürger aus Angst vor einer nuklearen Katastrophe in Europa so gut wie alle Geigerzähler und Jod - Tabletten aufgekauft. Das Bundesumweltministerium hat Infos zu Jodtabletten im Internet veröffentlicht. Unter www.iodblockade.de konnte man die Infos abrufen.
  • Nachdem die Bundeskanzlerin Angela Merkel die Abschaltung der sieben ältesten Meiler verkündet hatte, stieg am Terminmarkt der Preis pro Megawattstunde um 16 Prozent an.
  • Eine Woche nach dem Unglück wurde in Japan eine Schweigeminute für die Opfer angehalten.

Der Spiegel - Das Ende der Atomzeit

Der Spiegel, Ausgabe Nr.11, 14. März 2013


Fukushima, 12. März 2011
Das Ende des Atomzeitalters

Mit einem solchen Titel auf der Titelseite schreiten die Schreiber vom Spiegel zur Tat und liefern gleich 15 Seiten zum Thema. Ob sich das bewahrheitet, was der Titel offensichtlich suggeriert, steht allerding in den Wolken. Dass Fukushima eine Wende in der weltweiten Atompolitik bringen wird, ist zwar möglich jedoch mehr als fraglich. Auch die schreckliche Katastrophe, die in Tschernobyl stattfand und deren Folgen viel weitreichender waren, vermochte es nicht. Die Lage, mit der wir heutzutage zu tun haben, deutet in eine ganz andere Richtung. Da die Wissenschaft zur Zeit nicht in der Lage ist, Alternativen anzubieten, setzt die Welt auf Atomstrom. Heutzutage sogar im großen Stil. Neue Atomkraftwerke entstehen rund um den Globus im Eiltempo. Es wird in den USA, Russland, China und Indien gebaut. Auch viele kleine Staaten sind dabei, sich Atomstrom anzuschaffen. Es werden heutzutage 65 neue Atomkraftwerke gebaut, viele weitere sind in Planung. Dass alle diese Projekte wegen des Unfalls in Fukushima aufgegeben werden, ist mehr als unwahrscheinlich. Der Strombedarf wächst und er muss gedeckt werden. Sollten allerdings alternative Energiequellen genügend Energie liefern und wir nicht allzu viel Naturschaden anrichten, ist ein zunehmender Verzicht auf Atomkraftwerke und schließlich ein Ausstieg aus der Atomenergie denkbar. Sollte es hierzu kommen, ist das allerdings nicht auf den Unfall von Fukushima zurückzuführen. Das Unglück offenbarte uns keinesfalls die Tatsache, dass wir die Kernenergie nicht im Griff haben. Er erinnerte uns lediglich daran. Es ist in Zukunft noch ein anderes Szenario vorstellbar. Ein Kraftwerk ist gleichzeitig ein Übungsplatz der Wissenschaft. Sollten die Wissenschaftler eine verlässliche Methode erfinden, die lebensbedrohliche radioaktive Strahlung zu unterdrücken, wäre ein riesiges Problem unserer Zeit gelöst. Wie es kommt bleibt abzuwarten, von einem "Ende des Atomzeitalters" kann vorläufig wahrlich nicht gesprochen werden.

Die Apokalypse - Teil III

Die Probleme in dem Kraftwerk Fukushima summieren sich, die Lage eskaliert. Ein Wettlauf gegen den Super-Gau beginnt und hält die ganze Welt im Atem. Über mehrere Tage nacheinander kommen aus Japan nur schlechte Nachrichten. Erst am 18. März tritt die erste vorsichtige positive Botschaft, die besagt, dass es vorläufig nicht schlimmer wird. Davor hieß es bangen und warten. Da schließlich die Kühlpumpen ausgefallen waren, konnten die Reaktoren nicht ausreichend gekühlt werden. Das Wasserniveau in den Behältern fiel, die Brennstäbe wurden frei und fingen an zu schmelzen. Die Radioaktivität wurde freigesetzt. Durch das Ablassen des radioaktiven Dampfes gelang sie in die Atmosphäre. In allen sechs Blöcken des Atomkraftwerkes gibt es Probleme. Es gibt Explosionen und Brände. Wenige Tage später sieht das Kraftwerk wie ein Haufen Schrott aus. Die Umgebung wird verseucht, in einem Umkreis von 20 km werden Menschen evakuiert. Verzweifelt versucht man die Reaktoren zu kühlen, auch mit Hubschraubern. Und das alles, nur um die restliche Wärme aus den Reaktoren zu entführen. Denn dank Abschaltung der Reaktoren noch vor dem Erdbeben fand die Kettenreaktion nicht mehr statt. Die Frage, was wäre, wenn Fukushima richtig auf dem linken Fuß erwischt worden wäre, soll man sich besser nicht stellen. Über eine Woche danach sind die Reaktoren immer noch nicht ganz unter Kontrolle und Japan bangt ums "Überleben".

Rock, Pop & Co.

Die Zerstörungen in Japan waren so groß, dass das Land nicht in der Lage war die Situation selbst in den Griff zu bekommen. Die japanische Regierung bat andere Länder um Beistand. Daraufhin hat die Europäische Union eine Luftbrücke zur Versorgung eingerichtet. Es wurden tausende von Bettlaken und Feldbetten zur Verfügung gestellt. Hinzu kamen Stromgeneratoren und anderes Gerät. Auch andere Länder schalteten sich ein, unter anderem der große Nachbar Japans, China. Die Verwüstungen nach der Katastrophe waren zu gewaltig. Nicht mal ein reiches und hochentwickeltes Land wie Japan war in der Lage alles selbst zu meistern.
Die Hilfe kam und das nicht spärlich. Es wurde zu Spenden aufgerufen, der deutsche Bundespräsident und die Bundeskanzlerin baten ebenfalls um welche. Eine Hilfe für die Angehörigen zur Suche nach Erdbeben- und Tsunamiopfern in Japan stellte das Internetportal YouTube ins Netz. Putin aus Russland meldet sich zur Wort und bietet Japan Energie - Hilfe an. Caritas, Rotes Kreuz und THW sind voll im Einsatz. Der Autokonzern VW organisiert eine gemeinschaftliche Initiative für die Opfer, Audi ist mit einer Million Euro dabei. Aus vielen deutschen Städten und Gemeinden wird zu Hilfe aufgerufen. Viele Veranstaltungen wurden spontan in Benefiz Veranstaltungen für die Opfer der Katastrophe umgewandelt. In den Weiten des Internets findet man viele Infos darüber, wie sich die Menschen in Deutschland und im Ausland für Japan engagierten.
Auch aus der Musikwelt bekam man einiges zu hören. Madonna verlinkt auf ihrer Website auf Spendenseiten. Tokio Hotel drücken ihre Anteilnahme aus: "In Gedanken sind wir bei den Japanern! Es tut uns einfach furchtbar leid". Ebenfalls Yoko Ono. Lady Gaga betreibt im Internet ein kleines "Japan - Geschäft". Sie bietet im Online-Shop ihrer Homepage Armbänder für fünf Dollar an. Der Erlös, der in zwei Tagen die Marke von 250.000 Dollar überschritt, soll den Erdbebenopfern zugutekommen. Das Armband von ihr trägt die Inschrift "We Pray For Japan" (Wir beten für Japan). Zu Wort melden sich Shakira, Lenny Kravitz, Cyndi Lauper, Britney Spears, Chris Brown, Justin Bieber, Jack Johnson - alle zeigen sich von den Japan - Ereignissen erschüttert und rufen zu Spenden auf. Die Amerikanerin Gwen Stefani ist hier viel konkreter und spendet einer Kinderhilfsorganisation direkt eine Million Dollar. "Meine Gebete schließen alle ein, die von der Katastrophe in Japan betroffen sind." twittert Katy Perry. Die Spenden erreichten ein solches Ausmaß, dass z.B. Caritas gebeten hat, die Spenden nicht ausschließlich an Japan zu binden. So kann der Überschuss an andere Bedürftige fließen. Die Aktionen werden inzwischen fortgesetzt. Am 26. März findet in Düsseldorf ein "Mut und Kraftkonzert" mit dem die Düsseldorfer Symphoniker ihre Solidarität mit Japan zeigen wollen. Im Programm die "Neunte" von Ludwig van Beethoven. Am 3. April veranstaltet die Bayerische Staatsoper ein Benefizkonzert für Japan. Unter dem Motto "We are Japan!" taten sich viele Popstars, um eine Benefiz - CD aufzunehmen. Mit dabei Rihanna, Eminem, Bono und U2, Lady Gaga, Bon Jovi, Justin Bieber und viele andere. Dahinter steht der weltgrößte Plattenkonzern Universal Music. Das Erdbeben, zusammen mit dem Tsunami und Fukushima, erschütterte ganz klar nicht nur Japan.

Die Retter werden sterben WAZ 17. März 2011.

Um einen Schaden in einem Atomkraftwerk zu reparieren braucht man Menschen. Und wer soll dahin, wenn die lebensgefährliche radioaktive Strahlung die zulässige Grenzen überschreitet? Mit "Fukushima 50" werden die letzten 50 Mitarbeiter, Techniker und Ingenieure bezeichnet, die aus der 800 Personen zählenden Besatzung des Werkes übriggeblieben sind und den Kampf mit den Folgen des Unfalls aufnahmen. Sie arbeiteten unter Einsatz ihres Lebens. Diese kleine Mannschaft wurde bald berühmt und ihre Mitglieder als Helden gefeiert. Ob die Retter anschließend sterben werden müssen, ist noch nicht klar. Sicher werden sie aber ihren Einsatz mit ihrer Gesundheit bezahlen müssen.
(März 2011)



John Barry 2011, am 30 Januar, starb der britische Filmmusik-Komponist John Barry.

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